Hochwasserschutz
5-Jahres-Gedenken an die Flutkatastrophe: Hochwasserschutz in Dortmund
Landtag und Landesregierung Nordrhein-Westfalen haben der Opfer der Hochwasserkatastrophe von 2021 gedacht. Fünf Jahre nach einer der schlimmsten Naturkatastrophen des Landes kamen im Plenarsaal Angehörige, Helferinnen und Helfer, Vertreterinnen und Vertreter der betroffenen Regionen mit Abgeordneten des Landtags und Mitgliedern der Landesregierung zusammen. Für die Stadt Dortmund nahm Oberbürgermeister Alexander Kalouti an der Gedenkveranstaltung teil.
Am 14. und 15. Juli 2021 war es infolge von Starkregen zu Überflutungen in vielen Teilen des Landes gekommen. 49 Menschen verloren ihr Leben. Unzählige Menschen in Nordrhein-Westfalen verloren ihre Häuser und Wohnungen. Ganze Innenstädte und Infrastruktur in vielen Teilen des Landes wurde zerstört. Tausende Einsatzkräfte von Hilfsorganisationen, Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr und Technischem Hilfswerk sowie zahllose ehrenamtliche und private Helferinnen und Helfer standen den Betroffenen zur Seite. Bund und Land brachten innerhalb weniger Wochen den Wiederaufbaufonds auf den Weg und stellten für Nordrhein-Westfalen Hilfen in Höhe von insgesamt 12,3 Milliarden Euro bereit.
Das Land trauert
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, André Kuper, Präsident des Landtags, und Ministerpräsident Hendrik Wüst sprachen Worte des Gedenkens. Claudia Müller-Bück, Pfarrerin und Superintendentin, hielt eine Ansprache. Die rund 200 Gäste im Plenarsaal erhoben sich zu einer Schweigeminute im stillen Gedenken an die Opfer. Als sichtbares Zeichen der Trauer und des Gedenkens wehten zeitgleich im ganzen Land die Fahnen auf Halbmast, auch vor dem Dortmunder Rathaus.
„Wir ziehen die Lehren aus dieser Katastrophe"
Ministerpräsident Hendrik Wüst sagte: „Die Hochwasserkatastrophe vor fünf Jahren war die größte und verheerendste Naturkatastrophe in der Geschichte Nordrhein-Westfalens. Sie hat 49 Menschen in unserem Land das Leben gekostet und tiefe Wunden hinterlassen, die bis heute nachwirken.Wir ziehen die Lehren aus dieser Katastrophe und investieren entschlossen in Vorsorge und Hochwasserschutz, damit Nordrhein-Westfalen künftig noch besser auf die Folgen von Extremwetter vorbereitet ist.“
Dortmunder Förderfonds zum Hochwasserschutz
Im Zuge des Klimawandels werden Hochwasser- und Starkregenereignisse auch in Dortmund immer häufiger und regelmäßiger vorkommen. Damit sich Dortmunder Eigentümerinnen und Eigentümer noch besser schützen und mit geeigneten Maßnahmen vorsorgen können, hat die Stadt Dortmund einen Förderfonds zur Verbesserung des Schutzes vor Hochwasser und Überflutungen bei privaten Immobilien beschlossen. Die gesamte Fördersumme beträgt 2026 250.000 Euro. Gefördert werden Investitionen und Umsetzungskosten – das heißt sowohl Material- und Lieferkosten als auch der Bau bzw. Einbau durch Fachfirmen.
Mehr zum Thema Hochwasser in Dortmund
Schlagwörter
Weitere Nachrichten