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Smart City-Projekt

E-Autos tanken am Ladebordstein

Nicht überall in der dicht bebauten City ist Platz für neue E-Ladesäulen. Ein innovatives Smart-City-Projekt ist im Herbst an der Betenstraße an den Start gegangen. Es verzichtet auf die komplette Ladesäule, stattdessen stöpseln Besitzer*innen von E-Autos das Ladekabel ihres Fahrzeugs direkt in eine Steckdose im Boden ein.

Zehn Ladebordsteine mit je 11 kW Ladeleistung ließen Stadt und DEW21 entlang der Stellplätze seitlich des Mercure Hotels „Römischer Kaiser“ installieren. Sechs davon sind bereits aktiv, vier wurden zunächst mit Blinddeckeln versehen – vorbereitet für eine spätere Nachrüstung, sobald der Ladebedarf in der City weiter steigt. Dortmund gehört damit mit Berlin, Köln und Düsseldorf bundesweit zu den Vorreitern dieser innovativen Technologie. Die Stadt kooperiert für das Projekt mit dem Dortmunder Energieversorger und stellt die öffentlichen Flächen für die Installation bereit. Gemeinsam erweitern Stadt und DEW21 so ihren Ladeinfrastruktur-Mix.

Das Ladekabel eines Elektroautos ist in einen Ladebordstein eingesteckt.
Bild: DEW21
An der Betenstraße wurden zehn Ladebordsteine installiert.
Bild: DEW21

Bisher können City-Besucher*innen zwischen Weißenburger Straße und Möllerstraße, Südwall und Treibstraße an 63 öffentlichen Ladesäulen verschiedener Anbieter Strom tanken. Hinzu kommen Ladepunkte in Parkhäusern, 18 allein in den Garagen der Stadttochter DOPARK, zahlreiche weitere in privat betriebenen Garagen.

Insgesamt gibt es in Dortmund aktuell 814 öffentlich zugängliche Ladesäulen. Prognosen gehen davon aus, dass mindestens 2.700 Ladesäulen angeboten werden müssen, um den Bedarf in den kommenden Jahren zu decken. Um dieses Ziel zu erreichen, installiert DEW21 bis 2035 insgesamt 1.500 Laternenlader im Stadtgebiet. Weitere Ladesäulen sollen auf Parkflächen im Besitz der Stadt Dortmund entstehen. Um die Vergabe dieser Flächen bedarfsgerecht zu gestalten, wird aktuell eine Strategie ausgearbeitet. Bewährt sich die platzsparende und barrierearme Technologie der Ladebordsteine, können auch dort Flächen erschlossen werden, wo es für herkömmliche Ladesäulen zu eng ist.

Vor denkmalgeschützten Gebäuden und in denkmalwerten Straßenzügen stören die Ladestationen zudem nicht das Stadtbild. Weder wird Fußgänger*innen Platz weggenommen, noch müssen Anwohnende auf Parkraum verzichten.

Dennoch bieten die Bordsteinlader technisch dieselbe Leistung wie eine klassische AC-Ladesäule. Dichtungen und Wasserabläufe sowie eine gekapselte Elektronik schützen alle sensiblen Komponenten vor Wasser und Schmutz.

Und wer Bedenken hat, die ausgeklügelte Abdeckung am Bordstein zu berühren: Ist sie entsperrt, lässt sie sich mit dem Typ-2-Stecker vom Elektroauto-Ladekabel bequem aufschieben. Dort befindet sich auch ein kleines Kontrollfeld mit Display und Angaben zur Ladestation. Wie gewohnt, schaltet man den Ladebordstein per Lade-App frei. Das Aufladen selbst funktioniert wie immer: E-Auto in der Parkbucht parken, Ladekabel raus, Stecker rein – fertig.

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