Stadt Dortmund Wappen
  1. Startseite
  2. Rathaus & Verwaltung
  3. Verwaltung
  4. Personal- und Organisationsamt
  5. Personal- und Organisationsbericht
Personal- und Organisationsamt zur Fachbereichsstartseite

Personal- und Organisationsbericht 2026

Der Personal- und Organisationsbericht 2026 wird am 25. Juni 2026 im Ausschuss für Personal, Organisation und Digitalisierung vorgestellt. Er beinhaltet die wesentlichen Themen und Projekte des Personal- und Organisationsamtes sowie Kennzahlen und Statistiken des gesamtstädtischen Personalcontrollings.

Personal- und Organisationsbericht 2026, 2 MB, PDF

Transformation der Verwaltung

Projekte und Themen im Personal- und Organisationsamt

Die im Personal- und Organisationsbericht 2026 (Seiten 08 und 09) im Kanban-Board dargestellten Projekte und Themen sind in der Übersicht mit ergänzenden Informationen und Sachständen hinterlegt.

In Planung

Verwaltungsmodernisierung

Verwaltungsmodernisierung und Digitalisierung soll den (Arbeits-)Alltag spürbar verbessern, Orientierung geben und Raum für gute Arbeit schaffen – für die Mitarbeitenden ebenso wie für die Menschen, die Leistungen unserer Verwaltung in Anspruch nehmen. Um die Modernisierung unserer Verwaltung strukturiert und koordiniert zu unterstützen, wurde im Dezernat 8 für Personal, Digitales und Verwaltungsmodernisierung unter der Leitung von Herrn Stadtdirektor Christian Uhr die Stabsstelle für Verwaltungsmodernisierung etabliert. In enger Zusammenarbeit mit dem Dortmunder Systemhaus und dem Personal- und Organisationsamt werden derzeit Zielvorstellungen und Strukturen erarbeitet, um den Ansprüchen an eine moderne und digitale Verwaltung gerecht zu werden.

In Bearbeitung

Digitales Bauhaus 2.0

Mit dem Projekt „Digitales Bauhaus“ hat das Dortmunder Systemhaus seine Neuaufstellung zum zentralen Berater bei der Digitalisierung der Stadtverwaltung Dortmund auf den Weg gebracht. Neue Rahmenbedingungen wie die vom Rat der Stadt Dortmund verabschiedete Sourcing- und Cloud-Strategie und einer beabsichtigten Zentralisierung des IT-Betriebs sind mit geänderten Anforderungen an die internen Strukturen des Dortmunder Systemhauses verbunden. Die Weiterentwicklung zum „Digitalen Bauhaus“ muss daher konsequent fortgesetzt werden.

Gemeinsam mit adesso wurde dazu nun ein Folgeprojekt gestartet. Die wesentlichen Ziele sind:

  • Festschreibung der Ausrichtung für das Dortmunder Systemhaus und dessen IT-Betrieb durch Entwicklung einer IT-Strategie und Aufbau eines IT-Architektur-Managements
  • Erstellung und Umsetzung eines Qualitätssicherungskonzeptes zur Sicherstellung erfolgreicher Digitalisierungsprojekte
  • Konzeption und Einführung eines Innovations-Managements, um den sinnvollen Einsatz neuer Technologien für Verwaltungsdienstleistungen zu fördern
  • Erforderliche organisatorische und operative Veränderungen im Rahmen der Cloud-Transformation im Dortmunder Systemhaus vorantreiben, um das „Digitale Bauhaus“ weiterentwickeln und wichtige technologische Zukunftsbereiche unterstützen zu können.
  • Die Digitalisierung in den städtischen Fachbereichen weiter vorantreiben.

Die Ziele werden innerhalb des Dortmunder Systemhauses in fünf Teilprojekten verfolgt. Darüber hinaus werden gemeinsam mit adesso konkrete Digitalisierungsprojekte in den Fachbereichen durchgeführt.

