Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie
ADLeR
Automatisiertes Detektions-, Melde-, und Leitsystem für Rettungskräfte – Rettungskette neu denken
Kurzbeschreibung
Bei Notfällen und Bränden zählt jede Sekunde, um Leben zu retten, Sachwerte zu schützen und grundsätzlich die Schwere von Schäden so gering wie möglich zu halten. Ein verzögerungsfreier Ablauf der Rettungskette (Detektion, Meldung, Alarmierung, Anfahrt, Einsatzbewältigung) ist daher essenziell. Insbesondere die Zeit, bis der Leitstelle ein Schadensereignis gemeldet wird, unterliegt einer großen Schwankungsbreite und ist seitens der BOS kaum beeinflussbar. Entsprechende Zeitverluste stellen vor allem dann eine Gefahr dar, wenn die Fähigkeit zur Selbstrettung der betroffenen Personen eingeschränkt ist. Diese kann durch kognitive und körperliche Einschränkungen im hohen Lebensalter oder aufgrund einer Behinderung, durch die Wohnsituation oder durch Folgen des Schadensereignisses selbst (Bewusstlosigkeit, kein Zugang zum Telefon, etc.) vorliegen.
Das Forschungsvorhaben „Automatisiertes Detektions-, Melde- und Leitsystem für Rettungskräfte – Rettungskette neu denken (ADLeR)“ strebt daher an, ein möglichst verzögerungsfreies Absetzen von Notrufen sicherzustellen, eine Rettung durch Ersthelfende noch während der Hilfsfrist, d.h. vor Eintreffen der Einsatzkräfte, zu ermöglichen sowie mögliche Zeitverluste bei Anfahrt und Erkundung des Einsatzortes zu reduzieren.
Dazu wurde in der ersten Projektphase (Juni 2021 bis November 2022) ein System konzipiert, welches die Vernetzung von Sensoren und Aktoren im Wohnungsumfeld, einer Ersthelferapp sowie der Leitstelle der Feuerwehr umfasst. Die ausgewählten Komponenten werden im Laufe der Umsetzungsphase durch eine spezifisch entwickelte und regelbasierte Software zur Erkennung und Meldung der Notrufe ergänzt sowie an einen Datenraum angebunden, der Zugriffe datenschutzkonform regelt. In der Umsetzungsphase wird dieses System zudem Teil des Lebensalltags der Bewohnenden eines Wohnprojekts der Lebenshilfe Dortmund. Dort soll es aus einsatztaktischer aber auch sozialwissenschaftlicher Sicht evaluiert werden, da das zentrale Projektziel ist, das Sicherheitsniveau für Menschen mit eingeschränkter Fähigkeit zur Selbstrettung zu steigern und gleichzeitig deren Selbstbestimmung im Alltag zu erhalten bzw. zu fördern. Neben den Tätigkeiten zur praktischen Umsetzung des Vorhabens, liegt ein weiterer starker Fokus auf der Verstetigung der Projektergebnisse. Hier werden u.a. Wirtschaftlichkeitskonzepte erarbeitet, die eine verteilte Kostenträgerschaft (z.B. Wohnungsgesellschaften, Versicherungen, Nutzende, öffentliche Träger) anstreben, um die Installation und Nutzung des ADLeR-Systems in der Fläche für alle Menschen zugänglich zu machen.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Projektwebsite:
Partner*innen
Partner*innen des Projekts sind die Stadt Dortmund, Feuerwehr Dortmund, Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie sowie folgende Institutionen:
-
Stadt Dortmund, Chief Information/Innovation Office (CIIO) -
DOGEWO21 -
Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Dortmund e.V. -
Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) -
FH Dortmund, Institut für die Digitalisierung von Arbeits- und Lebenswelten (IDiAL) -
TU Dortmund, Lehrstuhl für Sozialstruktur und Soziologie alternder Gesellschaften -
medgineering GmbH -
SIGNAL IDUNA Gruppe -
Frauenhofer-Institut für Software- und Systemtechnik (ISST)
Fakten
Laufzeit
1. November 2023 bis 31. Oktober 2027
Gesamtzeil des Projektes
- Installation von Komponentensets zur Detektion von Schadensereignissen im privaten Wohnumfeld sowie zur Unterstützung von Einsätzen
- Verzögerungsfreie Übermittlung umfassender und valider Informationen über ein Schadensereignis an die Leitstelle
- Integration von Ersthelfenden sowie Erweiterung dessen Handlungsmöglichkeiten als Teil der neu gedachten Rettungskette
- Reduktion der negativen Abhängigkeit von selbstbestimmtem Leben und Wohnen gegenüber dem persönlichen Sicherheitsniveau
- Validierung des Systemnutzens durch wissenschaftliche Beobachtung der alltäglichen Nutzung sowie der Durchführung von Einsatzübungen
- Herstellung eines Bewusstseins für das Potential neuer Nutzungsarten aufstrebender Technologien sowie Förderung der flächendeckenden Nutzung von Smart Home Systemen als Teil der Rettungskette
Aufgaben der Feuerwehr
- Koordination des Projektes
- Definition von Parameterkombinationen für Schadensereignisse
- Aufklärung zu Risiken und Schutzmaßnahmen im privaten Wohnumfeld
- Evaluation des Gesamtsystems oder einzelner Komponenten im Rahmen von Einsatzübungen
- Dissemination von Ergebnissen in Richtung anderer BOS und Kommunen
- Entwicklung von Verstetigungskonzepten zur wirtschaftlichen und flächendeckenden Nutzung
Fördergeber / Förderträger
- Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) /VDI-Technologiezentrum GmbH
- Förderprogramm: Forschung für die zivile Sicherheit 2018 – 2023; Wettbewerb „SifoLIFE – Demonstration innovativer, vernetzter Sicherheitslösungen“; Förderkennzeichen: 13N15616 und 13N15617; vgl;
www.sifo.de
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