Stadt Dortmund Wappen
Newsroom

Verkehr

Mehr Chancen auf Parkplätze vor der Haustür: Dortmund passt Bewohnerparken an

Neue Bewohnerparkzonen sollen dort entstehen, wo der Parkdruck besonders hoch ist. Dortmund ordnet die Reihenfolge neu, damit Anwohnende schneller von besseren Parkmöglichkeiten profitieren. Pro Jahr soll es zwei neue Zonen in der Stadt geben.

Wer in Quartieren mit hohem Parkdruck wohnt, soll das Vorrecht auf einen Parkplatz dort haben. Daher hatte der Rat der Stadt Dortmund im Dezember 2017 beschlossen, Bewohnerparkzonen für 21 Quartiere am Rand der City nach einer festgelegten Reihenfolge zu prüfen. Diese Reihenfolge soll nun anhand der Erfahrungen der letzten Jahre angepasst werden.

Parkraumnot spüren die Anwohnerinnen und Anwohner als erstes

Bild: Katharina Michels
Parkende Autos im Kreuzviertel
Die Parkplatzsituation ist im Kreuzviertel besonders angespannt.
Bild: Katharina Michels

Wer am Rande der City wohnt, ist am stärksten von einer angespannten Parkraumsituation betroffen. Bewohnerparkzonen geben Anwohnerinnen und Anwohnern in ihrem Wohnumfeld ein Vorrecht auf einen Parkplatz. Sie reduzieren Parksuchverkehr und motivieren quartiersfremde Langzeitparker zum Umstieg auf andere Verkehrsmittel oder zum Ausweichen auf Parkgaragen.

Bereits umgesetzt wurden auf der Grundlage und der Reihenfolge von 2017 die Bewohnerparkzonen „Gutenbergstraße“, „Löwenstraße“ (im Jahr 2021), „Geschwister-Scholl-Straße“ und „Mühlenstraße“, ergänzt durch den südlichen Bereich der geplanten Bewohnerparkzone „Brunnenstraße“ (2022) sowie „Hainallee“ (2023).

Reihenfolge der neuen Parkzonen sind festgelegt

Wenn der Rat die geänderte Reihenfolge und Zeitplanung am 28. Mai beschließt, sollen die Quartiere in folgender Reihenfolge bearbeitet werden:

Umsetzung voraussichtlich 2026:

  • 1. Weingartenstraße, Hörde

Die erforderlichen Arbeiten für Beschilderung und Markierung werden kurzfristig ausgeschrieben.

Umsetzung voraussichtlich 2027:

  • 2. Westerbleichstraße, Innenstadt-Nord

Das Konzept für die Bewohnerparkzone Westerbleichstraße liegt vor. Die Bezirksvertretung Innenstadt-Nord wird darüber im zweiten Quartal dieses Jahres entscheiden.

  • 3. Hafen-Ost, Innenstadt-Nord

Weil die beschlossenen städtebaulichen Planungen für das Quartier Speicherstraße den Parkdruck im Umfeld verstärken könnten, hat der Rat der Stadt Dortmund beschlossen, bereits im Vorfeld mit einer Bewohnerparkzone gegenzusteuern. Die Bearbeitung dieser Zone ist bereits angestoßen, denn bis Ende 2027 können Fördergelder in Anspruch genommen werden. Die Mittel kommen aus dem Förderprojekt ways2work, das das Mobilitätsmanagement im Hafen in den Mittelpunkt stellt.

Umsetzung voraussichtlich 2028:

  • 4. Kreuzviertel 1, Innenstadt-West

Durch die geplante Umgestaltung der Sonnenstraße für den Radschnellweg Ruhr zwischen Lindemannstraße und Hohe Straße – zudem mit mehr Aufenthaltsqualität und Grün – erhöht sich der Parkdruck im Quartier. Eine Bewohnerparkzone soll Dauerparker verdrängen und den Anwohnenden eine bessere Chance auf einen Parkplatz ermöglichen.

  • 5. Chemnitzer Straße I-IV, Innenstadt-Ost

Auch dort entfallen durch den Weiterbau des Radschnellwegs Ruhr über die Sonnenstraße Parkstände, die auch von Anwohnenden genutzt werden. Damit sich die Bewohnerinnen und Bewohner großflächiger verteilen können, ist es sinnvoll, die ursprünglichen vier kleinen Teilbereiche (Chemnitzer Str. I-IV) zu einer großen Bewohnerparkzone zusammenzufassen. Dafür muss die Zone überplant werden, auch die Beschilderung wird dann angepasst.

Umsetzung voraussichtlich 2029:

  • 6. Markgrafenstraße, Innenstadt-Ost
  • 7. Münsterstraße, Innenstadt-Nord

Der Umbau der Münsterstraße sowie die Einrichtung der Nordstraße als Fahrradstraße wirken sich auf das Parkraumangebot in diesem Quartier aus. Mit dem Vorziehen der Bewohnerparkzone folgt die Verwaltung der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord. Die BV hält es für notwendig, die städtebaulichen Veränderungen mit einer Bewohnerparkzone zu begleiten.

Umsetzung voraussichtlich 2030:

  • 8. Ritterstraße, Innenstadt-West
  • 9. Unionviertel, Innenstadt-West

Umsetzung voraussichtlich 2031:

  • 10. Kaiserstraßenviertel, Innenstadt-Ost
  • 11. Düsseldorfer Straße, Innenstadt-Ost

Umsetzung voraussichtlich 2032:

  • 12. Klinikviertel, Innenstadt-West

Das Nahmobilitätskonzept für das Klinikviertel zeigt: Damit sich Menschen zu Fuß, mit dem Rad oder anderen umweltfreundlichen Verkehrsmitteln besser fortbewegen können, braucht es weniger Parkplätze im öffentlichen Straßenraum. Deshalb werden auch die bestehenden Bewohnerparkregelungen aus dem Jahr 1987 an die heutigen Anforderungen angepasst – insbesondere für sichere Gehwege, und damit die Feuerwehr Rettungswege im Notfall frei nutzen kann. Die Zone soll außerdem im Norden bis zur Rheinischen Straße erweitert werden.

