Stadt Dortmund Wappen
  • Heller Ausstellungsraum einer Kunstgalerie mit mehreren Gemälden und Fotografien an weißen Wänden sowie Tischen im Vordergrund.

    Das neue Format: AusleihBar

    Die AusleihBar bietet Ihnen einen digitalen Einblick in die städtische Kunstsammlung durch eine monatlich wechselnde Auswahl an Werken.

    Zur aktuellen Auswahl

    Bild: Nicole Beier / Kulturbüro

Kunst Aus(leihe) Dortmund

Seit den 1950er Jahren hat die Stadt Dortmund eine bedeutende Sammlung von Kunstwerken und -objekten von Dortmunder Künstler*innen aufgebaut. Ziel dieser Sammlung ist es, die kreative Vielfalt und die große Schaffenskraft der Kunstszene Dortmunds zu bewahren, zu dokumentieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im September 2022 wurde die Kunst Aus(leihe) Dortmund ins Leben gerufen, die es seitdem allen kunstinteressierten Bürger*innen ermöglicht, Kunstwerke aus dem Bestand der Stadt Dortmund für eine begrenzte Zeit von drei bis maximal zwölf Monaten auszuleihen. Seit 2025 ist es außerdem Unternehmen und Gewerbetreibenden möglich, dank dem Projekt Galerie auf Zeit , eine eigens für sie kuratierte Ausstellung Dortmunder Künstler*innen in ihren Geschäftsräumen auszustellen.

Die Kunst Aus(leihe) Dortmund bietet damit Bürger*innen und Gewerbetreibenden die Möglichkeit, ihre Räume mit echter Kunst aus Dortmund zu bereichern.

Öffnungszeiten und Standort der Kunst Aus(leihe) Dortmund

Die Kunst Aus(leihe) Dortmund ist immer dienstags von 10:00 bis 19:00 Uhr in der Artothek der Stadt- und Landesbibliothek am Max-von-der-Grün-Platz 1-3, geöffnet.

Entdecken Sie die Sammlung der Stadt Dortmund

Für Zuhause unter Kunst Aus(leihe) Dortmund oder in Geschäftsräumen unter Galerie auf Zeit.

Kunst Aus(leihe) Dortmund

Für kunstinteressierte Bürger*innen und Privaträume

Kunstwerke an der Wand in einer wohnlichen Umgebung.
Bild: Salah Zhouri_pexels
Kunst Aus(leihe) Dortmund Galerie auf Zeit

Für Gewerbetreibende und Geschäftsräume

Galerie mit Ausstellungansicht
Bild: On Vixion_pexels
Kulturbüro - Über Uns

Hier kommen Sie zur Seite des Kulturbüros Dortmund

Draufsicht einer Stadt
Bild: jake nebov on unsplash
Städtischer Kunstankauf

Informationen zum städtischen Kunstankauf des Kulturbüros Dortmund

Straßenfest mit Menschen
Bild: Markus Spiske / unsplash

Kunst für die Dortmunder Stadtgesellschaft: Von der städtischen Kunstsammlung zur Kunst Aus(leihe) Dortmund

Die Entstehung des städtischen Kunstarchivs

Seit 1950 werden von der Stadt Dortmund Kunstwerke von in Dortmund ansässigen Künstler*innen angekauft und gesammelt. Für diesen Ankauf ist seit Beginn das jetzige Kulturbüro und damalige Kulturamt der Stadt Dortmund zuständig. Dafür werden finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, die für den Erwerb von Kunstwerken ortsansässiger Künstler*innen vorgesehen sind. Eine Kommission, bestehend aus Mitgliedern des Ausschusses für Kultur, Sport und Freizeit sowie Kunstexpert*innen wählt im Rahmen eines jährlich stattfindenden Kunstankaufs unter den eingereichten Werken aus.

