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Carsharing

Flexibel mobil ohne eigenes Auto

Carsharing wird im Dortmunder Stadtbild immer sichtbarer, auch in der City. Seit Juni sind nach einer Ausschreibung der Stadt zahlreiche neue Standorte hinzugekommen. Cambio hat sein Angebot zum Sommer auf 19 Stationen im Stadtgebiet ausgebaut, unter anderem am Hohen Wall, am Freistuhl und an der Hohen Straße. Zugleich wächst die Flotte auf insgesamt 27 Fahrzeuge. Für Nutzerinnen und Nutzer bedeutet das vor allem kürzere Wege und eine bessere Verfügbarkeit im Alltag.

Weitere stationsbasierte Angebote gibt es in Dortmund bereits vom Anbieter Willmobil, unter anderem im Kreuzviertel, Klinikviertel, Saarlandstraßenviertel und in der Innenstadt-Ost. Diese Fahrzeuge stehen auf privaten Stellflächen. Beim weiteren Anbieter Flinkster ist das Angebot vor allem auf die Anbindung an den Zugverkehr ausgerichtet – die Fahrzeuge stehen in direkter Bahnhofsnähe.

Attraktiv für gelegentlich Fahrende

Bild: Stadt Dortmund / Stefan Grey
Eine Frau steht am Kofferraum eines geparkten weißen Autos, der Parkplaz ist mit dem Verkehrsschild „Carsharing“ gekennzeichnet.
Wer in der City ein Auto benötigt, kann zum Beispiel die Carsharing-Station an der Lange Straße nutzen.
Bild: Stadt Dortmund / Stefan Grey

„Die Stadt verfolgt mit dem Ausbau von Carsharing das Ziel, Alternativen zum eigenen Auto attraktiver zu machen“, sagt Vladimir Feldmann, Projektleiter Carsharing im Stadtplanungs- und Bauordnungsamt . Schließlich verbringen private Fahrzeuge gerade in innerstädtischen Bereichen viel mehr Zeit geparkt als tatsächlich in Bewegung. „Carsharing soll insbesondere für diejenigen interessant sein, die nicht ständig ein eigenes Fahrzeug benötigen, die nur gelegentlich Fahrten mit dem Auto unternehmen müssen oder wollen.“ Je mehr Standorte und Fahrzeuge es gibt, umso alltagstauglicher wird das Modell für diese Zielgruppen.

Auf dem Weg zum jüngsten Ausbau gab es keine Konkurrenz, denn auf die erste städtische Ausschreibung für stadtweite neue Carsharing-Stationen hatte sich nur ein Anbieter beworben. Bedingung war ein Konzept jeweils mit innerstädtischen Standorten und mindestens einer Station in einem äußeren Stadtbezirk. Die Stadt übernimmt dabei vor allem die Aufgabe, geeignete Standorte zu sichern und die Voraussetzungen für neue Carsharing-Stationen zu schaffen. Sie wird die Ausschreibung wiederholen, um das Angebot Zug um Zug weiter auszubauen.

Free-Floating-Modell ohne feste Stellplätze geplant

Künftig könnte neben dem stationsbasierten Angebot auch noch ein flexibleres Modell stehen: Die Stadt führt derzeit Gespräche mit dem Free-Floating-Anbieter Miles. Das „Free Floating“-Modell bedeutet, dass es keine festen Stationen gibt. Kundinnen und Kunden finden einen freien Wagen auf der Karte einer App, buchen und nutzen ihn. Nach ihrer Fahrt müssen sie nicht zum Ausgangspunkt zurückkehren. Stattdessen stellen sie das Fahrzeug irgendwo innerhalb des festgelegten Geschäftsgebiets frei wieder ab.

Grundlage der seit einigen Wochen laufenden Verhandlungen mit dem Anbieter Miles ist ein Beschluss, den der Stadtrat im März gefasst hat. Derzeit wird an einem Vertragsentwurf gearbeitet, der zentrale Punkte regeln soll – darunter das Geschäftsgebiet, in dem die Fahrzeuge verfügbar wären, sowie die Rahmenbedingungen für den Betrieb. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Nutzung öffentlicher Parkplätze. Der Anbieter soll dafür von Parkgebühren und zeitlichen Begrenzungen befreit werden, so dass Nutzerinnen und Nutzer zum Beispiel im Bereich von Parkscheinautomaten kostenlos parken könnten. Im Gegenzug soll die Stadt eine jährliche Gebühr pro Fahrzeug erhalten. Wann das Free-Floating-Modell in Dortmund startet, steht noch nicht fest.

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