Kunst & Kultur
Startschuss am Hafen: „Dortmund wird zum Zentrum für die Kunst der Zukunft“
Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW vergibt die Geschäftsstelle des Kompetenznetzwerks „K3 KI.Kunst.Kultur“ ans Theater Dortmund. Mit rund zwei Millionen Euro unterstützt das Land den Aufbau bis Ende 2028.
In Dortmund entsteht eine landesweite Kompetenzstelle für KI in Kunst und Kultur. Ziel ist es, bestehende Kompetenzen in diesem Bereich sichtbar zu machen, Institutionen landesweit zusammenzubringen und KI-technologische Entwicklungen in künstlerische, gesellschaftliche und kulturpolitische Praxis zu übersetzen.
Ein konkreter Baustein sind Weiterbildungen für Kulturschaffende und Graduierte aller Kunst-Gattungen. Sichtbare Resultate entstehen durch interdisziplinäre Anwendung im Rahmen einer KI-Akademie. In bislang drei Residenzen wird die Theorie zur praktisch angewandten Darstellung. Das geschieht in der
Dortmund als Zentrum für die Kunst der Zukunft
Dortmunds Oberbürgermeister Alexander Kalouti ist die Wahl des Standortes ein entscheidendes Signal: „Durch die Vergabe dieser Einrichtung wird unser Weg bestätigt, Dortmund zum Zentrum für die für die Kunst der Zukunft zu machen. Wir verbinden die klassischen Künste, wo wir ganz hervorragend aufgestellt sind, jetzt mit der nächsten Generation, nämlich mit künstlicher Intelligenz. Und wir haben die Institutionen dafür: Beispielsweise die Akademie für Theater und Digitalität, die am Theater Dortmund angedockt ist. Die Akademie ist ein Forschungsbetrieb, der aber gleichzeitig auch Komponenten entwickelt, um sie direkt in die Kunst und in die Kultur zu bringen.“
Bundesweiter Vorreiter
Der Startschuss für das Projekt erfolgte jetzt an der Akademie für Theater und Digitalität am Dortmunder Hafen. 23 Institutionen aus Kultur, Hochschulen und Politik bilden ein spartenübergreifendes Netzwerk. „KI verändert Produktionsweisen, Urheberrecht und Ausbildung – die Geschäftsstelle schafft Orientierung durch Wissenstransfer“, heißt es im Konzept.
Kulturministerin Ina Brandes unterstützt die Einrichtung
Ina Brandes, NRW-Ministerin für Kultur und Wissenschaft zum Hintergrund der Einrichtung: „Künstliche Intelligenz bedeutet für Künstlerinnen und Künstler eine große Chance – und ist gleichzeitig in manchen Bereichen auch eine riesige Herausforderung: Viele Künstlerinnen und Künstler fragen sich, was die Entwicklungen für ihren Beruf und ihr Handeln bedeuten. Wir unterstützen unsere kreativen Köpfe, indem wir das großartige Wissen über KI in Kunst und Kultur in unserem Land besser vernetzen, vergrößern und nutzbarer machen. Mit dem K3-Netzwerk sind wir bundesweit Vorreiter. Davon profitieren unsere Kulturhäuser und ihre Angebote, die nirgendwo in Europa so vielfältig sind wie in Nordrhein-Westfalen.“
Darum ist Dortmund ein Top-Standort
Dortmund als Standort bringt dafür besondere Voraussetzungen mit: ein gewachsenes Ökosystem aus Kunstinstitutionen, Hochschulen und angewandter KI-Forschung – darunter die Akademie für Theater und Digitalität, das Dortmunder U, die TU Dortmund und die FH Dortmund. Institutionen der internationalen Grundlagenforschung zu KI wie das Lamarr-Institute for Machine Learning and Artifical Intelligence oder der angewandten Forschung zu Robotik wie das Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik (IML) arbeiten seit Jahren vernetzt und erweitern die Gelegenheit für Austausch, Transfer und Kooperation. Geschäftsführer der neuen Stelle wird Dr. Philipp Bojahr, Experte für Kunst, Technologie und Vermittlung, mit rund vier Vollzeitkräften bis 2028.
Zum kooperierenden Netzwerk gehören:
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