Der Kunstankauf als Instrument der Künstler*innenförderung diente von Beginn an der Darstellung der Dortmunder Kunstwelt und ihrer Schaffenskraft. Auch wenn bei den frühen Kunstankäufen vorwiegend der Fokus auf dem sozialen Aspekt der Förderung lag, war die künstlerische Qualität der eingereichten Werke immer ein entscheidendes Kriterium. Die so allmählich anwachsende Sammlung spiegelt in ihren Anfängen vor allem die von Bergbau und Industrie geprägte Lebensrealität der Ruhrgebietsmetropole Dortmund und ihrer Bevölkerung wider. Durch den vermehrten Ankauf junger Künstler*innen seit den 1980er Jahren zeigte sich ein Wandel in den künstlerischen Schwerpunkten, wodurch abstrakte Darstellungsformen in den Bestand aufgenommen und die Kunstwerke vielfältiger in ihren Ausführungen wurden.

Unter diesen bis Ende des 20. Jahrhunderts von der Stadt Dortmund angekauften Werken waren sowohl malerische und zeichnerische Arbeiten als auch skulpturale Objekte. Als Gesamtüberblick präsentierten die gesammelten Werke schon in ihren Anfängen die Vielfalt unterschiedlicher Kunstrichtungen, in welchen sich die Dortmunder Künstler*innen ausdrückten. Die Sammlung zog mehrmals mit dem Kulturbüro um und wurde fortwährend von dortigen Mitarbeitenden betreut.

In den Anfangsjahren der städtischen Sammlung wurden ebenfalls Werke von mit Dortmund durch Leben und Werk verbundenen Künstler*innen in den Bestand aufgenommen. Der durch den jährlichen Ankauf wachsende städtische Kunstbestand wurde zu dieser Zeit auch angereichert durch Werke, die im Rahmen von Auslandkulturtagen, durch Städtepartnerschaften oder Schenkungen in den Besitz der Stadt gelangten. Heute besteht die Sammlung vorwiegend aus Werken Dortmunder Künstler*innen, die das kreative Schaffen der Ruhrgebietsstadt spiegeln. Dennoch finden sich auch einige wenige Werke auswertiger Künstler*innen im städtischen Bestand.

Im Mai 1990 wurde für die Bewahrung, Dokumentation und Instandhaltung das sogenannte Kunstarchiv der Stadt Dortmund gegründet und erstmalig mit einer eigenen Projektstelle besetzt. Nach einer Bestandsaufnahme und systematischen Neuordnung befanden sich im Jahr 1993 2.864 Kunstwerke im Besitz der Stadt Dortmund. Als Abschluss des Projekts der Umstrukturierung präsentierte das Kulturbüro der Stadt Dortmund 1995 erstmalig eine exemplarische Auswahl der angekauften Werke in Form einer Ausstellung. Dies bot Kunstinteressierten eine Einsicht in das Schaffen Dortmunder Künstler*innen. Unter dem Titel „Einblicke – 45 Jahre städtischer Kunstankauf“ wurden Werke der Sammlung im Dortmunder Rathaus gezeigt. Die Resonanz bot den Anlass dazu, dieses Format zur 55-Jahr-Feier des städtischen Kunstankaufs im Jahr 2006 in der städtischen Galerie im Torhaus Rombergpark zu wiederholen. Dabei wurde eine Auswahl der nun knapp 3.500 Werke aus dem Bestand der Öffentlichkeit präsentiert. Seitdem werden bis heute die Neuankäufe der Stadt Dortmund, die im Rahmen des jährlich stattfindenden Kunstankaufs erworben werden, im Anschluss öffentlich ausgestellt. Die lange Zeit im Torhaus Rombergpark gezeigte Werkschau zog 2022 in den zentral gelegenen SUPERRAUM in der Brückstraße um. Dort wurden erstmals die Neuankäufe des Jahres 2021 gezeigt. Seitdem findet die Präsentation der Neuerwerbungen der Stadt Dortmund jährlich im SUPERRAUM statt.