Digitale Bürgerservices

Ziel in Dortmund ist eine Ende-zu-Ende-Digitalisierung aller relevanten Bürgerprozesse. Das bedeutet, dass alle Prozesse vom Antragseingang bis zur Bescheiderteilung und einem etwaigen Widerspruch vollständig digital abgewickelt und bezahlt werden können.

Dazu bedarf es neben einem Antragsweg durch ein Onlineformular auch der Anmeldung am Serviceportal der Stadt Dortmund mit einer digitalen Identität. Die internen Datenflüsse müssen über IT-Verfahren hinweg medienbruchfrei sein. Zu diesem Zweck wurde bereits mit der Robotic Process Automation (RPA) eine wesentliche Erfolgskomponente eingeführt. Letztlich wird dabei aus mehreren nebeneinanderstehenden IT-Verfahren ein einheitlicher IT-Dienst. Anfallende Gebühren können online über ePayment bezahlt werden. Bescheide und Dokumente müssen teilweise mit einem digitalen Siegel oder einer digitalen Signatur versehen werden. Die dafür nötigen Technologien stehen bereit und werden nun nach und nach pilotiert und anschließend flächendeckend bereitstehen. IT-Dienste, die keine eigene interne Aktenführung bieten oder Prozesse, die bislang rein papierbasiert betrieben wurden, können schon bald auf eAkten aus dem Dokumenten-Management-System (DMS) zurückgreifen. Dessen Rollout erfolgt sukzessive in der Verwaltung.

Aktuell werden vom Bund durch das Änderungsgesetz zum Onlinezugangsgesetz (OZGÄndG) 16 Fokusleistungen vorgegeben, die zunächst priorisiert zu behandeln sind. Von den 16 Leistungen stehen in Dortmund 13 bereits zur Verfügung, wie z.B. die Beantragung von Elterngeld oder Baugenehmigungen. Eine Leistung ist in Umsetzung und zwei sind in Planung.

Arbeitsplatz der Zukunft

Die Anforderungen an moderne Arbeitsplätze in der Verwaltung sind vielfältig und verändern sich stetig. Das Projekt „Arbeitsplatz der Zukunft“ verfolgt das Ziel, flexible und bedarfsgerechte Lösungen für eine zeitgemäße Arbeitsumgebung zu entwickeln und die Fachbereiche in diesem Wandel aktiv zu unterstützen.

Inzwischen agiert das Entwicklungsteam nach den Leitsätzen des rollenbasierten Arbeitens. So teilt sich die Vielfalt der Aufgaben zur Weiterentwicklung entsprechend der Kompetenzfelder der dazugehörigen Mitarbeitenden auf.

Neben der Begleitung einer Vielzahl von Projekten räumlicher Umorganisation werden auch Rahmenbedingungen wie etwa Verträge zur Beschaffung oder Dienstvereinbarungen mit dem Personalrat fokussiert wahrgenommen. Zudem führt der Arbeitsplatz der Zukunft mit dem Aufbau von Leitlinien die Vielzahl von Fragestellungen und Aspekten zusammen, die bei der Neujustierung innerhalb der Verwaltung die einzelnen Fachbereiche wiederkehrend vor Herausforderungen stellen. Durch ansprechende Kommunikationsformate beleuchtet das Entwicklungsteam dabei die Vorteile und Einsatzgebiete von sich untereinander bedingenden Faktoren zu Arbeitsformen und -modellen sowie der dazugehörigen „Infrastruktur“ (Technik bzw. IT, Räumlichkeiten). Entsprechend liegt ein weiteres Augenmerk auf den Schulungsformaten, die den Mitarbeitenden der Stadtverwaltung beim Kulturwandel und organisatorischen Veränderungsprozess zur Verfügung stehen.

Digitale Personalservices

Auch im Jahr 2026 wird der Ausbau der gesamtstädtischen Personalservices entlang des im Vorfeld definierten, dreiteiligen Aufbaus vorangetrieben und kontinuierlich weiterentwickelt.

