Sicherheit & Ordnung
Polizeipräsident Lange: „Dortmund ist eine sichere Großstadt“
Seit zwei Jahren arbeitet der gemeinsame Sonderstab „Ordnung und Stadtleben“ von Stadt Dortmund und Polizei daran, Dortmunds Innenstadt attraktiver, sauberer und sicherer zu gestalten. Ziel ist eine City, in der sich alle Bürger*innen wohlfühlen können. Diese Strategie sieht sowohl Hilfs- und Präventionsangebote als auch ordnungspolitische Maßnahmen im ausgewogenen Verhältnis vor.
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In einer gemeinsamen Pressekonferenz stellten OB Thomas Westphal, Ordnungsdezernent Norbert Dahmen und Vertreter der Stadtverwaltung jüngste und künftige Maßnahmen im Hilfesystem vor. Zugleich wurde eine härtere Sanktionierung in Fällen öffentlicher Belästigungen angekündigt. Polizeipräsident Lange präsentierte Einsatzzahlen und Ergebnisse der Polizeistatistik als Beleg für einen konstanten Kontrolldruck in der City. Fazit des Polizeipräsidenten: „Dortmund ist eine sichere Großstadt.“
Bereits seit Juli 2023 setzt das Polizeipräsidium Dortmund die durch das Ministerium des Inneren NRW zugewiesenen zusätzlichen Einsatzkräfte mit Schwerpunkt in der Innenstadt und in der Nordstadt ein.
Polizei: Brennpunkte sind nicht mehr vorhanden
Laut Polizei haben die fortlaufenden Einsätze dazu beigetragen, den öffentlich sichtbaren Drogenkonsum von der Straße zu verdrängen und in die von der Stadt angebotenen Einrichtungen und Hilfestellen zu verlagern. Das Zusammenspiel aus Hilfsangebot und polizeilicher Präsenz scheint zu funktionieren. Nennenswerte Brennpunkte sind aus polizeilicher Sicht im Stadtgebiet nicht mehr vorhanden.
Drogendelikte rückläufig
Der permanente und fortgesetzte Kontrolldruck habe dazu geführt, dass die festgestellten Drogendelikte rückläufig sind. Während im Vorjahr im Wachbereich Mitte noch 605 Rauschgiftdelikte festgestellt wurden, sind es 2025 von Januar bis Juli nur noch 444. Ein Rückgang um 26,6 % (Quelle: PKS).
Strafverfolgung und Beschlagnahmung
Seit Beginn der Maßnahmen wurden 2.124 Strafverfahren und 2.145 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. In 1.613 Fällen wurden Messer, Schusswaffen, Betäubungsmittel oder Bargeld sichergestellt bzw. beschlagnahmt. Das Geld summiert sich mittlerweile auf 170.958,- Euro (Januar bis Juli 2025: 599 Strafanzeigen, 550 Ordnungswidrigkeitenanzeigen, 535 Sicherstellungen, 71.433,05 Euro sichergestellt).

Gregor Lange bilanziert die Arbeit des Sonderstabes aus polizeilicher Sicht so: „Der konstante Einsatz von zusätzlichen Kräften, die Anwendung unserer Maßnahmenkonzepte, das Zusammenspiel mit unseren Kooperationspartnern – all das führt lang- und mittelfristig auch zu spürbar mehr Sicherheit. Objektiv in der Entwicklung der Fallzahlen, dann aber auch subjektiv im Empfinden der Dortmunder Bürger und Besucher unserer Innenstadt. So stellen wir in der Innenstadt beim Raub, Laden- und Taschendiebstahl, Diebstahl aus Kfz und Sachbeschädigungen und damit bei der Straßenkriminalität insgesamt einen signifikanten Rückgang fest.“
Insbesondere lobt Lange die Ordnungspartnerschaft mit der Stadt Dortmund: „Für den Erfolg unserer Schwerpunkteinsätze und Maßnahmenkonzepte ist die enge Zusammenarbeit mit der Stadt im Sonderstab mit einer umfassenden Strategie ein wichtiger Erfolgsfaktor. Wir sind auf einem guten Weg.“
- 12,9% Raubdelikte
- 28,3% Ladendiebstahl
- 2,2% Diebstahl aus Kfz
- 13,7% Taschendiebstahl
- 26.5% Sachbeschädigungen
- 17,4% Straßenkriminalität insgesamt
- 10,6% Gewaltkriminalität insgesamt
- 13,2% Gesamtkriminalität
*Zahlen von Januar bis Juli 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2024 für den Wachbereich Mitte.
„Erfolgsrezept muss fortgesetzt werden"
Im Hinblick auf Zielsetzungen und Zukunft der Zusammenarbeit mit der Stadt Dortmund resümiert der Polizeipräsident: „Unser Plan, mit Kontrolldruck und intensiven Ermittlungen – in Kooperation mit unseren Netzwerkpartnern – die Situation in der Innenstadt nachhaltig zu verbessern, trägt nunmehr Früchte. Wir wollen, dass die Kaufleute und Gastronomen in unserer City gute Geschäfte machen können und dass die Menschen und Besucherinnen und Besucher sich in Dortmund wohl fühlen. Dieses vernetzte Vorgehen im Verbund mit den Akteuren der Stadt Dortmund ist ein absolutes Erfolgsrezept. Das muss fortgesetzt werden.“
Sonderstab "Sicherheit und Stadtleben" - Die Maßnahmen der Stadt Dortmund
Stand Juli 2025 wurden in 622 Schwerpunkteinsätzen im Bereich der Innenstadt und der Nordstadt 47.646 Personalstunden eingesetzt (12.873 Personalstunden Januar bis Juli 2025). Der stetige Kontrolldruck spiegelt sich nicht nur in den Zahlen wider: 709 freiheitsentziehende Maßnahmen, davon 160 Ingewahrsamnahmen, 269 vorläufige Festnahmen, 280 vollstreckte Haftbefehle und 7.958 Platzverweisungen haben dazu beigetragen, Straftaten im öffentlichen Raum zu verhindern (Januar bis Juli 2025: 150 Freiheitsentziehungen, davon 35 Ingewahrsamnahmen, 46 vorläufige Festnahmen, 69 vollstreckte Haftbefehle, 2.053 Platzverweisungen). 16 Bereichsbetretungsverbote, die ausgesprochen werden, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigten, dass eine Person in einem bestimmten örtlichen Bereich eine Straftat begehen will, wurden bereits ausgesprochen. Die Verhängung weiterer Verbote, wird fortlaufend geprüft.
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