Soziale Verantwortung in der Fotografie. (K)Ein Thema?!
Workshop mit Alejandra Arévalo
Seit ihren Anfängen wird der Fotografie die Fähigkeit zugeschrieben, das Sichtbare darzustellen, also das, was als real gilt. Gleichzeitig wurde sie historisch genutzt, um bestimmte „Wahrheiten“ zu erzeugen und vereinfachende ideologische Narrative zu unterstützen. Die Darstellung des „Anderen“, geprägt durch koloniale und gewaltsame Kontexte, hat dazu beigetragen, ungleiche Machtverhältnisse zu vertiefen, die heute durch soziale und wirtschaftliche Hierarchien weiter gefestigt werden.
Solche Formen der Darstellung und ihre Akteur*innen werden heute durch die Krise der Visualität sowie soziale, politische und ökologische Konflikte zunehmend infrage gestellt. Dies eröffnet die Möglichkeit, dass andere gesellschaftliche Gruppen, die historisch von externen Betrachter*innen gesehen oder repräsentiert wurden, ihr Recht ausüben, ihre eigene Realität zu schauen und darzustellen.
Dieser Workshop lädt dazu ein, die unterschiedlichen Mitwirkenden im fotografischen Prozess und seine historischen Machtverhältnisse zu analysieren und zu reflektieren, wie visuelle Praktiken soziale und wirtschaftliche Konstrukte umgestalten können.
Kurzbiografie
Alejadra Arévalo Martínez ist eine kolumbianische Fotografin und visuelle Künstlerin. Sie beschäftigt sich mit Themen wie Migration, Geschlecht, Identität und kulturelle Hybridität. Fotografie nutzt sie als Mittel, um hegemoniale visuelle Perspektiven zu hinterfragen. Sie verbindet dabei dokumentarische und konzeptuelle Ansätze mit Archivmaterial und multimedialen Elementen, um einen Raum für sich überschneidende Realitäten zu schaffen: das Poetische und das Politische, das Imaginierte und das Erlebte. Auf diese Weise untersucht sie die Komplexität von Identität und Zugehörigkeit in transnationalen Kontexten.
Alejadra Arévalo Martínez trägt den Input auf Englisch vor. Im Workshop kann Englisch und Deutsch gesprochen werden.
Die Veranstaltung ist Teil des STADT_RAUM-Projekts „KLASSENRÄUME. Kritische Positionen zu sozialer (Un-)Gerechtigkeit“.
Anmeldung bei: Claudia Wagner,
Veranstaltungsort
STADT_RAUM
STADT_RAUM / Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK)
44137 Dortmund
Veranstalter
STADT_RAUM
STADT_RAUM / Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK)
44137 Dortmund
Schlagwörter
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