Digitalisierungsstrategie:
Die Digitalisierungsstrategie für die Prozesse des Personal- und Organisationsamts bildet weiterhin den übergeordneten Orientierungsrahmen. Die identifizierten Prozesse werden aufgegriffen, bei Notwendigkeit optimiert und digital abgebildet. Es bleibt weiterhin das Ziel, eine nachhaltige Weiterentwicklung der Personalservices zu gewährleisten. Die praktische Arbeit zeigt, dass neben der priorisierten Gesamtliste zusätzliche Themen bspw. auf Grund gesetzlicher Änderungen oder neuer Anforderungen in den Fokus rücken.

XFT / technische Weiterentwicklung:
Im Rahmen der Einführung des „Personnel Manager“ der Firma XFT befindet sich der Prototyp des „Antrags auf Arbeitszeitveränderung“ kurz vor der Fachtestung, Abnahme und Produktivsetzung. Zusätzlich zu dieser Einführung wird auch an anderen Stellen an der Weiterentwicklung der technischen Möglichkeiten gearbeitet, um die bestmögliche digitale Abbildung der Personalservices im SAP HCM zu realisieren.

Für das Jahr 2026 liegt der Fokus auf der Ertüchtigung der Technik, um die Personalservices und Prozesse, welche durch die Strategie in einem Rahmen gesetzt wurden, nachhaltig und wirkungsvoll zu digitalisieren.

Digitale Personalzeitwirtschaft

Neben den weiterhin parallellaufenden Weiterentwicklungen richtet die Projektgruppe zur digitalen Zeitwirtschaft ihren Fokus verstärkt auf die weitere Anbindung der noch nicht angeschlossenen gewerblich-technischen Kolleg*innen. Erste Maßnahmen wurden hierzu bereits initiiert. So wird beispielsweise FABIDO mit über 2.400 Beschäftigten schrittweise an die passive Zeitwirtschaft angebunden, um eine einheitliche und effizientere Zeiterfassung sicherzustellen.

Des Weiteren prüft das Dortmunder Systemhaus, inwieweit eine Abbildung von Dienst-, Schicht- und Einsatzplanungen innerhalb von SAP möglich ist. Ziel dieser Prüfung ist es, eine Entscheidungsgrundlage für die weitere strategische Ausrichtung zu schaffen. Grundsätzlich ist vorgesehen, dieses Themenfeld als eigenständiges Projekt auszugliedern. Hierfür wird eine umfassende Projektvorstudie erstellt, die sowohl die fachlichen als auch die technischen Anforderungen detailliert betrachtet und als Basis für eine anschließende Vergabe oder eine mögliche Eigenentwicklung dient. Ziel ist es, eine möglichst flächendeckende Integration zu erreichen und bestehende Insellösungen sukzessive abzulösen.

DMS

In vielen Bereichen der Stadtverwaltung werden Akten mittlerweile sukzessive digitalisiert. Um die Aktenverwaltung zu modernisieren und zu vereinheitlichen, wurde gemeinsam mit dem Dortmunder Systemhaus und der Herstellerfirma DOXIS ein gesamtstädtisches Dokumentenmanagementsystem in Form der elektronischen Basisakte entwickelt.

Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Pilotphase gilt es nun für die Projektgruppe, die Basisakte in den kommenden Jahren gesamtstädtisch einzusetzen und die Fachbereiche bei der Einführung zu begleiten. Das Projektteam arbeitet aktuell intensiv an der Durchführung des gesamtstädtischen Roll-Outs, der sukzessive in Wellen erfolgt. Jede Welle umfasst immer drei bis vier Fachbereiche parallel. Die Reihenfolge der Fachbereiche wurde bereits festgelegt und die zweite Welle ist gestartet. Das Projektteam bleibt optimistisch, dass die Einführung der Basisakte auch in den "neuen" Fachbereichen positiv verlaufen wird.

Einrichtung eines Bewerbungscenters

Mit dem Umzug des Personal- und Organisationsamtes an den neuen Standort an der Rheinischen Straße 1 richtet die Stadt Dortmund ein zentrales Bewerbungscenter ein und setzt damit ein starkes Zeichen für modernes und professionelles Personalrecruiting. Erstmals steht damit ein zentraler, hochwertig ausgestatteter Ort zur Verfügung, an dem Auswahlverfahren für die Fachbereiche und Eigenbetriebe unter einheitlichen und verlässlichen Rahmenbedingungen durchgeführt werden können.