Zur Entstehung der Kunst Aus(leihe) Dortmund

Der Erwerb von Kunstwerken durch die Stadt bot seit den 1990ern – anfänglich nur als positiver Nebeneffekt betrachtet – städtischen Mitarbeitenden die Möglichkeit Kunstwerke von Dortmunder Künstler*innen für ihre Diensträume zu entleihen. Das Ausstellen Dortmunder Kunstwerke in den städtischen Behörden und Büroflächen sollte den Kunstobjekten und ihren Erschaffer*innen mehr Sichtbarkeit verleihen sowie die Verbundenheit mit der Stadt und ihrer Kultur aufzeigen. Auch diente es der Dekoration der Arbeitsumgebung.

Durch die rege Nutzung dieser Möglichkeit rückte der Aspekt des Ausleihens und Präsentierens der künstlerischen Arbeiten stärker in den Vordergrund der Sammlungs- und Archivarbeit. Obwohl das Konzept der Ausleihe einst nur städtischen Mitarbeitenden und nur für die Nutzung in Diensträumen vorbehalten war, kann dies als früher und erster Schritt zur Öffnung des Kunstarchivs angesehen werden. 2016 wurde deutlich, dass diese stadtinterne Ausleihe aufgrund der unbefristeten Zeitspanne der Leihnahme, der entsprechend langen Ausleihdauern und den wechselnden Ansprechpartner*innen Problematiken in der Sicherstellung der Verortung einiger Kunstwerke nach sich zog. Eine vollständige Inventur und Standortüberprüfung mit Hilfe einer digitalen Datenbank bildeten den Grundstein der EDV-basierten Erfassung der Bestände des Kunstarchivs. Diese wurden durch umfangreiche Nacharbeit und intensive Standorterfassungen zwischen 2019 und 2021 geprüft und von Unstimmigkeiten bereinigt, sodass 2022 nach einem Ratsbeschluss die Angliederung an das professionelle, städtische Bibliotheksystem umgesetzt werden konnte. Die Kunstwerke wurden der Datenbank der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund hinzugefügt und das System der Ausleihe dem der Artothek der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund angeglichen.

Mit Abschluss dieses Angleichungsprozesses ging im September 2022 die Öffnung der Ausleihmöglichkeit für alle Bürger*innen einher: Das Kulturbüro der Stadt Dortmund rief die Kunst Aus(leihe) Dortmund ins Leben. Nutzer*innen der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund haben seither die Möglichkeit über das Ausleihsystem der städtischen Bibliothek die seit 1950 angekauften Kunstobjekte zu entleihen. Jedes Kunstwerk wird seitdem mit einer geringen Versicherungsgebühr und mit beschränkter Leihdauer verliehen, wodurch es gegen mögliche Schäden versichert ist und dessen Ausleihe und Rückgabe detailliert nachgehalten werden kann. So können nun alle Bürger*innen die städtischen Kunstschätze in die eignen vier Wände bringen. Diese allgemeine Zurverfügungstellung von Kunstobjekten der Stadt Dortmund ermöglicht kunstinteressierten Bürger*innen den Genuss von „echter“ Kunst im eigenen Zuhause.

Mit Beginn des Jahres 2025 fand eine weitere Öffnung der Leihe statt: Das Projekt Galerie auf Zeit ermöglicht es Unternehmen und Geschäftstreibenden kuratierte Ausstellungen für einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten zu leihen und damit geschäftlich genutzte Räumlichkeiten in eine Galerie auf Zeit zu verwandeln. In Absprache mit dem Team der Kunst Aus(leihe) Dortmund werden Kunstobjekte aus dem Bestand der städtischen Sammlung ausgewählt, in den Räumlichkeiten gehangen und ausgestellt sowie nach Ablauf der Leihfrist abgeholt.

