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Stadterneuerung

Begegnungsorte in Dortmund

Begegnungsorte haben für das Miteinander der Menschen in den Quartieren eine große Bedeutung.Die Stadt Dortmund hat fachbereichsübergreifend den Bestand an Begegnungsorten erfasst, um die Angebote bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. Derzeit läuft eine erste Auswertung.

Bild: Volker Wiciok
Eine blaue Pinnwand mit verschiedenen Karten, im Hintergrund das sitzende Publikum eines Vortrags.
In mehreren Workshops hat sich die Projektgruppe gemeinsam mit vielen Akteur*innen der Vielfalt der Begnungsorten genähert.
Bild: Volker Wiciok

Begegnungsorte eröffnen Raum für Engagement und Weiterentwicklung, vernetzen Kreative, sind Orte der Kultur und können Anlaufstellen für Ratsuchende sein. Aus Fremden können in Begegnungsorten gute Nachbar*innen werden. Damit tragen diese Orte maßgeblich zur Stabilisierung und Belebung von Quartieren bei. Für deren demokratische Mitgestaltung sind sie unabdingbar.

Doch wie gut ist Dortmund eigentlich mit solchen Orten ausgestattet? Welcher Art sind die Begegnungsorte in Dortmund, wer betreibt sie? Und wie lässt sich der Bereich gezielt weiterentwickeln?

Um diese Fragen zu beantworten, hat die Stadt Dortmund eine fachbereichsübergreifende Projektgruppe ins Leben gerufen. Vertreter*innen des Amts für Stadterneuerung, des Fachdienstes für Senioren beim Sozialamt und der Strategischen Sozialplanung arbeiten darin zusammen, um Begegnungsorte sichtbar zu machen. Dabei binden sie zahlreiche weitere Stellen der Verwaltung, gemeinnützige Träger und weitere Akteur*innen aktiv ein.

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Was ist mit einem Begegnungsort gemeint?

Als Begegnungsorte werden in diesem Prozess ausschließlich Räume mit vier Wänden und Dach bezeichnet, in denen Begegnungen durch verschiedene Angebote und Strukturen gelebt werden. Begegnungen finden selbstverständlich auch an anderen Orten statt, zum Beispiel auf öffentlichen Plätzen, in Parks oder auch in kommerziellen Räumlichkeiten. Im laufenden Prozess und für die Bestandsaufnahme wurden diese Orte bewusst ausgeklammert. Ihre Bedeutung für das Stadtleben ist damit nicht in Frage gestellt.

Begegnungsorte sind nicht kommerziell, weitestgehend frei zugänglich und haben das Ziel, das Miteinander vor Ort zu stärken. Sie sind geprägt durch Offenheit und eine Kultur des Willkommenseins. Sie bieten die Möglichkeit der Mitgestaltung, sind häufig gemeinsam gestaltet, beziehungsfördernd und inklusiv. Sie stärken den Zusammenhalt (im Quartier), unterstützen bei der Bekämpfung von Einsamkeit und bieten Raum für gemeinsame Aktivitäten, Angebote und Aktionen.

Wie verläuft der Prozess?

Mit Unterstützung des Lingener Büros pro-t-in GmbH fanden seit dem Frühjahr 2023 verschiedene Workshops statt, im Rahmen des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geförderten Projekts „Zukunftswerkstatt Kommunen“ (ZWK).

Beteiligt waren Verantwortliche verschiedener Begegnungsorte – vom Haus der Europäischen Roma über Kleingartenvereine und das Sozial Ökologische Zentrum bis hin zu Vertreter*innen der Wohnungswirtschaft. Sämtliche Akteure aus der Stadtverwaltung hatten die Möglichkeit, sich erneut an diesem Workshop zu beteiligen, ebenso Träger*innen von Begegnungsorten bei Wohlfahrtsverbänden und Vereinen. In diesen Runden erarbeiteten die Teilnehmenden das gemeinsame Verständnis von Begegnungsorten und entwarfen das Vorgehen für die Bestandserhebung.