Das Bewerbungscenter steht für einheitliche Auswahlstandards: transparente und professionell gestaltete Verfahren schaffen Vergleichbarkeit und stärken die Qualität der Entscheidungen. Durch die Bündelung der Verfahren an einem zentralen Ort wird ein verbindlicher Rahmen für moderne und strukturierte Auswahlprozesse etabliert.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der modernen Infrastruktur. Technisch und räumlich optimal ausgestattete Gesprächsräume ermöglichen persönliche, digitale und hybride Formate gleichermaßen. Fest installierte Videokonferenzsysteme sowie zeitgemäße Medien- und Präsentationstechnik sorgen für eine zuverlässige und professionelle Durchführung der Gespräche.

Gleichzeitig wird die Arbeitgeberin Stadt Dortmund unmittelbar erlebbar. Eine ansprechende Gestaltung, eine angenehme Atmosphäre und gezielte Informationsangebote vermitteln ein authentisches und positives Bild der Stadt als zukunftsorientierte Arbeitgeberin.

Auch die Fachbereiche und Eigenbetriebe profitieren von dem neuen Angebot. Durch die zentrale Organisation, die bereitgestellte Infrastruktur und klar definierte Abläufe werden Verfahren effizient unterstützt und organisatorisch erleichtert.

Das Bewerbungscenter steht damit für Qualität, Service und Wertschätzung – und stärkt nachhaltig die Positionierung der Stadt Dortmund als attraktive und moderne Arbeitgeberin.

Einsatz von KI

Es konnten mittlerweile die Grundlagen dafür geschaffen werden, dass KI-Systeme rechtssicher eingeführt und verantwortlich genutzt werden können. Der grundlegende Rahmen umfasst:

  • eine Leitlinie, die mit ihren drei Grundsätzen eine Orientierung gibt und ein technisches Verständnis ermöglicht
  • eine Geschäftsanweisung, die den Einsatz und die Nutzung von KI Systemen konkret regelt
  • und ein Praxishandbuch, in dem sich praktische Tipps und Anleitungen finden

Das sind die drei Säulen unserer KI-Governance. Mit „Governance“ ist gemeint, dass in einem angemessenen Maße gesteuert werden kann, welche KI-Systeme eingesetzt werden und wie sie genutzt werden, damit die Verwaltung und vor allem die Bürger*innen davon profitieren. Die KI-Governance ist dabei auch zur Wahrung der Beschäftigungsrechte mit dem Personalrat abgestimmt worden.

Auf dieser Grundlage werden nun drei strategische Ziele verfolgt. Erstens eine technisch möglichst souveräne KI-Plattform zu schaffen, die die Verwaltung technisch zukunftsfähig macht. Zweitens die Einführung zweckspezifischer KI-Lösungen in Fachbereichen, die bestimmte Tätigkeiten unterstützen und es ermöglichen, besser auf die Bedürfnisse der Bürger*innen eingehen zu können. Und drittens die vermutlich wichtigste Aufgabe: der Aufbau und Ausbau von KI-Kompetenzen, damit diese Technologie langfristig und nachhaltig gewinnbringend für die Kommune und ihre Menschen eingesetzt werden kann.

Identity & Access Management (IAM)

Ein Identity & Access Management soll zentral alle digitalen Identitäten im Umfeld der Stadt Dortmund und ihre Zugriffsrechte verwalten und angebundenen Systemen zur Verfügung stellen.

Im Jahr 2025 wurden die prozessualen, organisatorischen und methodischen Voraussetzungen erarbeitet und dokumentiert. Auf Basis dieser Fachkonzeption wurden die Anforderungen an ein IAM-System erarbeitet. Auf Grundlage dieser Anforderungen wird im Jahr 2026 das Vergabeverfahren durchgeführt, ein Anbieter ausgewählt (sofern die Anforderungen erfüllt werden) und das IAM-System für die Stadt Dortmund beschafft.

