Stadt plant Weiterleitung von Mitteln an die Bauherrin
Keller des Heimathafens Nordstadt soll fertig werden
Wegen eines Wasserschadens von 2023 ist der Keller des Bildungs- und Beratungshauses „Heimathafen Nordstadt“ weiterhin nicht nutzbar. Damit sich dies zeitnah ändert, plant die Stadtverwaltung, 700.000 Euro an die Stiftung Soziale Stadt weiterzuleiten.
Der im Mai 2024 offiziell eröffnete Heimathafen Nordstadt ist ein wichtiger Baustein des neuen Hafenquartiers Speicherstraße. Als gemeinnützige Einrichtung beherbergt er verschiedene Beratungs- und Netzwerkangebote der Grünbau gGmbh und die Lerngastronomie „Nansen“. Die Angebote haben sich in den vergangenen Jahren gut etabliert. Als Treffpunkt und Ort der Unterstützung leistet der Heimathafen Nordstadt daher einen wichtigen Beitrag zur Belebung des Quartiers und zur Stärkung der Menschen in der Nordstadt. Bauherrin und Erbpachtnehmerin der historischen Immobilie ist die Stiftung Soziale Stadt. Die Stadt Dortmund hat aber im Rahmen eines geförderten Stadterneuerungsprojekts rund ein Viertel der Umbaukosten übernommen.
Fehlende Kellerräume schränken Nutzungen ein
Aufgrund des Wasserschadens kurz vor Fertigstellung und der langwierigen Ursachenklärung ist der Keller bislang nicht regulär in Betrieb. Dies geht zum einen einher mit Einschränkungen für Nutzer*innen, Gäste und Mitarbeitende. Zum anderen verhindert es die von Anfang an geplante Nutzung des Heimathafens durch DORTMUND MUSIK. Die Sachlage rund um den Schaden ist mittlerweile abschließend erfasst, die Schadensbehebung wäre rechtlich möglich. Doch der Stiftung Soziale Stadt fehlen angesichts ausstehender Schadensregulation durch die Versicherungen die Mittel dazu. Den Wasserschaden endgültig zu beheben, wird 350.000 Euro kosten. Weitere ebenfalls 350.000 Euro werden benötigt, um den noch ausstehenden Endausbau im Gebäude und an der Bestandsmauer im Außenbereich vorzunehmen.
Die Verwaltung schlägt daher vor, insgesamt 700.000 Euro an die Stiftung weiterzuleiten, um das Gebäude endlich vollständig nutzbar zu machen. Bislang hat die Stadt für das Stadterneuerungsprojekt rund 2,31 Millionen Euro bezahlt. Das sind rund 380.000 Euro weniger als beim Ratsbeschluss zur jüngsten Kostenerhöhung im März 2023 angenommen, da die Stadt etwas mehr Fördermittel einwerben konnte als erwartet. Der Großteil der bislang angesetzten Gesamtkosten von 9,97 Millionen Euro wurde aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und der Städtebauförderung von Bund und Ländern finanziert.
Anhänge
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Speicherstraße Süd , 3 MB , JPEG Quelle: Andreas Buck -
Heimathafen heute , 3 MB , JPEG Quelle: Andreas Buck