Die Ergebnisse der Workshops sind in einer Kurzdokumentation, 11 MB, PDF zusammengefasst.

Im Herbst 2025 startete die Bestandsaufnahme in Form einer Online-Befragung unter den Verantwortlichen aller Dortmunder Begegnungsorte. Diese lief bis zum 27. Februar 2026 und fragte viele Merkmale ab. Derzeit läuft die Auswertung der gut 130 Einsendungen. Doch die Erfassung zusätzlicher Orte über das Befragungsformular bleibt weiterhin möglich und vervollständigt das Bild.

Auf Grundlage der Bestandsaufnahme werden künftig weitere Workshops stattfinden, deren Ergebnisse in ein Konzept zur weiteren Entwicklung der Dortmunder Begegnungsorte einfließen.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Sie wollen bei dem Thema auf dem Laufenden bleiben? Melden Sie sich unter begegnungsorte@stadtdo.de und bitten Sie um Aufnahme in den Mailverteiler. Sie erhalten Sie dann Informationen über weitere Veranstaltungen und sonstige Schritte im Prozess.

Selbstverständlich können Sie sich jederzeit mit sofortiger Wirkung wieder aus dem Verteiler entfernen lassen. Dazu reicht eine formlose Bitte an dieselbe Mailadresse.

Hinweise zum Datenschutz

Mit dem Absenden der Mail mit der Bitte um Aufnahme in den Mailverteiler an die o. g. Adresse erklären Sie sich damit einverstanden, dass die Stadt Dortmund, Amt für Stadterneuerung, personenbezogene Daten von Ihnen erhebt (Name, Mailadresse) und diese für den Versand von E-Mails zum Stand des Prozesses Begegnungsorte nutzt. Sie willigen ein in die Nutzung Ihrer Daten im Rahmen der Datenschutzerklärung der Stadt Dortmund. Diese Einwilligung kann jederzeit für die Zukunft ganz oder teilweise widerrufen werden. Eine Weitergabe Ihrer Daten durch die Stadt Dortmund an Dritte erfolgt nicht.

Hintergrund

Der Prozess zur Entwicklung der Begegnungsorte

Den Startschuss für den jetzt laufenden Prozess gaben 2022 eine Anfrage und ein Auftrag aus dem Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen. Diesen Entscheidungen folgend soll die Stadt Dortmund ein Konzept zur Neuausrichtung und Ausgestaltung von Begegnungsorten entwickeln. Dabei soll sie verschiedene Aspekte berücksichtigen, unter anderem die Nutzer*innenansprüche und die räumliche Verteilung.

Gemeinsam mit allen Beteiligten machte sich eine Projektgruppe aus Vertreter*innen des Amts für Stadterneuerung, des Fachdienstes für Senioren beim Sozialamt sowie des Sozialdezernats auf den Weg, um Begegnungsorte in Dortmund sichtbar zu machen. Mehrere Workshops mit unterschiedlichen Teilnehmenden fanden dazu statt.

Im Dezember 2024 beauftragte der Rat der Stadt Dortmund das Amt für Stadterneuerung und das Sozialamt gemeinsam mit dem Dezernat 5, Strategische Sozialplanung, den begonnenen Prozess weiter voranzutreiben. Hierzu soll, unter Beteiligung aller relevanten Akteure, Träger*innen und Betreiber*innen, eine umfassende Übersicht aller Begegnungsorte erstellt werden. Aufbauend darauf soll die Stadt Dortmund ein Konzept zur Ausgestaltung und zukünftigen Weiterentwicklung von Begegnungsorten in Dortmund entwickeln. Dabei ist die Unterstützung durch eine externe Begleitung vorgesehen.

Zum Download

Kontakt

Maike Dymarz Projektleiterin im Amt für Stadterneuerung

Kontakt

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