Mit der Einführung des IAM-Systems werden insbesondere manuelle Aufwände durch einen hohen Automatisierungsgrad minimiert, die Berechtigungen regelwerksbasiert auf das jeweils aktuelle Aufgabenprofil zugeschnitten und die Verifizierung deutlich verbessert. Das Projekt unterstützt somit wesentlich die IT-Sicherheit und den Schutz der Daten in den angebundenen Systemen.

Da dieses Projekt Jede*n in der Verwaltung betrifft, wird sehr viel Augenmerk auf ein Change Management, eine Beteiligung und die Kommunikation gelegt.

Lebensarbeitszeitkonto (LAK)

Im Jahr 2024 hat der Rat der Stadt Dortmund die Einführung von Lebensarbeitszeitkonten in Form von Wertguthaben beschlossen. Diese sind vergleichbar mit Sparkonten, auf denen angespartes Gehalt gesammelt, verzinst und später in der Freistellungsphase ausgezahlt wird. Im Gegensatz zu einer betrieblichen Altersversorgung wird dabei eine längerfristige Freistellung bereits während des Erwerbslebens finanziert. Außerdem sind die Beschäftigten auch während der Freistellung sozialversichert.

Im bisherigen Projektverlauf wurde bereits ein externer Dienstleister beauftragt, der die Entwicklung des Modells fachlich unterstützt, die Mitarbeitenden individuell berät und anschließend die Wertguthabenkonten verwalten wird. Dagegen erfolgt die Kapitalanlage der Wertguthaben durch institutionelle Anbieter, wie beispielsweise Pensionskassen oder Versicherungen. Parallel hierzu wird in Abstimmung mit dem Personalrat eine Dienstvereinbarung erarbeitet, in der die grundlegenden Rahmenbedingungen für die Ausgestaltung und Nutzung der Lebensarbeitszeitkonten festgelegt werden. Aktuell kann das Modell jedoch ausschließlich von Tarifbeschäftigten und nicht von Beamt*innen genutzt werden, da rechtliche Besonderheiten des Beamtenrechts dem zurzeit noch entgegenstehen. Die Einführung des Modells ist ab dem Jahr 2027 vorgesehen.

Neuorganisation Ordnungsamt – Teilprojekt Außendienste und Digitalisierung kommunaler Ordnungsdienst –

Das Ordnungsamt befindet sich seit 2023 in einem Neuorganisationsprozess. Mittlerweile konnten bereits zwei der unter dem Leitsatz „Das Ordnungsamt kennt das Bedürfnis der Stadtgesellschaft nach Sicherheit und Ordnung und arbeitet interaktiv und transparent“ formulierten Teilprojekte umgesetzt werden. Die Optimierung der Gewerbemeldestelle (TP 3) ist 2024 erfolgreich abgeschlossen worden und im Jahr 2025 ist der Fachbereich 38 – Amt für Migration – (TP 1) gegründet worden.

In Bearbeitung ist weiterhin das Teilprojekt 2 – „Außendienste“, dessen Ziele der effektive Einsatz der Kräfte, die Erhöhung der Präsenz und Sichtbarkeit, eine niedrigschwellige Erreichbarkeit sowie rechtssicheres Handeln sind. Prioritär ist dabei die Entwicklung eines umfassenden Lagebildes für das Ordnungsamt als künftige Grundlage strategischer Entscheidungen. Der Einsatzleitstelle wird dabei eine besondere Bedeutung für die tagesaktuelle Steuerung der verschiedenen Außendienste des Ordnungsamtes zukommen.

Neben bereits durchgeführten Optimierungen liegt der Fokus nun auf der Digitalisierung der Ablaufprozesse, um die Aufgaben im Innen- und Außendienst des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) optimal zu erledigen und dem Informationsbedürfnis gerecht zu werden. Der Außendienst soll sich so auf seine originären Aufgaben konzentrieren und von den manuellen, innendienstlichen Tätigkeiten entlastet werden.

