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Stadterneuerung Westerfilde & Bodelschwingh

Grün verbindet

Mehr als 100 neue Bäume pflanzt die Stadt Dortmund an zwei Straßen in Westerfilde & Bodelschwingh – im öffentlichen Raum und in Vorgärten. So wird das Quartier grüner und bleibt auch an heißen Sommertagen kühler. Zugleich wird eine wichtige Wegeverbindung attraktiver für den Fuß- und Radverkehr.

Ein junger, frisch gepflanzter Baum in einem Vorgarten vor einem Einfamilienhaus, im Hintergrund mehrere Vorgärten ebenfalls mit jungen Bäumen.
Bild: Stadt Dortmund / Christoph Schedler
Die ersten fünf geschenkten Bäume für private Vorgärten pflanzte die Stadt Dortmund im März 2026 an der Mosselde.
Bild: Stadt Dortmund / Christoph Schedler

Das Projekt „Grün verbindet – Coole Wege für Westerfilde & Bodelschwingh“ nimmt die beiden Straßen Rohdesdiek und Mosselde in den Blick. Beide sind relativ breit, verlaufen sehr gerade in nord-südlicher Ausrichtung durch Wohngebiete und haben kaum Baumbestand. Um diese Achse zur grünen, beschatteten Wegeverbindung zu machen, arbeiten Stadt und private Eigentümer*innen Hand in Hand:

Die Stadt pflanzt 44 Bäume in Baumscheiben im öffentlichen Raum. In der Mosselde werden die Bäume im Straßenraum stehen, im Rohdesdiek im Bereich der breiten Gehwege. Die ersten Baumscheiben sollen im Sommer 2026 entstehen. Doch auch die Eigentümer*innen der Häuser an beiden Straßen sind gefragt: Die Stadt schenkt ihnen einen oder mehrere Bäume für ihre an die Mosselde oder den Rohdesdiek angrenzenden (Vor-)Gärten. Denn viele Vorgärten bieten viel Raum, sind aber kaum gestaltet oder sogar stark versiegelt. Mit den Bäumen wächst der ökologische Wert der Gärten und parallel dazu das Bewusstsein für eine zukunftsfähige Gartengestaltung.

Die Stadt stellt bis zu 60 Bäume kostenfrei für Eigentümer*innen zur Verfügung und pflanzt sie auch ein. Die ersten fünf Bäume hat die Stadt im März 2026 eingesetzt.

Geschenkte Bäume noch bis Oktober 2026

Interessierte können noch bis Oktober 2026 über das Quartiersmanagement Westerfilde & Bodelschwingh einen Antrag stellen. Sind alle Anforderungen , 92 KB, PDF erfüllt, erhalten sie eine Bewilligung. Begleitend berät das Qurtiersmanagement zur ökologischen und klimafreundlichen Gartengestaltung.

Umfassende Beteiligung

Mehrere Personen stehen an einer Stellwand und deuten auf den stilisierten Plan einer Straße.
Bild: Andreas Buck
Viel Interesse gab es an der ersten Beteiligungsaktion zum Projekt „Grün verbindet“ im September 2024 im Quartiersbüro Westerfilde & Bodelschwingh.
Bild: Andreas Buck

Das Projekt ist in zwei Bauabschnitte gegliedert: der erste befasst sich mit der Straße Mosselde, der zweite mit der Straße Rohdesdiek. Eine erste Informationsveranstaltung im September 2024 richtete sich gleichermaßen an Anlieger*innen beider Straßen. Mögliche künftige Standorte der Bäume wurden diskutiert und das Angebot der Baumgeschenke wurde vorgestellt. Die Eigentümer*innen nahmen das Vorhaben positiv auf. Einige Anmerkungen, vor allem zur Zufahrtssituation zu den Grundstücken und zur möglichen Beschattung von Solarstrom-Anlagen, nahmen die Vertreter*innen der Verwaltung zur Prüfung mit. In der Folge kam es zu leichten Verschiebungen bei wenigen der geplanten Baumstandorte, um Befahrbarkeit und Besonnung sicherzustellen.

Im Februar 2025 fasste die BV Mengede den Baubeschluss zunächst für den ersten Bauabschnitt, also die Straße Mosselde.

