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Berufliche Zukunft

Über die Entdeckertage den Traumjob finden – jetzt anmelden

Die nächste Runde beginnt: Ab dem 26. Januar können sich Schülerinnen und Schüler für die Entdeckertage 2026 anmelden. Auch in diesem Jahr sollen alle Achtklässlerinnen und Achtklässler in Dortmund dreimal für einen Tag Eindrücke in unterschiedlichen Berufsfeldern sammeln.

Das klingt nach einer logistischen Herausforderung: Ungefähr 5.000 Schülerinnen und Schüler der achten Klassen (zum Teil auch der neunten) brauchen also drei Jobs - das macht insgesamt 15.000 Ein-Tages-Praktika. Um das für Firmen, Schulen und die Jugendlichen selbst so einfach und unkompliziert wie möglich zu halten, bietet das Regionale Bildungsbüro im Fachbereich Schule der Stadt Dortmund seit dem vergangenen Jahr ein Tool an, das die Abläufe für alle Beteiligten vereinfacht und transparent macht.

In den Traumjob schnuppern

Kostenlos und besonders leichte Registrierung

Lara Blessau koordiniert das Frauenprojektlabor an der FH Dortmund. Auch in diesem Jahr bietet die FH wieder Entdeckertage an.
Bild: Stadt Dortmund / Markus Kaminski
An den Entdeckertagen wird beim Angebot von Lara Blessau und ihren studentischen Unterstützerinnen unter anderem auch gelötet.
Bild: Stadt Dortmund / Markus Kaminski

Für die „Berufsfelderkundung – die Entdeckertage“ gibt es ein intuitives Online-Angebot auf dortmundatwork.de. Die Hürden für eine Registrierung sind besonders niedrig. Kosten fallen selbstverständlich keine an.

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bieten hier ihre Entdeckertage an, Jugendliche wählen eines der Angebote aus – nach der Teilnahme wird die Bescheinigung automatisch erstellt. Für die Jugendlichen gibt es eine Erinnerungsfunktion.

Neu: Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können jetzt auch Feedback hinterlassen – für die Jugendlichen und für die Lehrkräfte.

Organisiert sind die Entdeckertage 2026 als Blöcke. Das sind die Termine: 21., 22., 23. April, 19., 20., 21. Mai, 16., 17., 18. Juni 2026. Das vereinfacht die Organisation für Schulen und Unternehmen deutlich.

Unternehmen können selbst festlegen, wieviele Angebote sie einstellen wollen

Das eintägige Schnupperformat soll mindesten vier Stunden Programm beinhalten. „Die Unternehmen können sich an einzelne Schülerinnen und Schüler wenden, sie können ihre Entdeckertage aber auch für Gruppen öffnen. Wir empfehlen allerdings immer eine enge Betreuung, um den Fragen der Schülerinnen und Schüler auch gerecht zu werden“, sagt Nadine Wecke von Dortmund at work.

Schließlich sollen die Entdeckertage im Idealfall ein Gewinn für beide Seiten sein. Wecke: „Berufsfelderkundungen sind für Unternehmen eine einfache Möglichkeit, Jugendliche frühzeitig für Ausbildung zu begeistern und dem Fachkräftemangel aktiv zu begegnen. Den Jugendlichen bieten sie die Chance, einfach und schnell möglichst unterschiedliche Eindrücke aus der Arbeitswelt zu erlangen.“

Damit es neudeutsch „matcht“, rät Wecke den jungen Menschen: „Geht unvoreingenommen an den Tag. Stellt eure Fragen und sammelt, wo es geht, praktische Erfahrungen. Wir wissen schon von einer ganzen Menge Schülerinnen und Schüler, die über die Entdeckertage ihren Traumberuf gefunden haben. Es lohnt sich also.“

Die Angebote sind sehr unterschiedlich

Die Angebote sind so bunt wie die Berufswelt selbst: Studiengänge stellen sich vor. Es wird Einblicke in sehr sensible Arbeitsbereiche geben, wie etwa in die Arbeit mit psychisch kranken Menschen. Oder die Jugendlichen können erfahren, wie man ordentlich eine Motorhaube lackiert.

Unternehmen können sich auch jetzt noch für die „Berufsfelderkundung – die Entdeckertage“ auf der Plattform dortmundatwork.de als Anbieter registrieren. Das geht schnell und unkompliziert. Schließlich sind die Entdeckerinnen und Entdecker von heute die Fachkräfte von morgen.