Regelmäßige Kontrollen erforderlich

In einer Bewohnerparkzone können bis 50 Prozent der Parkstände im öffentlichen Raum dauerhaft für Anwohnende reserviert werden. Die übrigen Stellplätze werden in der Regel mit Parkschein oder Parkscheibe bewirtschaftet, um auch für Besucherende Stellplätze freizuhalten.

Vor allem im Kaiserviertel und im Kreuzviertel herrscht hoher Parkdruck – und beide Gebiete sind relativ groß. Im Kreuzviertel kommt die Nähe zum BVB-Stadion und zu den Westhalenhallen dazu. Viele Besucherinnen und Besucher parken im Kreuzviertel und verschärfen so die angespannte Parkraumsituation. Die Verkehrsüberwachung muss daher dort regelmäßig kontrollieren. Dafür soll neues Personal eingestellt werden.

Zweiter Rettungsweg

Bild: Roland Gorecki
André Lüddecke, Leiter der Pressestelle Dortmund, hält die Info-Broschüre hoch, die an (falsch-)parkende Autos im Kreuzviertel geheftet werde
André Lüddecke, Leiter der Pressestelle der Feuerwehr Dortmund, hält die Info-Broschüre hoch, die an (falsch-)parkende Autos im Kreuzviertel geheftet werde.
Bild: Roland Gorecki

Der Parkdruck kann sich auch durch den Brandschutz erhöhen: Bei älteren Gebäuden ohne zweiten Rettungsweg muss dieser auch über den öffentlichen Straßenraum in Form einer anleiterbaren Stelle für Rettungsgeräte der Feuerwehr sichergestellt werden. Dafür benötigt die Feuerwehr freie Flächen im öffentlichen Straßenraum, auf denen nicht geparkt werden darf.

Zum Thema

Mehr Informationen finden Sie unter dortmund.de/bewohnerparken als auch in der PDF Untersuchungsbereiche zur Einrichtung von Bewohnerparkzonen., 4 MB, PDF

Weitere Nachrichten

Mehr Nachrichten
Neuer Kanal: Wanderbaustelle auf der Kampstraße
Di 25. August 2026
Ansicht Kampstrasse von Ost nach West.
Bild: Stadt Dortmund / Martin Baumeister
Nordbad schließt bis zum 2. September
Mo 24. August 2026
Innenstadt-Nord
Aufnahme des Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken des Nordbads in Dortmund.
Bild: Stadt Dortmund / Thimo Mallon
Jetzt anmelden: Neue Termine für Begehungen und eigenen Garten präsentieren
Mo 24. August 2026
Interessierte können das IGA-Gelände bereits vor der offiziellen Eröffnung besichtigen.
Bild: Stadt Dortmund
Lichterfest im Westfalenpark: Feuerwerk passt sich der Waldbrandsituation an
Mo 24. August 2026
Innenstadt-Ost
Artisten mit Kostümen im Westfalenpark Dortmund
Bild: Malte Reiter
Vier Tage Kirmesspaß und großes Höhenfeuerwerk
Mo 24. August 2026
Lütgendortmund
Fahrgeschäft auf der Bartholomäuskirmes
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
Minister Laumann besucht Unternehmen und Auszubildende in Dortmund
Fr 21. August 2026
Bild: Stadt Dortmund / Leopold Achilles
Das erste Foto: Löwen-Jungtiere entwickeln sich gut
Fr 21. August 2026
Hombruch
Eine Löwin liegt auf dem Boden. Sie säugt dabei vier Jungtiere.
Bild: Zoo Dortmund
BVB-Supercup am 22. August: So gelingt die Anreise
Do 20. August 2026
Innenstadt-West
BVB Fans neben einer Bahn.
Bild: Jörg Schimmel / DSW21
Die Beurhausstraße wird zur Vorfahrtsstraße
Do 20. August 2026
Innenstadt-West
Die Beurhausstraße im Klinikviertel.
Bild: Stadt Dortmund / Martin Baumeister
Fahrgeschäfte, Programm, Verkehr: Alles zur Evinger Kohlenkirmes
Mi 19. August 2026
Eving
Menschen bummeln auf der Kohlen-Kirmes. Es sind Fahrgeschäfte zu sehen wie ein Riesenrad.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
Open House Ruhr 2026: Eine Region öffnet ihre Türen
Mi 19. August 2026
Besucherinnen und Besucher unterwegs bei Open House Ruhr 2024
Bild: Ravi Sejk
Schutz für Igel: Mähroboter dürfen nachts nicht mehr mähen
Mi 19. August 2026
Igel in der Natur.
Bild: Botanischer Garten Rombergpark
Zwischen Kränen und Kreativität: Der Hafenspaziergang 2026
Di 18. August 2026
Menschen laufen an einer Promenade eines Kanals entlang.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
vhs.Dortmund: KI und Co. kostenlos
Di 18. August 2026
Auf dem Bild ist eine Frau zu sehen. Sie steht mit einem Laptop vor einem Flatscreen.
Bild: Stadt Dortmund / Luisa Kunz
Vielfalt wirkt: Praxis-Impulse für Frauen, Unternehmen und die Arbeitswelt
Di 18. August 2026
Eine weibliche Person sitzt neben einer männlichen Person und erklärt ihr etwas am Laptop.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki