Städtepartnerschaften
Trabzon, Türkei
Am 02.06.2014 wurde die Städtepartnerschaft zwischen Trabzon und Dortmund besiegelt. OB Sierau und OB Dr. Orhan Fevzi Gümrükcüoglu unterzeichneten die Partnerschaftsurkunde.
Städtepartnerschaft mit Trabzon besiegelt
Dortmund hat eine interkulturelle Stadtgesellschaft, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft leben, arbeiten und sich in das Stadtgeschehen einbringen. Die größte Gruppe unter ihnen sind die Menschen mit türkischer Zuwanderungsgeschichte. Ihre Zuwanderungsrealität und Rolle spiegelt sich am deutlichsten in allen gesellschaftlichen Ebenen wider. Vor diesem Hintergrund ist nun die seit 2010 bestehende Projektpartnerschaft zwischen Dortmund und Trabzon in eine offizielle Städtepartnerschaft umgewandelt worden.
Seit Jahren intensive Kontakte zu Trabzon
Der damalige Ausländerbeirat, heute Integrationsrat, hatte sich bereits 2008 für die Projektpartnerschaft ausgesprochen und sich im Nachgang – unter Beteiligung zahlreicher Akteur*innen innerhalb und außerhalb von Politik und Verwaltung – intensiv für die Begründung einer offiziellen Städtepartnerschaft eingesetzt. Entsprechend bestehen schon seit Jahren intensive Kontakte zu Trabzon, insbesondere was Kooperationen in den Handlungsfeldern Wirtschaft, Kultur, Sport, Jugend, Bildung und Wissenschaft angeht. Beispiele sind u.a. das ERASMUS-Austauschprogramm beider Technischen Universitäten, verschiedene Fachkräftebegegnungen im Bereich Jugend- und Sozialarbeit sowie die Durchführung einer Ausstellung im Rahmen des Türkischen Kulturfestivals "Merhaba Heimat!". Auch der Austausch von Auszubildenden bzw. Durchführung von Praktika zwischen den Stadtverwaltungen bzw. Beteiligungsgesellschaften sowie die Initiierung von Schulpartnerschaften soll in der nächsten Zeit angestoßen werden.
Positiv für die künftige Entwicklung der Partnerschaft ist zu bewerten, dass sich bereits feste Arbeits- und Kommunikationsstrukturen, aber auch kollegiale Netzwerke gebildet haben, die vertrauensvoll miteinander arbeiten. Dies gilt auch für Einrichtungen und Institutionen außerhalb der Verwaltung.
Hinzu kommt, dass beide Städte wichtige Gemeinsamkeiten aufweisen: Trabzon verfügt wie Dortmund über einen Hafen, einen Flughafen sowie eine international anerkannte Technische Universität. Fest verankert ist in beiden Städten die Leidenschaft für den Fußball: in Dortmund fiebert man mit dem BVB, in Trabzon mit dem ebenfalls international bekannten Club Trabzonspor. Diese und weitere Gemeinsamkeiten bieten zukünftig optimale Möglichkeiten für interessante, partnerschaftliche Projekte.
Städtepartnerschaft - Zeichen der Anerkennungs- und Willkommenskultur
Oberbürgermeister a.D. Ullrich Sierau: "Für eine Zuwanderungsstadt wie Dortmund sollte im Reigen der bisher sieben Partnerstädte (mit Zwickau acht) eine türkische Stadt nicht fehlen. In Dortmund leben sehr viele Menschen, die aus Trabzon oder der Region kommen und immer noch starke Bindungen dorthin haben. Eine Städtepartnerschaft ist daher auch ein besonderes Zeichen der Anerkennungs- und Willkommenskultur."
Geographisch liegt die türkische Küsten- und Hafenstadt Trabzon am östlichen Rand des Schwarzen Meeres. Die Gründung Trabzons reicht bis in das 7. Jahrhundert v. Chr. zurück. In der Geschichte hat die Stadt immer eine strategisch wichtige Rolle gespielt. Heute hat sie in der Türkei aufgrund ihrer Funktion als größte Stadt in der östlichen Schwarzmeerregion, als Hafenstadt und durch den Fußballclub Trabzonspor eine besondere Bedeutung.
Im Rahmen der Deutsch-Türkischen Initiative zur Förderung des kommunalen Fachdialoges (ORTAK) startete das Projekt „Pocket Parks für Klimaresilienz: Ein kooperativer Ansatz zwischen Trabzon und Dortmund“ im März 2026 und wird bis zum 31. Mai 2027 durchgeführt.
Projekt „Pocket Parks für Klimaresilienz: Ein kooperativer Ansatz zwischen Trabzon und Dortmund“
Das Projekt ist durch ENGAGEMENT GLOBAL - Service für Entwicklungsinitiativen mit Mitteln der Stiftung Mercator gefördert.
Bei diesem 15-monatigen Projekt arbeiten Trabzon und Dortmund zusammen an der Entwicklung eines umfassenden Konzepts, um geeignete Standorte für sogenannte Pocket Parks (Taschenparks) in jeder Stadt zu identifizieren. Diese Parks sind als innovative Lösungen gedacht, um die Entwicklung grüner Stadtviertel zu fördern, sich an den Klimawandel anzupassen und die Hitzeeffekte in städtischen Gebieten zu reduzieren. Im Rahmen dieser Initiative wird besonderes Augenmerk darauf gelegt, wichtige Zielgruppen für die Planung und Umsetzung von Pocket Parks zu identifizieren und Möglichkeiten zu erkunden, wie die Zivilgesellschaft aktiv in die Schaffung und Pflege dieser Grünflächen einbezogen werden kann. Um innovative und kreative Ansätze zu fördern, sind auch Universitäten aus beiden Städten (TU Dortmund und Karadeniz Technical University) in den Prozess einbezogen. Ziel des Projekts ist es, in beiden Städten konkrete Standorte für Pocket Parks zu identifizieren und ein entscheidungsreifes Konzept zu erarbeiten, das als direkte Grundlage für die mögliche zukünftige bauliche Umsetzung dient. Außerdem zielt das Projekt darauf ab, den fachlichen Austausch zu intensivieren, insbesondere in Bereichen wie Klimaanpassung, Förderung der Entwicklung grüner Stadtviertel, Wärmereduzierung und soziale Inklusion. Durch die Förderung des Dialogs zwischen Expert*innen, kommunalen Akteuren, Universitäten und der Zivilgesellschaft wollen Dortmund und Trabzon innovative Lösungen entwickeln und ihr Engagement für die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung verstärken. Diese Zusammenarbeit bietet wertvolle Möglichkeiten für gegenseitiges Lernen zwischen den beiden Partnerkommunen – insbesondere in Bereichen wie partizipative Grünflächenplanung, Umweltbewusstsein und inklusive Stadtviertelentwicklung.
Dortmund ist mit insgesamt 11
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