Regionales Bildungsbüro
Vast vasteste - Hand in Hand
Mit dem Projekt „Vast vasteste – Hand in Hand“ werden Dortmunder Schulen dabei unterstützt, Kinder und Jugendliche aus Südosteuropa – insbesondere aus Roma-Communities – besser zu begleiten und ihre Bildungschancen zu stärken. Gleichzeitig fördert das Projekt eine diskriminierungskritische Schulentwicklung und bietet niedrigschwellige Beratung für Familien. Darüber hinaus soll „Vast vasteste – Hand in Hand“ auch zu Empowerment durch Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen aus den Roma-Communities beitragen.
Ansatz und Umsetzung
An acht Dortmunder Schulen arbeiten Roma-Bildungsmediator*innen eng mit schulischen Tandempartner*innen zusammen. Sie bauen Vertrauen zwischen Familien und Schule auf und unterstützen Kinder, Jugendliche und ihre Familien im Schulalltag. Die Angebote richten sich zwar explizit an Kinder und Jugendliche aus Roma-Communities, sind aber nicht exklusiv: Ziel ist es, alle Kinder an den beteiligten Schulen zu unterstützen und Chancengerechtigkeit zu fördern. Die Mediator*innen sind Teil der multiprofessionellen Schulteams, nehmen an schulischen Gremien teil und sind im jeweiligen Stadtteil gut vernetzt.
Aufgaben der Roma-Bildungsmediator*innen
Die Roma-Bildungsmediator*innen unterstützen unter anderem bei:
- der Kommunikation zwischen Schule und Familien (z. B. Hausbesuche, Sprachmittlung, Elternsprechtage, etc.)
- der individuellen Unterstützung von Kindern und Jugendlichen (z. B. im Unterricht, bei Konflikten oder durch kleine Schulprojekte)
- der Zusammenarbeit im Schulteam und im Stadtteil
Begleitend dazu finden Fortbildungen für die multiprofessionellen Teams der Schulen statt, zum Beispiel zur Sensibilisierung für Rassismus gegenüber Rom*nja. Gemeinsam werden schulische Strukturen, Abläufe und Haltungen reflektiert, um Benachteiligungen abzubauen. Auch die Mediator*innen selbst werden kontinuierlich weiterqualifiziert und bei der Entwicklung eigener beruflicher Perspektiven unterstützt.
Ziele des Projekts
- Schulische und sozialräumliche Förderung von zugewanderten Kindern und Jugendlichen mit Roma-Hintergrund sowie Kindern und Jugendlichen in vergleichbaren Lebenslagen
- Verbesserung der sozialen und schulischen Teilhabe der Schüler*innen und Abbau von Zugangsbarrieren im Bildungssystem
- Verbesserung der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zwischen den Erziehungsberechtigten und der Schule
- Unterstützung der Schulen in ihrer diskriminierungssensiblen Schulentwicklung
- Entwicklung von nachhaltigen Beratungs- und Unterstützungsstrukturen an den Schulen
Beteiligte Dortmunder Schulen
Diesterweg-Grundschule, Freiligrath-Grundschule, Funke-Grundschule, Nordmarkt-Grundschule, Oesterholz-Grundschule, Schragmüller-Grundschule, Kielhorn Förderschule, Anne-Frank-Gesamtschule
Weiterführende Informationen
Die
Wie Roma-Bildungsmediation konkret aussieht, zeigt ein Film, der im Rahmen des Pilotprojekts entstanden ist. Er begleitet die Roma-Bildungsmediator*innen bei ihrer Arbeit und macht sichtbar wie vielfältig deren Aufgabenfeld ist und wie Kinder, Jugendliche und ihre Familien im schulischen Alltag durch „Vast vasteste – Hand in Hand“ unterstützt werden.
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Unsere Partner*innen
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