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Ratssitzung

Rat bringt zusätzliche Schulplätze auf den Weg

Der Rat der Stadt Dortmund hat am 1. Oktober wichtige Entscheidungen für mehr Schulraum, sichere Schulwege und die digitale Zukunft der Verwaltung getroffen. Auch KITZ.do, Sportanlagen und die Sicherheit in den Stadtbezirken standen auf der Tagesordnung.

Ein Schwerpunkt der Ratssitzung war der Ausbau der weiterführenden Schulen. Der Rat beschloss die nächsten Schritte des Sofortpakets „Weiterführende Schulen“. Damit schafft Dortmund zusätzliche Schulplätze in Brackel, Eving und Hacheney. In Brackel entsteht ein neues Gymnasium sowie eine Sporthalle. In Eving ist eine neue Gesamtschule vorgesehen, in Hacheney wird die Gesamtschule erweitert und verlagert. Nachverfolgen lässt sich die Sitzung auf dortmund.de/live.

Starkes Sofortpaket für die Zukunft der Schulen

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Schulbau in Hacheney
In dem ehemaligen Schulgebäude war von 2011 bis 2016 eine Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) für Geflüchtete untergebracht.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Für das Sofortpaket sind bei den jetzt beschlossenen Maßnahmen Investitionen von rund 285 Millionen Euro vorgesehen. Einschließlich bereits beschlossener und eingeleiteter Vorhaben umfasst das Paket inzwischen rund 415 Millionen Euro.

Für das Schuljahr 2027/28 sollen zunächst Übergangsstandorte in Wambel und Derne zusätzliche Plätze schaffen. Auch die schulrechtlichen Voraussetzungen sind nun geschaffen: Der Rat beschloss einstimmig die Erweiterung und Verlagerung der Gesamtschule im Süden sowie die Errichtung eines städtischen Gymnasiums in Brackel. Die neue Gesamtschule in Eving wurde ebenfalls beschlossen, mit einigen Gegenstimmen.

Sofortpaket "Weiterführende Schulen"

Tempo 30 für mehr Sicherheit auf dem Schulweg

Auf der Evinger Straße gilt künftig im Bereich der Stadtbahnhaltestelle Externberg montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr Tempo 30. Der Rat beschloss die Geschwindigkeitsreduzierung mit einer Gegenstimme. Hintergrund sind die Schulwege von Kindern der Elisabeth-Grundschule und der Hauptschule am Externberg.

Mehr Grün auf Schulhöfen

Mehr Aufenthaltsqualität sollen künftig klimaresiliente Schulhöfe bieten. Der Rat beschloss einstimmig die Neugestaltung des Schulhofs am Max-Planck-Gymnasium. Auch die Finanzierung der Außenanlagen der Geschwister-Scholl-Gesamtschule wurde einstimmig beschlossen. Geplant sind unter anderem mehr Grün, Schatten, Spiel- und Bewegungsflächen sowie entsiegelte Bereiche. Insgesamt waren für drei Schulhöfe rund 3,1 Millionen Euro vorgesehen.

Stadt gestaltet drei Schulhöfe neu

Konzept für mehr Sicherheit im Quartier

Darüber hinaus beschloss der Rat das Konzept „Sicheres Leben für Alle in Dortmund – Sicherheit im Quartier stärken“. Bezirksvertretungen sollen Orte benennen, an denen sich Menschen insbesondere bei Dunkelheit unsicher fühlen. Diese Hinweise werden mit weiteren Daten und Erkenntnissen zur Sicherheit in den Stadtbezirken zusammengeführt.

KITZ.do bekommt Perspektive

Bild: Markus Mielek
Vier Schüler*innen in Laborkleidung wiegen eine Chemikalie ab.
Seit mehr als 15 Jahren entdecken im Kinder- und Jugendtechnologiezentrum Dortmund (KITZ.do) jährlich rund 13.000 junge Menschen Naturwissenschaften und Technik durch eigenes Ausprobieren. Damit das außerschulische Lernlabor erfolgreich weiterarbeiten kann, soll die Stadtverwaltung ein Konzept für die langfristige Sicherung erarbeiten.
Bild: Markus Mielek

Das Kinder- und Jugendtechnologiezentrum KITZ.do soll langfristig gesichert und weiterentwickelt werden. Der Rat beschloss die entsprechende Vorlage einstimmig. Die Stadtverwaltung soll ein Konzept für die Zukunft des außerschulischen Lernlabors entwickeln. Denn Ende 2027 muss KITZ.do seine bisherigen Räume im B1-Gebäude am Rheinlanddamm verlassen. Jährlich nutzen rund 13.000 Kinder, Jugendliche und pädagogische Fachkräfte die Angebote.

Sportanlage Schützenstraße wird modernisiert

Für die Sportanlage Schützenstraße stellte der Rat einstimmig zusätzliche Mittel für die Sanierung bereit. Aus dem bisherigen Tennenspielfeld entsteht ein Kunstrasenplatz, außerdem werden Flutlicht, Wege und Entwässerung erneuert. Die zusätzlichen Kosten von 865.000 Euro werden im Umfang von 742.500 Euro durch den Bund gefördert. Die Fertigstellung ist für Juli 2027 vorgesehen.

Stadt stärkt digitale Souveränität

Einstimmig verabschiedete der Rat außerdem die Strategie zur Stärkung der digitalen Souveränität der Stadtverwaltung. Künftig sollen bei technischen Entscheidungen und Beschaffungen stärker offene Standards, Schnittstellen und Open-Source-Lösungen berücksichtigt werden. Die Strategie setzt auf die vier Bereiche Technologie, Sicherheit, Wissen und Kooperation.

Verkaufsoffene Sonntage

Eine Entscheidung über die Anpassung der Wochenmarktgebühren für 2027 fiel nicht: Die entsprechende Vorlage wurde von der Tagesordnung abgesetzt. Beschlossen wurden dagegen zwei weitere verkaufsoffene Sonntage: am 4. Oktober 2026 in Teilen von Hörde und am 8. November 2026 in Teilen von Lütgendortmund und der Innenstadt-West. Die Vorlage erhielt einige Gegenstimmen.

Schlagwörter

Digitalisierung Sicherheit IT Soziales Sicherheit & Ordnung Sport Einkaufen

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