Eine zugehörige Informationsveranstaltung für die Eigentümer*innen nur der an die Mosselde angrenzenden Grundstücke fand im Juli 2025 statt.

Intensive Diskussionen

Ziel war es, den weiteren Umgang mit den Anmerkungen aus dem September darzustellen und die Baumgeschenke für Eigentümer*innen zu bewerben. In diesem Termin diskutierten rund 25 Teilnehmende sehr intensiv über die Straßenbäume. Viele der Sorgen konnten die Fachleute der Verwaltung ausräumen. Am Ende steht die große Mehrheit der anliegenden Eigentümer*innen hinter dem Projekt und freut sich auf ein verbessertes Mikroklima, ein schöneres Wohnumfeld und nicht zuletzt auf die Wertsteigerung der Grundstücke.

Die Einwände der Anwohner*innen aus dem Beteiligungstermin zur Mosselde sowie die Entgegnungen der Verwaltung hat die Stadterneuerung in einem Dokument, 66 KB, PDF zusammengefasst.

Im September 2025 fasste die BV Mengede den Baubeschluss für den zweiten Bauabschnitt Rohdesdiek. Hierzu ist eine Informationsveranstaltung für die Eigentümer*innen der anliegenden Grundstücke für April 2026 geplant.2027 soll das Gesamtprojekt abgeschlossen werden.

Innovative Bewässerung als Modellprojekt

Im Projekt „Grün verbindet“ setzt die Stadt Dortmund erstmals auf bestimmte technische Lösungen, um die Bäume im Straßenraum zuverlässig mit Regenwasser zu bewässern.

Rigolen und muldenförmige Bauscheiben

Damit die Bäume im öffentlichen Raum auch bei fortschreitendem Klimawandel gut gedeihen können, erhalten sie ein gegenüber Standard-Baumscheiben verbessertes Speichersystem für Wasser aus grobem Material und speziellem Baumgranulat. Die Baumscheiben werden zudem muldenförmig angelegt und erhalten teils einen Zulauf für Regenwasser von Gehwegen. Ein klassisches sogenanntes Rigolensystem ist bei der Pflanzung im Bestand nicht überall möglich.

Um aber neue Erfahrungen mit Baumrigolen zu sammeln, wird im südlichen Rohdesdiek eine Modellrigole mit fünf Bäumen angelegt. Das Tiefbauamt und das Grünflächenamt der Stadt Dortmund werden die Entwicklung der Bäume und die Aufwände für Unterhaltung und Pflege beobachten. Die Erkenntnisse sollen in die Planungen weiterer Baumrigolen in Dortmund einfließen.

Was sind Rigolen

Eine Baumrigole ist ein unterirdisches Speicher- und Versickerungssystem für Regenwasser, direkt neben oder unter einem Straßenbaum. Die Rigole nimmt Wasser etwa vom Gehweg auf, speichert es und gibt es an den Baum ab. Erst verzögert leitet sie Wasser an das Grundwasser oder die Kanalisation weiter. Nach dem Prinzip der Schwammstadt verbessert sie so die Bewässerung und begrenzt zugleich schädliche Auswirkungen von Starkregen.

Finanzierung nutzt verschiedene Förderprogramme

Das Projekt wird in zwei Bauabschnitten umgesetzt. Für den ersten Bauabschnitt Mosselde fließen aus dem Bundesprogramm zur „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ 400.000 Euro. Die Stadt trägt den Eigenanteil von 40.000 Euro und die Planungskosten von 50.000 Euro. Für den zweiten Bauabschnitt Rohdesdiek gibt es 300.000 Euro Fördermittel aus dem Programm KfW 444 (Natürlicher Klimaschutz in Kommunen). 185.000 Euro finanziert der städtische Haushalt. Die Machbarkeitsstudie für beide Bauabschnitte wurde mit 30.000 Euro aus dem Programm „Zukunftsvereinbarung Regenwasser“ der Emschergenossenschaft finanziert.

