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Cityentwicklung

Rosenviertel

Wo bislang Autos fuhren und standen, entsteht im Rosenviertel jetzt mehr Raum für urbanes Leben in entspannter Atmosphäre: Der nördliche Abschnitt der Straße Rosental wird am 20. April 2026 zur Fußgängerzone. Pflanzen und kreative Sitzmöbel folgen im zweiten Halbjahr.

Im Vordergrund eine rote Rose, im Hintergrund eine ruhige Straße.
Bild: Stadt Dortmund / Susanne Enz
Der nördliche Abschnitt der Straße Rosental wird am 20. April zur Fußgängerzone.
Bild: Stadt Dortmund / Susanne Enz

Die Fußgängerzone soll neue Nutzungen im öffentlichen Raum ermöglichen und die Verbindung insbesondere zur Kleppingstraße stärken. So soll das besondere Flair des Viertels nicht mehr nur in den Geschäften erlebbar sein, sondern auch im bislang mit Parksuchverkehr belasteten Straßenraum. Mit dem Wegfall des Großteils des Autoverkehrs entstehen zudem neue Chancen für kleinteilige Außengastronomie.

Zunächst kommt nur die neue Verkehrsregelung. Doch in der zweiten Jahreshälfte 2026 halten kreative Möbel und Pflanzkübel mit kleinen Bäumen und Stauden Einzug ins Rosental und laden zum Verweilen ein. Die Gestaltung dieses Mobiliars hat die Stadt im engen Austausch mit den Anlieger*innen des Rosentals entwickelt. Dazu gab es im August 2025 eine Planungswerkstatt, in der die Stadterneuerung die Ideen und Hinweise der Akteur*innen vor Ort sammelte. Der Rat hatte bereits im Juli 2025 grünes Licht gegeben für die Grundzüge der Möblierung. Die Einrichtung der Fußgängerzone hatte die Bezirksvertretung Innenstadt-West im Mai 2025 beschlossen.

Das bedeutet die Fußgängerzone für den Verkehr

Die neue Fußgängerzone bringt folgende Verkehrsregelungen mit sich:

Möglich bleiben:

  • die Zufahrt mit Kfz zu privaten Stellplätzen in Innenhöfen
  • Radverkehr in beide Fahrtrichtungen
  • die Zufahrt mit Rettungs- und Müllfahrzeugen
  • die Zufahrt zur Be- und Entladung im Zeitraum zwischen 21 und 11 Uhr
  • Taxi- und Krankenfahrten zum Gebäude Rosental 1 im Zeitraum zwischen 21 und 11 Uhr

Nicht mehr erlaubt sind:

  • jeglicher Kfz-Verkehr jenseits der genannten Ausnahmen
  • Parken im Straßenraum. Die bisherigen dortigen Stellplätze entfallen.

Die neue Fußgängerzone am DORTBUNT-Sonntag erleben

Die neuen Möglichkeiten des Straßenraums im Rosental können alle Interessierten beim Stadtfest DORTBUNT am Sonntag, 10. Mai, erleben. Von 13 bis 17 Uhr organisiert das Amt für Stadterneuerung dort gemeinsam mit dem Büro für Kinder- und Jugendinteressen des Jugendamts und weiteren Partner*innen ein Familienprogramm rund um das Motto „Rose“.

An dem Tag wird zwischen 10 und 19 Uhr ausnahmsweise auch die Zufahrt zu den privaten Stellplätzen in Innenhöfen nicht möglich sein. Anlieger*innen werden gebeten, dies bei ihren Planungen für das DORTBUNT-Wochenende zu berücksichtigen.

So wird die Fußgängerzone gestaltet

3D-Visualisierung einer Straße mit Bänken und kleinen Bäumen
Bild: farwickgrote partner
Die Visualisierung der temporären Gestaltung des nördlichen Rosentals gibt einen Eindruck vom Umfang der möglichen Begrünung des Straßenraums. Die gezeigten Sitz- und Pflanzelemente sind Beispiele aus dem Planungsentwurf. Die Elemente, die tatsächlich aufgestellt werden, sehen anders aus. Ihre Gestaltung wurde gemeinsam mit den Anlieger*innen festgelegt.
Bild: farwickgrote partner

Entscheidend für die kommenden Jahre ist eine temporäre Variante, die im zweiten Halbjahr 2026 umgesetzt wird. Sie sieht vielfältige Kombinationen an kreativen Möbeln und Pflanzkübeln mit kleinen Bäumen und Stauden vor. Der Großteil dieser begrünten Möbel ist am östlichen Straßenrand geplant, nur wenige sollen versetzt auf der westlichen Straßenseite stehen. Dort soll im geringen Umfang auch zusätzliche Außengastronomie möglich sein.

