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Straßenbenennungen und Straßenumbenennungen

Straßenbenennungen und Straßenumbenennungen

In 2022 wurden fünf Straßen neu benannt.

Am Stadthafen

  • Stadtbezirk: Innenstadt-Nord
  • Lage: Die neue Promenade "Am Stadthafen" verläuft entlang des Hafenbeckens parallel zur südlichen Speicherstraße
  • Bekanntmachung am 24.06.2022

Jeanne-Baret-Platz

  • Stadtbezirk: Innenstadt-Nord
  • Lage: Der neue Jeanne-Baret-Platz liegt innerhalb der südlichen Speicherstraße zwischen den Häusern 8 und 10
  • Bekanntmachung am 24.06.2022

Heribert-Gorsek-Weg

  • Stadtbezirk: Eving
  • Lage: Der neue Heribert-Gorsek-Weg verläuft ausgehend von der straße "Am Heuningsfeld" in nördliche Richtung und verzeweigt sich dort. Beide Stichstraßen enden jeweils an einem Wendehammer.
  • Bekanntmachung am 30.09.2022

Winterkampweg

  • Stadtbezirk: Eving
  • Lage: Die Verlängerung des Winterkampwegs schließt in westlicher Richtung an den Bestand an.
  • Bekanntmachung am 30.09.2022

Robert-Schumann-Straße

  • Stadtbezirk: Hörde
  • Lage: Die Verlängerung der Robert-Schumann-Straße verläuft zwischen der Kreuzung Konrad-Zuse-Straße/Robert-Schumann-Straße und dem Kreisverkehr Hochofenstraße/Gildenstraße
  • Bekanntmachung am 14.10.2022

In 2023 wurden sieben Straßen umbenannt bzw. neu benannt.

Platz der Begegnung

Platz an der Adalmundstraße / Jonathanstraße auf Beschluss der Bezirksvertretung Mengede

Franz-Jacobi-Platz

Platzfläche zwischen Dürener Straße / Wambeler Straße / Im Spähenfelde und Flurstraße auf Beschluss der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord. Franz-Jacobi (1888-1979) war einer der entscheidenenden Gründer des BVB am 19.12.1909. Von 1910 bis 1923 leitete er als Präsident und Schatzmeister die Geschicke des Vereins. In den Jahren zwischen 1901 und 1919 wohnte er in der Wambeler Straße 12 und arbeitete als "Hüttenbeamter" beim Eisen- und Stahlwerk Hoesch.

Stettiner Straße

Verlängerung - zweigt westlich von der Wellinghofer Straße ggü. Ziegelhüttenstraße ab - auf Beschluss der Bezirksvertretung Hörde

Hoeschallee

Zweigt nördlich der Brackeler Straße ab und verläuft in nordöstlicher Richtung und endet in der verlängerten Hildastraße - auf Beschluss der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord.

Dr.-Safiye-Ali-Straße

Die Bezirksvertretung Innenstadt-Nord hat in ihrer Novembersitzung die Umbenennung der Speestraße in "Dr.-Safiye-Ali-Straße" beschlossen. Das Tiefbauamt hat das Umbenennungsverfahren rechtskräftig abgeschlossen, so dass die Straße nun offiziell umbenannt werden. In den letzten Jahren ist die Sensibilität für einen angemessenen und wissenschaftlich abgesicherten Umgang mit historisch belasteten Straßennamen gewachsen. Der ehemalige Namensgeber Maximilian von Spee, ist nach jüngsten Erkenntnissen geschichtlich belastet, so dass eine Ehrung durch eine Straßenbennung aus heutiger Sicht nicht erfolgen sollte. Die durch die Benennung nunmehr geehrte Ärztin Dr. Safiye Ali wurde am 2. Februar 1894 geboren. Sie starb am 5. Juli 1952.

Dr. Safiye Ali war die erste Kinder- und Frauenärztin in der Türkei. 1923 eröffnete sie in Istanbul ihre Praxis. Sie unterrichtete auch als erste Frau Gynäkologie und Geburtshilfe an der ersten medizinischen Schule für Mädchen in der Türkei. 1929 immigrierte sie nach Deutschland und führte eine Praxis an der "Hohe Straße" 15 in Dortmund. Im 2. Weltkrieg war Dr. Safiye Ali sogenannte "Bunkerärztin". 1948 eröffnete sie eine Praxis am Hiltropwall 2. Nur wenige Jahre später starb sie mit 58 Jahren in Dortmund.

Fred-Ape-Weg

Mit Beschluss des Rates vom 22.09.2022 ist ein Teilabschnitt der Hermannstraße - von der Faßstraße bis zu Hörder-Bach-Allee - im Rahmen eines öffentlichen Verfahrens in "Fred-Ape-Weg" umbenannt worden. Durch städtebauliche Veränderungen ist eine durchgängige Befahrung des Bereichs nicht mehr möglich. Zur besseren Orientierung - insbesondere auch für Rettungsfahrzeuge und die Polizei - war eine Umbenennung notwendig. Zur näheren Information über die namensgebende Person wird ein Legendenschild angebracht.