Erfahrungsberichte zu den Entdeckertagen

So sind die Entdeckertage für Lotta (14) bisher gelaufen:

Lotta (14) hat bei der Berufsfelderkundung an der Fachhochschule Dortmund unter anderem eine Lichtorgel gelötet.
Bild: Stadt Dortmund / Markus Kaminski
Lotta (14) hat bei der Berufsfelderkundung an der Fachhochschule Dortmund unter anderem eine Lichtorgel gelötet.
Bild: Stadt Dortmund / Markus Kaminski

Lotta Mämpel (14 Jahre) hat im vergangenen Jahr am Heisenberg-Gymnasium mit der Berufsfelderkundung begonnen. Damals war sie in der achten Klasse:

„Ich war für einen Tag im Frauenprojektlabor an der Fachhochschule Dortmund. Wir haben zuerst eine Führung durch die FH bekommen. Das war schon spannend für mich – mal zu sehen, wie so eine Fachhochschule funktioniert. Im Frauenprojektlabor fand ich gut, dass wir so viele praktische Übungen gemacht haben. Wir haben programmiert und gelötet. Natürlich waren das alles einfache Übungen, ich glaube aber schon, dass die gezeigt haben, in welche Richtung ein solches Studium gehen könnte. Einen weiteren Entdeckertag habe ich bei der Lebenshilfe gemacht. Beruflich möchte ich nicht in diese Richtung gehen. Aber so ein Schnuppertag hilft, um Berufe besser zu verstehen und um die Arbeit mehr anzuerkennen.“

So laufen die Entdeckertage am Heisenberg-Gymnasium - das sagt die Lehrkraft:

Fabian Jakobi ist Lehrer am Heisenberg-Gymnasium und dort einer von mehreren Koordinatoren der Studien- und Berufsorientierung.
Bild: Stadt Dortmund / Markus Kaminski
Fabian Jakobi ist Lehrer am Heisenberg-Gymnasium und dort einer von mehreren Koordinatoren der Studien- und Berufsorientierung.
Bild: Stadt Dortmund / Markus Kaminski

Fabian Jakobi unterrichtet am Heisenberg-Gymnasium Erdkunde und Sport. Als einer von mehreren Koordinatoren der Studien- und Berufsorientierung (StuBo) kümmert er sich mit darum, dass die jungen Menschen in der achten Klasse Einblicke in die Berufswelt sammeln:

„Bei uns am Heisenberg müssen jedes Jahr mindestens 150 Schülerinnen und Schüler in den achten Klassen in die Berufsfelderkundung. In der Vergangenheit gab es dafür nur einen Weg: Sie mussten sich mit Hilfe der Lehrkräfte selbstständig Unternehmensplätze suchen. Das ging nur über die persönliche Kontaktaufnahme - für manche in diesem Alter kann das schon eine Hürde sein. Durch das Online-Portal fällt das weg. Die ganze Organisation ist durch Dortmund at work stark vereinfacht. Unsere Schülerinnen und Schüler können jetzt den Platz buchen, der sie interessiert. Hinzu kommt, dass sie über das Portal auf viel mehr Unternehmen zugreifen können, als es früher bei uns möglich war. Im Durchschnitt betrachtet sind die Erfahrungen sehr gut, die unsere Schülerinnen und Schüler sammeln. Das vereinzelte Feedback, das wir von Unternehmen bekommen, zeigt, dass auch sie zufrieden sind. Wir finden den Weg jedenfalls gut und würden uns freuen, wenn noch mehr Unternehmen auf Dortmund at work Entdeckerplätze anbieten.“

So laufen die Entdeckertage im Frauenprojektlabor an der Fachhochschule Dortmund:

Lara Blessau ist Koordinatorin des Frauenprojektlabors an der FH Dortmund. Sie ist Ingenieurin der Informationstechnik und macht gerade ihren Master. Das Frauenprojektlabor richtet sich eigentlich an Mädchen und junge Frauen, um ihnen einen geschützten Rahmen zu geben, um sich in Naturwissenschaften und Technik auszuprobieren. An den sieben Entdeckertagen im Rahmen der Berufsfelderkundung macht die FH aber eine Ausnahme. Dann dürfen auch Jungs im Frauenprojektlabor mitmachen:

„Uns ist wichtig, dass hier alle Fragen gestellt werden können. An den Entdeckertagen ist unsere Gruppengröße etwa bei zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Mich unterstützen dann einige Studentinnen. Manche sind schon weit im Studium, andere haben gerade angefangen. So entsteht schnell eine Atmosphäre, in der wir vertraut miteinander sprechen und arbeiten können. Uns ist wichtig, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer praktisch arbeiten und erste Erfolge haben. An den Entdeckertagen machen wir Übungen, die sinnbildlich für unsere verschiedenen Studiengänge stehen: Wir löten eine Lichtorgel. Die Lichter reagieren auf Musik – das steht für Elektrotechnik. Für den Bereich Maschinenbau steht die additive Fertigung. Hier designen die Schülerinnen und Schüler Schlüsselanhänger, die wir dann mit dem 3D-Drucker produzieren. Und wir programmieren einen Roboter, der dann Slalom fahren kann – das steht für Informatik und Informationstechnik. Da ist für jede und jeden etwas dabei. Wir haben im vergangenen Jahr mit den Entdeckertagen wirklich sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Schülerinnen und Schüler hatten an allen Tagen Interesse und haben motiviert mitgemacht.“

Bildung

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