Von dem großen Bestand der Kunst Aus(leihe) Dortmund sind knapp 2.500 Kunstwerke ausleihbar. Die Leihmöglichkeiten des Kulturbüros eröffnen durch explizite Angebote für unterschiedliche Zielgruppen den vielfältigen Personenkreisen der Stadtgesellschaft den Kunstgenuss von Werken ortsansässiger Künstler*innen, machen den kulturellen und historischen Reichtum Dortmunds erfahrbar und drücken Wertschätzung für die kreative Schaffenskraft der Region aus.

AusleihBar

Hier auf der Webseite präsentiert die AusleihBar ausgewählte Werke der städtischen Kunstsammlung und macht die Vielfalt der Dortmunder Kunstszene auch digital sichtbar. Unsere monatlich wechselnde Auswahl lädt Sie ein, Kunstwerke der Kunst Aus(leihe) zu entdecken, mehr über die Künstler*innen zu erfahren und neue Inspiration zu gewinnen.
Alle hier präsentierten Werke
sind für eine begrenzte Zeit von drei bis maximal zwölf Monaten über das Katalogsystem OPAC ausleihbar.

Zum Ausleihkatalog

Karl-Ulrich Peisker

Bild: Kulturbüro / Nicole Beier
Schmale Farbverläufe in nuancenreichen Blau- Rot- und Beigetönen. Die Texturen erinnern an eine Ansicht von Meereswellen die auf einen Sandstrand treffen.
"Neuharlingersiel 1.1" von Karl-Ulrich Peisker, Fotodruck auf Leinwand, 102,5 cm x 82,5 cm, 2017, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Bild: Kulturbüro / Nicole Beier

Karl Ulrich Peisker wurde 1940 im damaligen Königsberg in Preußen – heute Kaliningrad in Russland – geboren und studierte zwischen 1964 und 1968 an der Werkkunstschule in Dortmund Grafikdesign, Fotografie und Kunsterziehung. Im Anschluss ging er rund 30 Jahre einer Lehrtätigkeit im Fach Kunsterziehung an einem Dortmunder Gymnasium nach. Seit 1998 präsentiert er seine künstlerischen Werke in Einzel- und Gruppenausstellungen. Peisker ist Ehrenmitglied des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler Westfalen e.V. und war hier sowohl als Geschäftsleitung, als auch im Vorstand aktiv.1 Von 2005 bis 2019 war er Vorstandsmitglied im Landesverband des BBK-NRW in Köln und gleichzeitig Redaktionsmitglied im "Kunstkurier". Er ist Gründungsmitglied der Künstlergruppe „Duktus 06“2 und war in der Organisation der „BIG gallery“ tätig, die 2025 in den Räumlichkeiten des RWE-Towers am Freistuhl 7 unter dem Namen „Der Ort“ neu eröffnete.3

Peisker arbeitet in seinen künstlerischen Werken meist fotografisch. Stilistisch lassen sich seine Werke in die Tradition der konstruktiven Kunst einordnen, bewegen sich aber auch im Feld der experimentellen Fotografie. Seine Arbeiten verbinden konstruktive Klarheit auch mit dem prozessualen Charakter des Arbeitens in der Dunkelkammer und dem Computer. Mittels fotochemischer Verfahren, bei denen das Bild nicht durch den Einsatz einer Kamera, sondern durch das Malen mit Entwickler- und Fixierflüssigkeit auf Fotopapier entsteht oder im Experiment mit bildlichen Überlagerungen und Scannen von Flächen, entstehen neuartige Verschleierungen und Abstraktionen der Realität. Durch die Reduktion und Abstraktion in vielen seiner Werke tritt somit die klare Linienführung und jeweilige Farbgebung der Arbeit in den Vordergrund und schafft autonome Bildräume.