Kontakt

Stadt Dortmund - Amt für Stadterneuerung

Anschrift und Erreichbarkeit
Anschrift:
Kampstr. 47
44137 Dortmund
Personen
Karen Martens Projektleiterin

Kontakt

Gefördert durch

Logo des Förderprogramms „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“
Logo des Förderprogramms „Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz“
Förderlogo des Förderpgroramms „Emscher-Lippe-Klimaanpassung“

Projekte der Stadterneuerung

Gelände der Westhausen-Grundschule

Das Gelände der Westhausen-Grundschule gestaltet die Stadt Dortmund um. Der große, kaum genutzte Sportplatz wird neu aufgeteilt und um Angebote ergänzt. Ein Weg, auf dem Passant*innen den Schulhof umgehen können, ermöglicht ungestörtes Spielen.

Plan des Geländes der Westhausen-Grundschule
Bild: Stadt Dortmund
Hof- und Fassadenprogramm

Mit dem Hof- und Fassadenprogramm Westerfilde & Bodelschwingh unterstützt die Stadt Dortmund Eigentümer*innen, die Fassaden mit Farbe oder Licht neugestalten, Graffiti entfernen, historische Fassaden wiederherstellen oder Freiflächen begrünen und gestalten.

Foto eines Mehrfamilienhauses mit frischem Anstrich.
Bild: Quartiersmanagement Westerfilde & Bodelschwingh
Quartiersmanagement

Wer in Westerfilde & Bodelschwingh etwas bewegen möchte, wendet sich an das Quartiersmanagement. Im Auftrag der Stadt Dortmund und eng am Puls des Quartiers bietet das Team Beratung und Förderung, Aktionen, Vernetzung und vieles mehr.

Visualisierung einer Parklandschaft vor Industriekulisse.
Bild: Benito Barajas
Stadtteilfonds

Aus dem Quartier – für das Quartier: Jedes Jahr stellt der Stadtteilfonds 35.000 Euro für Projekte und Aktionen von Bewohner*innen und Initiativen in Westerfilde & Bodelschwingh bereit.

Visualisierung einer Spielfläche in einem Park
Stadtteilmarketing

Identität und Image des Quartiers stärken, ein Wir-Gefühl aufbauen und allen zeigen: Westerfilde & Bodelschwingh ist außen grün und innen bunt! Diese Ziele verfolgt das Stadtteilmarketing, an dem das ganze Quartier beteiligt ist.

Parksuchverkehr soll im Rosental der Vergangenheit angehören, das besondere Flair des Viertels dank einer Fußgängerzone auch im Straßenraum erlebbar werden.
Bild: Stadtteilmarketing Westerfilde & Bodelschwingh
Energetische Quartiersentwicklung

In Westerfilde & Bodelschwingh bringt die Stadt Dortmund die energetische Modernisierung gemeinsam mit den Menschen, Unternehmen und Initiativen vor Ort voran. Das Ziel: energiesparende, klimagerechte Quartiere mit Vorreiterrolle in der Energie- und Wärmewende.

Luftbild eines Wohnquartiers mit Solarpaneelen auf den Dächern von Mehrfamilienhäusern.
Bild: Benito Barajas
Salz- und Pfefferweg

In Westerfilde & Bodelschwingh verbessert die Stadt Dortmund die Verbindung der Nachbarschaften mit dem "Salz- und Pfefferweg". Der charakteristisch gepflasterte Weg soll sich rund 1,4 Kilometer von West nach Ost und 1,3 Kilometer von Nord nach Süd erstrecken.

Gruppenfoto von Menschen mit Gartengeräten, Gießkannen, Schubkarre im Garten.
Bild: Benito Barajas
Spielplatz Im Odemsloh

Der große Spielplatz "Im Odemsloh" in Westerfilde & Bodelschwingh wird neugestaltet. Unter dem Motto "Große Pirat*innen und kleine Entdecker" bekommt er einen Wasserspielplatz mit Spielschiff und Seilbahn sowie Neuerungen im Kleinkindbereich.

Foto eines Backsteingebäudes mit modernen Fenstern und Türen
Bild: Andreas Buck
Rahmer Wald

Die Stadt Dortmund will den Rahmer Wald als kühle, grüne Oase für Westerfilde & Bodelschwingh stärken. Das Naturschutzgebiet erhält dazu unter anderem bessere Zugänge, neue Infotafeln und zusätzliche Bänke. Das Forsthaus Rahmer Wald wird zum Ort für Umweltbildung.