Unter der Federführung des Dortmunder Systemhauses wurde im Jahr 2024 das Projekt zum „Digitalisierungsprozess Allgemeine Gefahrenabwehr Kommunaler Ordnungsdienst (KOD)“ begonnen. Im Laufe des Projektes sind auch die anderen Außendienste des Ordnungsamtes einbezogen worden, um ggf. eine einheitliche Software zur Digitalisierung in diesen Bereichen einzuführen.

Momentan werden die Prozesse der Außendienste des Ordnungsamtes aufgenommen, um die genauen Arbeitsabläufe zu erörtern und das Lastenheft für die Ausschreibung zu vervollständigen. Nach Beschlussfassung durch den Rat über die Finanzierung einer Softwarelösung folgt die Ausschreibung.

Organisatorisch ist der KOD aktuell in der Abteilung „Allgemeine Sicherheit und Ordnung, zentraler Ermittlungsdienst, Ordnungspartnerschaft, Service- und Präsenzdienst, Nordstadtbüro, Sondernutzung und Veranstaltungsmanagement“ angesiedelt. Aufgrund der politischen Bedeutsamkeit, der optimierten und fokussierten Steuerung der Fachabteilung und der großen Anzahl an Mitarbeitenden sollen die Aufgaben noch in diesem Jahr in einer eigenen Abteilung des Ordnungsamtes gebündelt werden.

Proaktive Verwaltungsservices

Aufbauend auf den im Vorjahr dargestellten Grundlagen und den im Jahr 2025 durchgeführten Aktivitäten wurde der Ansatz der proaktiven Verwaltungsservices weiter konkretisiert. Im Rahmen der Einbindung der Fachbereiche sowie einer ergänzenden Analyse bestehender Datenbestände und digitaler Verfahren wurden erste Ansatzpunkte für neue und weiterzuentwickelnde Services identifiziert. Zur Umsetzung wurde eine Projektstruktur eingerichtet, die die zentrale Koordination und fachbereichsübergreifende Abstimmung sicherstellt. Aktueller Fokus liegt auf der Bewertung und Priorisierung geeigneter Maßnahmen, der Vorbereitung erster Pilotprojekte in Zusammenarbeit mit den Fachbereichen sowie der Einordnung aktueller Modernisierungsagenden von Bund und Ländern. Ziel ist es, proaktive Verwaltungsservices schrittweise als festen Bestandteil modernen Verwaltungshandelns zu etablieren.

Rollout Bildungsportal Fachbereiche

Das Bildungsportal wurde als gesamtstädtisches Fortbildungssystem im Januar 2023 eingeführt. Das Personal- und Organisationsamt sowie die Feuerwehr bieten seitdem ihre Qualifizierungsmaßnahmen für Mitarbeitende über das Bildungsportal an. Für den Roll-Out des Bildungsportals in weitere Fachbereiche waren u.a. die Programmierung der Schnittstelle zur e-Akte für die Übertragung der Fortbildungszertifikate sowie die Mandantentrennung zur technischen Abgrenzung der Fachbereiche zwingende Voraussetzungen. Diese technischen Voraussetzungen sind nun gegeben, sodass sich der Roll-Out in einem ersten Pilotfachbereich bereits in der Endphase befindet. Sukzessiv erfolgt anschließend der Roll-Out in weitere interessierte Fachbereiche.

Verstetigung Flexi-Pool

In den vergangenen Monaten wurde die vorab entwickelte Konzeption des Flexi-Pools vollständig in die Praxis umgesetzt. Die fünf Einsatzteams sind seit ihrem Start durchgehend in unterschiedlichen Fachbereichen im Einsatz und unterstützen die Kolleginnen und Kollegen vor Ort bei verschiedenen Aufgaben und der Bewältigung von Arbeitsspitzen. Ergänzend dazu haben die Mitarbeitenden des Flexi-Pools umfangreiche Qualifizierungsmaßnahmen abgeschlossen, um auf die unterschiedlichen Einsatzbereiche bestmöglich vorbereitet zu sein.