Hörder Phoenixseeallee

Mit Beschluss des Rates vom 23.03.2023 ist ein Teilabschnitt der Hermannstraße - von Hörder-Bach-Allee bis zum Beginn der Schüruferstraße - im Rahmen eines öffentlichen Verfahrens in "Hörder Phoenixseeallee" umbenannt worden. Die Umbenennung erfolgte zur besseren Orientierung – insbesondere auch für Rettungsfahrzeuge - nachdem der Bereich durch städtebauliche Maßnahmen verändert wurde und der Abschnitt nunmehr nicht mehr durchgängig befahren werden kann.

In 2024 wurden zwei Straßen umbenannt und vier Straßen neu benannt

May-Ayim-Straße

Mit Beschluss der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord vom 25.01.2024 wurde die Nettelbeckstraße in die May-Ayim-Straße umbenannt. Die Umbenennung der Nettelbeckstraße wurde erforderlich, da die namensgebende Person, Herr Joachim Christian Nettelbeck (1738- 1824), nach neuen Bewertungen geschichtlich belastet ist. Da Straßennamen ein Spiegel ihrer Zeit sind und insoweit zum städtischen Gedächtnis gehören, ist gerade im Hinblick auf die angestrebte Ehrung einer Person, die Umbenennung einer Straße unumgänglich, wenn neue historische Bewertungen vorliegen und sich eine entsprechende Benennung nach den heutigen Grundsätzen verbietet. Die in Rede stehende Umbenennung erfolgte aus diesem Grund unter Beteiligung des Stadtarchivs der Stadt Dortmund im öffentlichen Interesse.

Die Anwohner*innen suchten sich May Ayim als Namensgeberin aus. Sie ist eine wichtige Vertreterin der Schwarzen Community in Deutschland. Die in Münster geborene Tochter eines Ghanaers und einer Deutschen setzte sich gegen Diskriminierung ein. May Ayim, die in Münster bei einer Adoptivfamilie aufwuchs, absolvierte nach dem Abitur ein Studium der Pädagogik und Psychologie und arbeitete später als Logopädin sowie als Lehrbeauftragte in Berlin.

Diese Allgemeinverfügung wird nach der einmonatigen Klagefrist bestandskräftig.

Teilbereich der Markusstraße

Die Bezirksvertretung Hörde hat in ihrer Sitzung am 5. September 2023 die Umbenennung eines Teilabschnitts der Straße „Ortli“ in Markusstraße beschlossen. Der betroffene Teilabschnitt der Straße „Ortli“ schließt sich in seiner Verkehrsführung unmittelbar an die Markusstraße in Höhe der Hausnummer 56 an und vermittelt durch diese durchgängige Linienführung den Eindruck eines einheitlichen Straßenzuges bis zur Syburger Straße. Dieser Eindruck wird auch durch die Tatsache, dass die örtliche Straßenbeschilderung das Gebäude mit der Adressierung „Ortli 30“ als zur Markusstraße gehörig ausweist, unterstrichen. Auch ist die Anfahrt der Markusstraße aus Richtung Syburger Straße nur über diesen Abschnitt der Straße „Ortli“ möglich.

Für eine leichtere Orientierung hat die Bezirksvertretung Hörde beschlossen, den Straßenteilabschnitt umzubenennen. So ist es zukünftig besser möglich, eine Adresse genau und möglichst präzise zuzuordnen. So wird es zum Beispiel den Einsatzfahrzeugen und Rettungsdiensten besser möglich, den Einsatzortes ohne - vermeidbare - Zeitverluste zu finden.

Nach einer Klage gegen diese Entscheidung, die mit Urteil vom 24.05.2024 abgewiesen wurde, ist der Beschluss nun rechtskräftig.

Kurt-Goldstein-Straße - Neubennenung einer projektierten Straße in Grevel / Stadtbezirk Scharnhorst

Neubenennung der Stichstraße südlich "In der Liethe" in Höhe Haus Nr. 225

An der Witwe - Neubenennung einer projektierten Straße in Barop / Stadtbezirk Hombruch

Neubenennung der Verlängerung der Straße "An der Witwe" in südlicher Richung.

Levi-Baum-Straße - Neubenennung einer projektierten Straße in Oestrich/ Stadtbezirk Mengede

Neubenennung der Straße, die in nördlicher Richtung von der Straße "Langenacker" abzweigt und bogenförmig in östliche und später in nördliche Richtung bis zum Straßenanschluss auf Castroper Stadtgebiet verläuft.

Continantale Allee (Privatstraße) - Neubenennung einer projektierten Straße in der Innenstadt-Ost/ Stadtbezirk Aplerbeck

Neubenennung der Straße, die nach Haus Nr. 373 östlich von der "Freie-Vogel-Straße" abzweigt.

