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Darüber entscheidet der Rat in seiner Sitzung am Donnerstag

Am Donnerstag, 12. Februar, trifft sich der Stadtrat zu seiner dritten Sitzung. Unter anderem geht es um die Frage, ob das Freibad Hardenberg saniert wird und um mehr Geld für die IGA 2027. Auch Wahlen stehen auf der Tagesordnung: Ein Dezernent muss neu gewählt werden.

Bürgerinnen und Bürger können die Ratssitzung bequem von zuhause verfolgen – über den Livestream ab 15 Uhr am Donnerstag. Die Tagesordnung enthält einige Punkte, die wichtige Weichenstellungen für die Stadt bedeuten.

Entscheidung über den nächsten Schritt zum Radschnellweg RS1

Bild: Stadt Dortmund / Hendrik Konietzny
Radschnellweg Piktogram welches auf dem Asphalt aufgetragen ist
Ab Ende 2026 könnten die Arbeiten für den Abschnitt Sonnenstraße von Arneckestraße bis Chemnitzer Straße beginnen
Bild: Stadt Dortmund / Hendrik Konietzny

Wenn der Rat den Baubeschluss trifft, können ab Ende 2026 die Arbeiten für den zweiten Abschnitt des RS1 auf der Sonnenstraße beginnen. Dieser Abschnitt führt von der Arneckestraße bis zur Chemnitzer Straße. Die Arbeiten dauern bis Anfang 2029.

Der RS1 soll auf über 100 Kilometern Länge die Städte Moers, Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund, Unna, Kamen, Bergkamen und Hamm miteinander verbinden.

Wird das Freibad Hardenberg saniert?

Bild: Sportwelt Dortmund
Schwimmbecken im Freibad Hardenberg
Wegen baulicher Mängel ist das Dortmunder Traditionsbad (eröffnet 1927) seit September 2023 geschlossen.
Bild: Sportwelt Dortmund

Das Freibad Hardenberg in Deusen ist seit zwei Jahren geschlossen. Der Rat bewertet nun die nächsten Schritte und entscheidet, ob eine Sanierung startet – oder ob andere Möglichkeiten für die Nutzung des Areals geprüft werden. Eine Machbarkeitsstudie zeigt einen erheblichen Modernisierungsbedarf und benennt klare Anforderungen an ein zukunftsfähiges Bad.

Der Rat soll nun erste Schritte zur Rettung des Freibades beschließen. Die Verwaltung soll beauftragt werden, Ausschreibung der Planungsleistungen mit Kosten von ca. 400.000 Euro vorzubereiten und zu vergeben. Ziel ist die Sanierung des Freibades Hardenberg und der Bau eines zusätzlichen Parkplatzes auf einem Teil der bisherigen Liegefläche.

Goethe-Gymnasium soll mehr Platz bekommen

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Der Pausenhof des Goethe-Gymnasiums.
Bis zur Nutzung der anderen Gebäude könnte das Goethe-Gymnasium Mobile Raumeinheiten erhalten.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Die Schülerinnen und Schüler des Goethe-Gymnasiums sollen bis 2035 zusätzliche Räume am Standort Entenpoth 34 in der ehemaligen Frenzelschule nutzen können. Der Platz wird benötigt, weil das Gymnasium auf fünf Schulzüge wächst – die räumlichen Kapazitäten am Goethe-Gymnasium selbst sind aber ausgereizt. Deshalb belegt die Schule bereits vier Räume an der ehemaligen Frenzelschule.

Ab dem Schuljahr 2026/27 soll das Goethe Gymnasium, wenn der Rat zustimmt, insgesamt 14 Klassenräume und bis zu zwei Verwaltungsräume dort nutzen.

Die IGA-Gesellschaft benötigt mehr Geld

Bild: Stadt Dortmund
Kokerei Hansa - Industriekultur und Industrienatur sind hier erlebbar.
An der Kokerei Hansa wird der Zukunftsgarten Dortmund entstehen.
Bild: Stadt Dortmund

2027 kommt die Internationale Gartenausstellung (IGA) ins Ruhrgebiet. Die Veranstaltung wird jedoch teurer als geplant. Der Rat muss entscheiden, ob Dortmund der Durchführungsgesellschaft mehr Geld zur Verfügung stellt. Von den insgesamt 19,7 Mio. Euro, die die IGA 2027 mehr benötigt, müsste die Stadt Dortmund 2,97 Mio. Euro übernehmen.

Bisher hat Dortmund Gesellschafterbeiträge in Höhe von knapp 9,5 Mio. Euro für die IGA 2027 veranschlagt. Grund für den Mehrbedarf sind allgemeine Kostensteigerungen sowie erwartbar höhere Gästezahlen, die mehr Aufwendungen bei der Infrastruktur nach sich ziehen.

Dortmund könnte in die Sharing Economy einsteigen

Teilen, leihen und mieten statt kaufen: Die Wirtschaftsförderung Dortmund möchte sich an dem EU-weiten Projekt ACCESS Hubs beteiligen und dadurch einen nachhaltigen Umgang mit Konsumgütern stärken. Geplant ist eine digitale Plattform für Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen , die eine „Sharing Economy“, eine Ökonomie des Teilens, ermöglicht und fördert.

Denn ob Bohrmaschine, Zelt oder Stand-up-Paddle: Viele Dinge liegen die meiste Zeit ungenutzt herum. Gleichzeitig verzichten viele Menschen auf Aktivitäten, weil Anschaffung und Lagerung zu teuer sind. Neben Dortmund beteiligen sich Amsterdam, Den Haag, Gent, Béthune und Valenciennes an ACCESS Hubs.

Städtische Finanzen: Dreimonatige Haushaltssperre und weniger Altschulden

Der Rat wird über eine wichtige Maßnahme des Stadtkämmerers informiert: Dieser hat eine befristete Haushaltssperre bis Ende März verhängt und reagiert damit auf absehbare Finanzrisiken. In der Zeit der Sperre gelten die Regelungen der vorläufigen Haushaltsführung. Rechtlich gebotene und notwendige Aufgaben, die keinen Aufschub dulden, erledigt die Verwaltung aber weiterhin.

Parallel bekommt die Stadt finanziell etwas mehr Spielraum: Das Land NRW übernimmt aus dem „Altschuldenentlastungsgesetz“ 469 Millionen Euro aus sogenannten Liquiditätskrediten. Eine geringere Kreditschuld bedeutet für die Kommune auch einen geringeren Zinsaufwand. Der Rat erhält den Bewilligungsbescheid des Landes zur Kenntnis.

Wiederwahl eines Beigeordneten

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Portraitfoto von Christian Uhr, Beigeordneter für Personal und Organisation der Stadt Dortmund
Christian Uhr, Beigeordneter für Personal und Organisation der Stadt Dortmund
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Außerdem steht die Wiederwahl des Beigeordneten Christian Uhr als Dezernent für Personal und Organisation an.

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