Die bisher gesammelten Erfahrungen und die insgesamt erfolgreichen Einsätze haben dazu beigetragen, Abläufe weiter zu festigen und wichtige Erkenntnisse für die zukünftige Ausgestaltung des Flexi-Pools zu gewinnen. Vor diesem Hintergrund rückt nun die Verstetigung des Flexi-Pools in den Fokus. Ziel ist es, die aufgebauten Strukturen nachhaltig zu sichern und den Flexi-Pool langfristig als verlässliches Instrument zur flexiblen Unterstützung innerhalb der Stadtverwaltung zu etablieren.

Wissensmanagement – Softwareeinführung

Für die gelingende Einführung einer Wissensmanagementsoftware muss die Bereitstellung der technischen Infrastruktur in Form einer Software immer in Verbindung mit dem Aufbau einer offenen Wissenskultur betrachtet werden. Durch diese ganzheitliche Vorgehensweise werden mehrere Aspekte zusammengeführt.

  • Sammlung von praxisnahmen Wissen,
  • freiwillige Mitarbeit der Mitarbeitenden der Stadtverwaltung,
  • Aktualität von Wissensartikeln und
  • das Gemeinsame Lernen im Austausch mit einer unterstützenden Software.

Die Softwarelösung – WissenDo – als notwendige technische Infrastruktur befindet sich derzeit in der Pilotphase. Ziel dieser Phase ist es, erste Erfahrungen mit der Anwendung zu sammeln und WissenDo schrittweise in der Stadtverwaltung Dortmund einzuführen. Als erste Fachbereiche testen das Sozialamt und das Personal- und Organisationsamt den Umgang mit WissenDo im praktischen Einsatz. Hierzu erhielten die Pilotämter einen Zugang zum Testsystem, um sich mit der neuen Umgebung vertraut zu machen. In Schulungsformaten wird auf die oben genannten Aspekte eingegangen. Dabei wird zudem auch die Softwarelösung weiter auf die Bedürfnisse der Stadtverwaltung ausgerichtet. Perspektivisch soll WissenDo die Verbindung zwischen fachbereichsspezifisches Wissen und auch Themen, mit gesamtstädtischem Interesse herstellen. Darüber hinaus soll künftig auch sichergestellt werden, dass Lerninhalte und Informationen alle Mitarbeitenden gleichermaßen erreichen.


Abgeschlossen

Beihilfe-App

Seit August 2024 nutzt die Beihilfestelle der Stadt Dortmund ein neues Fachverfahren, mit dem im zweiten Schritt auch die Einführung einer Beihilfe-App verbunden war. Die Produktivsetzung der App erfolgte für alle Beihilfeberechtigten sukzessive in den ersten Monaten des Jahres 2025. Mit dieser App wird den Beihilfeberechtigten die Möglichkeit geboten, ihre Beihilfeanträge nunmehr auch per App in digitaler Form einzureichen und hierüber auch ihre Beihilfebescheide zu erhalten. Derzeit werden bereits ca. 70% aller Anträge per App gestellt.

Einführung Benefits-Programme

Benefits werden als Zeichen der Wertschätzung verstanden, erhöhen die Zufriedenheit, dienen der Mitarbeitendenbindung und tragen zur Gewinnung neuer Mitarbeitenden bei. Sie sind ein Instrument, um die Attraktivität einer modernen Arbeitgeberin zu steigern und das Employer Branding zu stärken. Viele Unternehmen, bundesweit über 375 Arbeitgeber*innen des öffentlichen Dienstes und darunter auch zahlreiche Kommunen, wie z. B. Köln, Bochum, Duisburg und Stuttgart bieten ihren Mitarbeitenden die Nutzung von Benefit-Programmen an.

Im April 2025 wurde daher auch für die Mitarbeitenden der Stadt Dortmund die Möglichkeit eröffnet, Vorteilsportale mit Rabattaktionen zu nutzen. Es zeigt sich, dass das Interesse hieran groß ist; die Vorteilsportale werden gut von den Mitarbeitenden angenommen.

Um nach wie vor als Arbeitgeberin attraktiv zu sein, werden die Vorteilsportale im Sinne eines erfolgreichen Employer Brandings weiterhin für die Mitarbeitenden angeboten und neben anderen Benefits - wie zum Beispiel Jobrad oder Angebote der betrieblichen Gesundheitsförderung - fortgeführt.