Zur Ausleihe

Quellen

Julia Steinberg

Bild: Stadt Dortmund / Nicole Beier
Abstraktes Mixed-Media-Kunstwerk mit weiß strukturierten Flächen und einem kräftigen horizontalen blauen Farbakzent im oberen Bildbereich.
"Nächtliche Landschaft mit Mond", 06/20, Linolschnitt, 1997, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Bild: Stadt Dortmund / Nicole Beier

Die 1956 in Münster geborene Künstlerin Julia Steinberg studierte an der Kunstakademie Düsseldorf, Abteilung Münster, und schloss das Studium als Meisterschülerin von Prof. Norbert Tadeusz 1983 ab. Heute lebt und arbeitet sie in Dortmund und Berlin.1
Seit 1984 stellt sie ihre farbintensiven Malereien, Druckgrafiken, Zeichnungen und Objekte, die hauptsächlich in ihren Dortmunder Atelier entstehen, regelmäßig in Gruppen- und Einzelausstellungen aus.2

Steinbergs bevorzugte Bildthemen sind „Landschaften, stillebenartige Arrangements oder Architekturstücke“.3 Die oftmals sehr vertraut wirkenden Motive werden in kräftigen Farben und stark reduzierten Formen umgesetzt, wodurch sie den Betrachtenden eine neue Perspektive auf bekannt wirkende Sujets ermöglichen sollen.4
Das hier gezeigte Werk „Nächtliche Landschaft mit Mond “ ist ein Linolschnitt von 1997 und Teil der gleichnamigen Serie, die insgesamt zwanzig Drucke umfasst. Bereits hier ist die Handschrift der Künstlerin deutlich erkennbar und verweist auf ihr gegenwärtiges Schaffen. Durch innerflächige Farbverläufe erschafft sie eine der Fläche inhärente Tiefenwahrnehmung. Diese in erster Linie für die Leinwandarbeit charakteristische Vorgehensweise findet, zumindest teilweise, in den grafischen Werken der Künstlerin ein Pendant. Damit entsteht eine enge Korrespondenz zwischen Malerei und Grafik, die beide nicht nur als autonome Ausdrucksformen, sondern als komplementäre Teile des künstlerischen Erzählens Steinbergs erscheinen und verstanden werden können.

Zur Ausleihe

Quellen

1 Vgl. https://www.julia-steinberg.de/julia-steinberg/information.html (Zuletzt aufgerufen am 02.09.2026)
2 Vgl. https://www.youtube.com/watch?v=u0NOTOgOS7Y&t=286s (Zuletzt aufgerufen am 02.09.2026)
3 Vgl. https://lvm-kulturwelt.de/kuenstler/julia-steinberg/ (Zuletzt aufgerufen am 02.09.2026)
4 Vgl. https://www.arsmundi.de/kuenstler/steinberg-julia/ (Zuletzt aufgerufen am 02.09.2026)

Birgit Brinkmann-Grempel

Abstraktes Mixed-Media-Kunstwerk mit weiß strukturierten Flächen und einem kräftigen horizontalen blauen Farbakzent im oberen Bildbereich.
"Werkzeugklues Sequenz Blau" von Brigitte Bailer, Mischtechnik, 41 x 41 cm, 2007

Birgit Brinkmann-Grempel (*1966) absolvierte 1986 eine Berufsausbildung zur Fotografin und ist seit 1990 als freiberufliche Fotografin tätig.1 Dabei arbeitete sie viele Jahre mit ihrem Vater zusammen, mit dem sie die Leidenschaft der Industriefotografie teilte.2 Von 1997 bis 2001 studierte sie an der „Freien Akademie der bildenden Künste“ in Essen und war anschließend Meisterschülerin bei Stephan Schneider.3 Zuletzt waren aktuelle Arbeiten der Künstlerin etwa im Rahmen ihrer Einzelausstellung „Umarmung der Natur“ in der Städtischen Galerie Torhaus Rombergpark zu sehen.4