Jungen spielen auf einem grünen Kunstrastenplatz Fußball.
Bild: Daniel Sadrowski
Neugestaltung Marktplatz

Die Stadt Dortmund gestaltet den Marktplatz an der Speckestraße um. Der Platz erhält eine neue Identität als „gute Stube“ von Westerfilde & Bodelschwingh. Aus Parkplätzen wird so eine attraktive Freifläche als Treffpunkt für das Quartier.

Skizze eines Marktplatzes mit einem Teppich statt Pflastersteinen.
Bild: Lohrer.Hochrein
Begegnungsorte im Quartier

Orte für Begegnung stärken das Gemeinwesen, das Wir-Gefühl und die Inklusion. Die Stadt Dortmund hat deshalb die Begegnungsorte in Westerfilde & Bodelschwingh im Blick und schließt Lücken im Angebot auch ohne Neubau.

Ansicht einer Ladenzeile mit dem Begegnungszentrum NebenAn
Bild: Benito Barajas
Grünfläche Westerfilder Straße

Auf einer Grünfläche an der S-Bahn-Brücke der Westerfilder Straße hat die Stadt Dortmund einen neuen Aufenthaltsbereich gestaltet. Jugendliche finden hier nun einen gemütlichen Treffpunkt, jüngere Kinder zusätzliche Spielmöglichkeiten.

Eine baumbestandene Grünfläche mit verschiedenen Sitz- und Balanciermöglichkeiten.
Bild: Stadt Dortmund / Maike Dymarz
Ehemalige Tankstelle

Wo lange eine leerstehende Tankstelle den Ortseingang von Westerfilde & Bodelschwingh prägte, spielen bald Kinder: Die Stadt Dortmund erwarb im Rahmen einer Zwangsversteigerung das Erbbaurecht an der Fläche und stieß die Entwicklung von Sozialen Einrichtungen durch einen Investor an.

Eine geschlossene und von Vandalismus betroffene Tankstelle.
Bild: Benito Barajas

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UmsteiGERN

Hier finden Sie umfangreiche Informationen zur Kampagne UmsteiGERN im Rahmen des Projektes "Emissionsfreie Innenstadt" der Stadt Dortmund.

Boden

Hier finden sich zentrale Informationen zum Schutz, zur Nutzung und zum vorsorgenden Umgang mit Böden.

Kostenlose Mobilitätsberatung für zehn Unternehmen

Erfahren Sie mehr über unsere kostenlose Mobilitätsberatung für zehn Unternehmen des Stadtplanungs- und Bauordnungsamtes der Stadt Dortmund.

City-Fonds

Die Stadt Dortmund fördert private Vorhaben zur Stärkung der City: Aus dem City-Fonds gibt es künftig Zuschüsse – bis zu 90.000 Euro jährlich.

Miteinander.Mitte.Machen

Wie ist eine lebendige Innenstadt für die Zukunft neu zu justieren? Wie werden sich einzelne Bereiche der City verändern? Welche Konsequenzen ergeben sich für öffentlichen Raum, für Immobilien und die richtigen Strukturen der Zusammenarbeit aller City-Akteur*innen?

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Infoforum Emissionsfreier Lieferverkehr

Infos zum Forum Emissionsfreier Lieferverkehr als Teil des Projektes "Emissionsfreie Innenstadt" des Stadtplanungs- & Bauordnungsamtes Dortmund.

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Vom Zwölfen Jahrhundert bis heute. Bedeutung, Ausbau & Herausforderungen. Entdecken Sie Windkraft in Dortmund: Standorte, Repowering und mehr.

Citymanagement

Das Citymanagement Dortmund stärkt gemeinsam mit Händler*innen, Immobilieneigentümer*innen und vielen anderen City-Akteur*innen das Herz der Stadt.

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Kostenlose Beratung zu Elektromobilität in Unternehmen und Immobilien

Kostenlose Beratung zu Elektromobilität in Unternehmen und Immobilien im Rahmen des Projektes "Emissionsfreie Innenstadt" der Stadt Dortmund.