In 2025 wurden fünf Straßen neu benannt

Josefinenweg

Mit Beschluss der Bezirksvertretung Innenstadt-Ost - zweigt in nördlicher Richtung von "Im Defdahl" ab, verläuft in einem westlichen Winkel und endet mit einem Wendehammer.

Anliegend an die neue Erschließungsstraße befindet sich der Neubau des Seniorenzentrums St. Josefinenstift. Aufgrund dieser örtlichen Gegebenheit haben sich die Mitglieder der Bezirksvertretung auf diesen Namensvorschlag verständigt.

Lotte-Specht-Straße

Mit Beschluss der Bezirksvertretung Lütgendortmund - die Stichstraße verläuft in südöstlicher Richtung ausgehend von der Karinstraße und wird ergänzt mit einer Verbindungsstraße im Einrichtungsverkehr zur Oesterholzstraße.

Charlotte („Lotte“) Specht (*15.10.1911 in Frankfurt am Main; +10.02.2002 ebenda) war eine deutsche Fußballpionierin. Sie gründete im Jahr 1930 mit dem 1. DDFC Frankfurt den ersten deutschen Frauenfußballverein.

Brackeler Schleife

Mit Beschluss der Bezirksvertretung Brackel - zweigt in westlicher Richtung von der Straße "In den Börten" ab und mündet aufgrund der Ringerschließung des Wohngebietes wieder auf dieser.

Die Bennenung erfolgte in Erinnerung an die hier befindliche Wendeschleife. Sie diente dem Abschluss einer Linie im öffentlichen Personennahverkehr und erlaubt es den eingesetzten Fahrzeugen ohne Fahrtrichtungsänderung umzukehren, um die Rückfahrt einzuleiten.
Konkret diente das Gebiet der neuen Wohnbebauung bis 2012 für die Bahn der Linie 43 als Umkehrschleife.

Am Rüpingsbach

Mit Beschluss der Bezirksvertretung Hombruch - zweigt östlich von dem verlängerten "Seilbahnweg"ab, verläuft nordöstlich und stößt wieder auf den "Seilbahnweg".

Der Rüpingsbach ist Namensgeber der Straße. Der Rüpingsbach und dessen wichtigster Zufluss Grotenbach bilden ein Fließgewässer im Dortmunder Süden und haben zusammen eine Länge von acht Kilometern. Er verläuft auf Dortmunder Stadtgebiet durch Menglinghausen und Barop nach Schönau, wo er in die Emscher mündet. Der renaturierte Rüpingsbach prägt des gesamte Ortsbild und insbesondere das neue Wohngebiet.

Sieglindeweg

Mit Beschluss der Bezirksvertretung Brackel - zweigt vom "Etzelweg" zwischen den Häusern 5/7 und 9/11 in westlicher Richtung ab und endelt mit einem nördlichen Winkel in einem Wendehammer.

Mehrere Straßennamen im Umfeld zeigen einen Bezug zum Niebelungenlied, so dass der Name "Sieglindeweg" gewählt wurde. Der Held Siegfried war einer Erzählung nach ein Sohn von König Siegmund und dessen Gemahlin Königin Sieglinde von Xanten am Niederrhein. Es hieß: "Damals wuchs in Niederland der Sohn eines edlen Königs heran, dessen Eltern Siegmund und Sieglinde hießen, das war in Xanten, einer mächtigen, weithin bekannten Burg am Niederrhein.“

Allgemeine Hinweise

Straßenbe- und umbenennungen erfolgen durch die zuständigen politischen Gremien.

Bei Straßenumbenennungen werden die Gründe, die für eine Umbenennung sprechen, von den politischen Gremien nach den Grundsätzen der Erforderlichkeit, Geeignetheit und Verhältnismäßigkeit mit dem Interesse der Anwohner*innen an der Beibehaltung des bisherigen Straßennamens abgewogen. Dabei sind auch nachteilige Folgen für die Anwohner*innen in die Ermessensentscheidung mit einzubeziehen.

Für die Anwohner*innen von umbenannten Straßen gilt:

  • Die wichtigsten Behörden wie Finanzamt, Amtsgericht sowie Versorgungsunternehmen und sonstige Träger*innen öffentlicher Belange werden vom Tiefbauamt der Stadt Dortmund über eine Straßenumbenennung informiert.
  • Die Umschreibung von Personalausweisen, Kraftfahrtzeugscheinen, grundbuchlicher Daten oder beispielsweise elektronischer Aufenthaltstitel (eAT) sind für die Betroffenen in diesem Zusammenhang gebührenfrei.
  • Kosten für private Umstellungen wie zum Beispiel Änderungen von Briefköpfen, Visitenkarten oder anderen Schildern werden dagegen nicht übernommen.

Stadt Dortmund - Tiefbauamt

Anschrift und Erreichbarkeit
Kontakt
Anschrift
Königswall 14
44137 Dortmund

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