Die Werke Brinkmann-Grempels bilden ein feines Gleichgewicht zwischen Realismus und Abstraktion, deren Ausgangspunkt oft fotografische Eindrücke oder Naturstrukturen sind.5 Daraus entwickelt sie grafisch anmutende Abstraktionen, durch die sie Kompositionen schafft, in denen die Struktur selbst, Linienführung und Farbflächen eine gleichberechtigte Rolle spielen.6 Material und Technik sind dabei zentrale Akteure für die Werkwirkung ihres motivischen Arbeitens: Sie arbeitet häufig mit Acryl- oder Plexiglas, Holz oder Stoff als Bildträger. Siebdruck eigener Fotografien gehört ebenso zu ihrem Repertoire wie traditionelle malerische und grafische Verfahren.7 Die hintereinander gestaffelten, meist transparenten Bildträger erzeugen im Zusammenspiel von Lichteinfall und Schatten eine besondere Tiefenräumlichkeit, die viele ihrer Arbeiten prägt.Thematisch suchen ihre Werke Ruhezonen und eröffnen emotionale Räume. Klassische Landschaft und Natur sind ebenso Inspirationsquelle8 wie die industrielle Landschaft.9 Sie werden aber nicht direkt abgebildet, sondern als Stimmungen und Zwischenräume inszeniert, in denen Realität, fotografische oder realistische Elemente, und Illusion, abstrakte Farbflächen, transparente Ebenen, ineinandergreifen.10 Der Blick der Betrachtenden wird somit auf das Sehen selbst gerichtet: auf Perspektive, Licht, Schatten, Schichtung und auf die Zerbrechlichkeit durch die Materialität.11

Zur Ausleihe

Quellen

1 Vgl. https://www.brinkmann-grempel.de/ueber-mich/ (Zuletzt aufgerufen am 03.09.2026)
2 Vgl. https://www.nordstadtblogger.de/im-rahmen-von-depot-stellt-vor-praesentiert-birgit-brinkmann-grempel-ihre-werke-im-depot-dortmund/3 (Zuletzt aufgerufen am 03.09.2026)
3 Vgl. https://www.brinkmann-grempel.de/vita/ (Zuletzt aufgerufen am 03.09.2026)
4 Vgl. https://www.dortmund.de/newsroom/presse-mitteilungen/begehbare-installation-laedt-ins-torhaus-romberpark.html
5 Vgl. https://www.atelier21-dortmund.de/sites/default/files/anhaenge2017/ona_Katalog-2017-Web.pdf (Zuletzt aufgerufen am 03.09.2026)
6 Vgl. Ebd.
7 Vgl. https://www.kulturladenhoerde.de/phoenix-transformation-im-friedrich-7/ (Zuletzt aufgerufen am 03.09.2026)
8 Vgl. https://kunst-in-dortmund.de/kuenstler-a-e/ (Zuletzt aufgerufen am 03.09.2026)
9 Vgl. https://kunstimkreuzviertel.com/2023/programm/spotlight-deja-vu-malerei-grafik-objekt/ (Zuletzt aufgerufen am 03.09.2026)
10 Vgl. https://www.wirindortmund.de/hoerde/die-ausstellung-phoenix-transformation-im-endspurt-196922 (Zuletzt aufgerufen am 03.09.2026)
11 Vgl. https://stayhome-buyart.de/artists/birgit-brinkmann-grempel (Zuletzt aufgerufen am 03.09.2026)
12 Vgl. https://stlb-blog.dortmund.de/index.php/2018/08/21/spielraeume-entdecken/ (Zuletzt aufgerufen am 03.09.2026)

Bilderstrecke: Eröffnung der Kunst Aus(leihe) Dortmund am 20.09.2022

Fotografie des Treffens einer Kunst Ausleihe in Dortmund.
Impressionen von der Eröffnung der Kunst Aus(leihe) Dortmund
Bild: Dennis Treu/Senffabrik Filmproduktion
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Grußworte von Hendrikje Spengler (Leiterin des Kulturbüros)
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Grußworte von Hendrikje Spengler (Leiterin des Kulturbüros) und Jan Wittkamp (Dortmund Kreativ)
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Grußworte der Bürgermeisterin Barbara Brunsing
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