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Mayors Summit Against Antisemitism

Europäisches Gipfeltreffen eint im Kampf gegen Antisemitismus

Kampf gegen Antisemitismus – das ist das gemeinsame Ziel von Oberbürgermeistern und Stadtoberhäuptern aus ganz Europa, die vom 29. November bis 1. Dezember in Dortmund zusammenkamen.

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Bürgermeister*innen stehen gemeinsam gegen Antisemitismus und gegen das Vergessen

Der "Mayors Summit Against Antisemitism" ist ein Gipfeltreffen mit rund 260 Gästen aus 20 Ländern. Stadtoberhäupter aus ganz Europa sind für das Gipfeltreffen nach Dortmund gekommen – unter anderem (Ober-)Bürgermeister*innen, Vorsitzende jüdischer Organisationen, Vertreter*innen der Bundesregierung und Antisemitismusbeauftragte.

Als Vertreter der Bundesregierung nahm der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, Felix Klein, teil. Zu den vielen europäischen Stadtoberhäuptern gehörten die stellvertretende Bürgermeisterin von Paris, Marie-Christine Lemardeley und der stellvertretende Bürgermeister von Göteborg, Daniel Bernmar.

Im Austausch mit Vertreter*innen anderer europäischer Städte wie Amsterdam, London, Paris, Odessa, Tallinn und Malmö wurden Strategien, Herausforderungen und konkrete Maßnahmen gegen Antisemitismus besprochen. Das Ziel: vom Erfahrungsschatz und dem intensiven Austausch profitieren.

Gipfeltreffen in Zeiten antisemitischer Vorfälle

Antisemitische Vorfälle haben seit dem Terror der Hamas am 7. Oktober signifikant zugenommen, in Deutschland und ganz Europa. Die weltpolitische Lage verleiht dem Gipfeltreffen in Dortmund umso mehr Relevanz. "Wir sind verantwortlich für das Leben in unseren Städten. Das gemeinsame, friedliche Leben", sagt Oberbürgermeister Thomas Westphal, der die Kommunen als "Verantwortungsgemeinschaften" beschreibt. Dortmund wird während des Summits zum Forum für Best-Practice-Beispiele aus ganz Europa für die Prävention und dem Kampf gegen Antisemitismus und für ein friedliches Miteinander.

Bild: Leopold Achilles
Paul Hirschs Nachfahren sagen Danke
Bei der feierlichen Enthüllung des Murals sprach die Familie Hirsch ihren Dank aus.
Bild: Leopold Achilles

Jüdische Stadtgeschichte Dortmunds wird am Rathaus sichtbar

Der "Mayors Summit Against Antisemitism" bot den Delegierten aus aller Welt ein umfangreiches Programm im Stadtgebiet und setzte auch optisch ein deutliches Zeichen: Direkt auf dem Rathaus am Friedensplatz enthüllte Oberbürgermeister Thomas Westphal am Donnerstag ein großes Transparent gegen das Vergessen. Es zeigt das Porträt von Paul Hirsch und damit eine für viele Dortmunder*innen unbekannte Facette jüdischer Stadtgeschichte.

Paul Hirsch wirkte von 1925 bis 1931 als Bürgermeister in Dortmund. Der bis heute einzige jüdische Bürgermeister Dortmunds prägt das Gesicht der Stadt bis heute: Er sorgte durch Kommunalreformen dafür, dass die Stadt um 22 Gemeinden wuchs. Damit ist er für die heutige Größe Dortmunds verantwortlich. "Durch die Erweiterungen machte er Dortmund flächenmäßig zur damals zweitgrößten Stadt des Landes", so Oberbürgermeister Westphal.

Zur Enthüllung waren viele Nachfahren Paul Hirschs aus aller Welt angereist – Enkel, Urenkel und Ururenkel nahmen weite Wege auf sich.

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Leonid Chagra, der Geschäftsführer der jüdischen Kultusgemeinde Dortmund, erklärt, was dieses Gipfeltreffen für Dortmund bedeutet.

Dortmund folgt auf das Gipfeltreffen Athen

Der Mayors Summit Against Antisemitism ist die mittlerweile dritte Veranstaltung ihrer Art. Die Premiere fand 2021 in Frankfurt am Main statt, 2022 wurde die Veranstaltung in Athen ausgerichtet. Veranstaltungsorte in Dortmund waren unter anderem die Kokerei Hansa, die Jüdische Kultusgemeinde Dortmund, der Signal-Iduna-Park, Phoenix des Lumières oder die Sparkassenakademie. Partner der Veranstaltung sind " Combat Antisemitism Movement (CAM)" und das " Center for Jewish Impact (CJI)".

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Rechtsextremismus

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