Mobilität & Verkehr
Zukunft der Stadtbahn: Welche Bauprojekte sollen kommen?
Die Stadtbahn ist das Rückgrat des Dortmunder Nahverkehrs. Wer nach Möglichkeiten sucht, wie die Dortmunderinnen und Dortmunder noch schneller und leichter ans Ziel kommen, muss sich mit der Stadtbahn und ihrer Zukunft beschäftigen. Aus diesem Grund gibt es seit 2008 das Stadtbahn-Entwicklungskonzept (StEK). Jetzt legt die Verwaltung dem Rat den Abschlussbericht für die Stufe 1 eines neuen StEK vor – und kündigt an, worauf der Fokus in Stufe 2 liegen soll.
Grundlage des Stadtbahn-Entwicklungskonzeptes von 2008 ist eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung aller seinerzeit entwickelten Projektideen und -vorschläge. Heute ist die Verwaltung einige Schritte weiter.
42 Projekte
Die bisher nicht realisierten Projekte sowie die zahlreichen neuen Ideen aus Politik, Verwaltung und der
Die Stadt hat für den Abschlussbericht alle Projektideen für den ÖPNV anhand verschiedener Kriterien geprüft. Betrachtet wurden zum Beispiel Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und städtebauliche Aspekte. Die Projekte wurden im Prozess teilweise durch mehrere Alternativen oder Varianten erweitert. Insgesamt betrachtet der Abschlussbericht 42 Projekte, einschließlich Alternativen und Varianten.
Priorität „sehr hoch“
Zwei Projekte sind in der Liste mit der Priorität „sehr hoch“ versehen:
- Betriebsstabilisierung / -optimierung bei verdichtetem Angebot: An den Haltestellen Hafen, Grävingholz und An der Palmweide sollen Kehrgleise eingerichtet werden. So können sogenannte Verstärkerfahrten, also zusätzliche Fahrten zu Tageszeiten bzw. an Tagen mit besonders hohem Verkehrsaufkommen, frühzeitiger wenden. Auch die Kapazitätsreserven in den Tunneln könnten dadurch effektiver genutzt werden.
- Der Wissenschaftscampus soll durch eine Verlängerung der
H-Bahn an die U42 (Uni S bis Theodor-Fliedner-Heim) angebunden werden.
Priorität „hoch“
21 weitere Projekte sind als „hoch“ priorisiert, zum Beispiel die Erschließung von
Wie geht es jetzt weiter?
Die Projekte mit der Priorität „sehr hoch“ und „hoch“ sollen nun detailliert betrachtet werden. Allerdings gibt es einige Ausnahmen: Für zwei Maßnahmen aus dem H-Bahn-Bereich liegen zum Beispiel aktuelle Machbarkeitsstudien bzw. Vorplanungen vor. Weil der gesamtwirtschaftliche Nutzen schon nachgewiesen ist, hält die Stadt hier eine Detailbetrachtung im Zuge des StEK nicht mehr für erforderlich. Zum barrierefreien Umbau von Haltestellen ist die Stadt wiederum gesetzlich verpflichtet. Daher ist eine tiefergehende Prüfung auf Wirtschaftlichkeit als Bestandteil des StEK ebenfalls nicht nötig. Zudem gibt es Maßnahmen, die zwar eine Wirksamkeit entfalten, voraussichtlich aber nicht förderfähig wären. Auch sie werden nicht vertiefend untersucht
Für die detaillierte Betrachtung in Stufe 2 des Stadtbahnentwicklungskonzeptes schlägt die Stadt nun diese 13 Projekte vor:
- Maßnahmen zur Betriebsstabilisierung / -optimierung bei verdichtetem Angebot
- Verlängerung U41 bis Benninghofen / Overgünne
- Verlängerung U 49 Hacheney – Wellinghofen
- Erschließung PHOENIX West: durch H-Bahn
- Anbindung U49 Kirchlinde ab Huckarde Abzweig
- Anbindung Kirchlinde U44 / Verlängerung ab Marten Walbertstraße (zwei Alternativen)
- Beseitigung Gleiskreuz Nette mit Anbindung Energie-Campus, U47
- Ausbau U43 / U44 für 2,65 Breite
- Anbindung Wissenschaftscampus an U42 (Ortsmühle - Barop Parkhaus), H-Bahn
- Lückenschluss U47 Huckarde Bushof (Unterfahrung DB-Strecke östlich L609)
- Zweigleisiger Ausbau U47 Süd
- U44 Marten Heyden-Rynsch-Straße mit barrierefreiem Ausbau
- Zweigleisiger Ausbau Asseln - Wickede mit barrierefreiem Ausbau (U47)
Der Rat der Stadt entscheidet in seiner Juli-Sitzung, ob die Stadt die Stufe 2 des StEK wie vorgeschlagen vorantreiben soll.
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