Personalentwicklung Jugendhilfedienste (25-Punkte-Programm)

Die Jugendhilfedienste, die es in allen Stadtbezirken sowie der Innenstadt gibt, unterstützen Familien und junge Menschen durch ambulante Hilfen zur Erziehung in ihrem Lebensumfeld. Aufgrund des Fachkräftemangels sowie des demographischen Wandels wurde ein Fachkonzept „Personaloffensive für die Jugendhilfedienste“ erarbeitet, welches 25 Maßnahmen beinhaltet, die dem Entgegenwirken sollen sowie darüber hinaus das Ziel verfolgen, die Mitarbeiter*innen-Zufriedenheit und deren Bindung zu stärken.

Nach dreieinhalb Jahren Projektlaufzeit kann auf die erfolgreiche Umsetzung des Personalentwicklungskonzeptes für die Jugendhilfedienste zurückgeblickt werden. Die entwickelten Maßnahmen wurden schrittweise umgesetzt, kontinuierlich weiterentwickelt und nachhaltig im Arbeitsalltag verankert. Die verschiedenen Maßnahmen lassen sich im Wesentlichen folgenden Themenbereichen zuordnen:

  • Personalbedarfsdeckung
  • Optimierung der Arbeitsbedingungen und -ausstattung
  • Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen
  • Teamentwicklung
  • Personalrecruiting
  • Onboarding neuer Beschäftigter
  • Offboarding

Auch nach Projektabschluss bleibt Personalentwicklung für die Jugendhilfedienste ein zentrales Handlungsfeld: Bewährte Maßnahmen werden fortgeführt und weiterentwickelt, neue Entwicklungen weiterhin berücksichtigt. Die aktuelle Besetzungsquote von 100 % belegt, dass die Personalsituation in den Jugendhilfediensten nachhaltig stabilisiert werden konnte

Release WIRkungskompass

Der WIRkungskompass sowie die detailliert aufbereiteten Ergebnisse der letzten Beschäftigtenbefragung (Wertemonitoring aus 9/2024) wurden im Jahr 2025 den einzelnen Fachbereichen zur Verfügung gestellt.

Durch die Kombination aus theoretischem Rahmenwerk und konkreten fachbereichsspezifischen Befragungsergebnissen sollte den Fachbereichen eine ideale Grundlage geboten werden, um über die städtischen Werte ins Gespräch zu kommen, individuelle Maßnahmen eigeninitiativ abzuleiten und umzusetzen. Den Fachbereichen stand die Personalentwicklung beratend und unterstützend zur Seite. Zu nennen sind hier beispielsweise Unterstützungsangebote des Zentrums für Ausbildung und Kompetenzen (ZAK) wie das Führungsfeedback, Teamentwicklungen oder vom ZAK Digital entwickelte Online-Module zu den acht Werten. Darüber hinaus wurden die Ergebnisse der Beschäftigtenbefragung bei Bedarf auch durch die Personalentwicklung moderiert und einzelnen Fachbereichen durch die Statistikstelle näher erläutert.

Mitte des Jahres 2026 steht die nächste große Beschäftigtenbefragung an, die auch die Fragestellungen aus dem Wertemonitoring beinhaltet. Aus den Ergebnissen lassen sich im Vergleich zu den letzten beiden Befragungen (2022 und 2024) ableiten, welche Veränderungen/Erkenntnisse zu verzeichnen sind. Sowohl die Personalentwicklung als auch die Dortmunder Statistik stehen den Fachbereichen weiterhin beratend und unterstützend zur Seite.

Mehr zum Thema

Personal- und Organisationsbericht 2025

Hier finden Sie Informationen zum Personal- und Organisationsbericht 2025 der Stadt Dortmund.

Personal- und Organisationsbericht 2026

Hier finden Sie Informationen zum Personal- und Organisationsbericht 2026 der Stadt Dortmund.

Personal- und Organisationsbericht 2024

Hier finden Sie Informationen zum Personal- und Organisationsbericht 2024 der Stadt Dortmund.