In längerfristiger Perspektive sieht ein Konzept zur dauerhaften Gestaltung auf der östlichen Straßenseite eine in Gruppen gegliederte Reihe fest eingepflanzter Bäume vor. Im Einklang mit dem Masterplan Plätze soll die Straße eine helle Pflasterung ohne Bordsteinkante bekommen. Im nördlichen Bereich soll entlang der Gebäude zwischen den Grünelementen Außengastronomie möglich sein.

Die Umsetzung des langfristigen Konzepts ist aber erst sinnvoll, wenn die Zukunft des ehemaligen Film Casinos geklärt ist und dazugehörige Baumaßnahmen abgeschlossen sind. Die Stadt hat das Gebäude Ende 2023 gekauft, die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie zur zukünftigen Nutzung werden im Frühjahr 2026 erwartet. Daher ist damit zu rechnen, dass die temporäre Lösung über mehrere Jahre Bestand haben wird.

Der Weg zur Fußgängerzone

Ein Tisch mit einer großen Karte einer Straße und vielen Bastelmaterialien. Eine Hand liegt auf der Karte.
Bild: Stadt Dortmund
Die Wünsche der Anlieger*innen flossen nach einer Planungswerkstatt im August 2025 in die Details der temporären Gestaltung ein.
Bild: Stadt Dortmund

Den ersten Schritt in Richtung der Regelung, die aus den Reihen der anliegenden Gewerbetreibenden sowie der Bezirkspolitik angeregt wurde, hat die Bezirksvertretung Innenstadt-West gemacht: Sie hat am 19. April 2023 ein sogenanntes Teileinziehungsverfahren eingeleitet. Mit Veröffentlichung dieses Beschlusses in den Dortmunder Bekanntmachungen begann eine Frist von drei Monaten, die Betroffene und Öffentlichkeit nutzten, um ihre Anregungen zu äußern.

In der Folge entstand ein intensiver Dialog der Stadterneuerung mit den Anlieger*innen. Darin wurde immer wieder auch der Wunsch nach einer attraktiveren Gestaltung des Straßenraums formuliert. Die Stadterneuerung beauftragte daher das Planungsbüro farwickgrote partner, Gestaltungskonzepte für das nördliche Rosental zu erarbeiten. Entstanden sind Pläne für eine attraktive Umgestaltung des Straßenraums – zum einen in einer zeitnah umsetzbaren, temporären Variante und zum anderen in einer langfristig angepeilten, dauerhaften Fassung. Die Ideen und Pläne zur Umgestaltung wurden am 7. April 2025 öffentlich vorgestellt.

Die Freigabe des Abschnitts der Straße Rosental als Fußgängerzone hat die Bezirksvertretung Innenstadt-West im Mai 2025 beschlossen. Der Rat der Stadt Dortmund nahm im Juli 2025 die Gestaltungskonzepte zur Kenntnis und beauftragte die Verwaltung mit der weiteren Planung und Umsetzung der Gestaltung. Für die Anschaffung der Möbel und der Pflanzen stellte er 140.000 Euro aus dem Haushalt zur Verfügung.

In einer Planungswerkstatt der Stadterneuerung am 12. August 2025 konnten alle Interessierten bei der Konkretisierung der Planung mitwirken. Die Anregungen und Hinweise der Anlieger*innen flossen in die Gestaltung ein, die im Laufe des Jahres 2026 umgesetzt wird.

Ansprechpartner*innen

Für alle technischen und rechtlichen Fragen zur Fußgängerzone im Rosental gibt es einen Ansprechpartner im Tiefbauamt: Frank-Oliver Kamrowski, 0231 50-24521

Für alle weiteren Aspekte rund um die Entwicklung des Rosenviertels gibt es eine Ansprechpartnerin
im Amt für Stadterneuerung: Sandra Böddeker, 0231 50-29782

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