Stadterneuerung Nordstadt
Sanierungsgebiet „Südliches Nordmarktquartier”
Das „Südliche Nordmarktquartier” ist ein städtebauliches Sanierungsgebiet. Die Stadt Dortmund arbeitet hier besonders intensiv an der Verbesserung der Lebensqualität. Zugleich gelten für Immobilieneigentümer*innen besondere Regelungen. Zum Beispiel steuerliche Vorteile, aber auch Genehmigungspflichten.
Seit dem 31. Januar 2025 läuft im „Südlichen Nordmarktquartier” eine sogenannte
Was ist ein Sanierungsgebiet?
In einem städtebaulichen Sanierungsgebiet arbeiten Stadt, private Eigentümer*innen und weitere Akteur*innen an Verbesserungen. Private investieren in die Sanierung und Modernisierung ihrer Gebäude, die Stadt etwa in die Aufwertung der öffentlichen Räume, in Spielplätze, Grünflächen.
Zusätzlich bietet das Sanierungsrecht der Stadt erweiterte Möglichkeiten, die Entwicklung des Gebäudebestands mitzusteuern. Hierzu gehört beispielsweise ein allgemeines Vorkaufsrecht. Damit kann die Stadt zum Beispiel sogenannte Problemimmobilien erwerben, die durch bauliche Mängel und Leerstände eine negative Auswirkung auf ihr Umfeld haben. Zudem müssen Eigentümer*innen viele rechtliche oder bauliche Veränderungen, die sie an Gebäuden oder Grundstücken vornehmen, vorab genehmigen lassen.
Ausführlichere allgemeine Informationen zum Instrument der städtebaulichen Sanierung und zu den Rechtsgrundlagen gibt es
Nachfolgend finden Sie Informationen, die unmittelbar das Sanierungsgebiet "Südliches Nordmarktquartier" betreffen.
Beratung für Eigentümer*innen
Das
Die Stadt Dortmund rät allen Eigentümer*innen, sich möglichst frühzeitig zu jedem baulichen oder rechtlichen Vorhaben mit Bezug auf ihre Immobilie durch das Quartiersmanagement beraten zu lassen. So können die Weichen für das Projekt gleich richtig gestellt werden. Das Team Immobilien unterstützt auch direkt beim Antrag auf sanierungsrechtliche Genehmigungen und berät zum Abschluss von Modernisierungsvereinbarungen.
Das Team Immobilien im Quartiersmanagement ist zu erreichen:
montags bis freitags von 10 bis 15 Uhr
unter
Beratungen sind nach Vereinbarungen auch außerhalb dieser Zeit möglich.
Wichtige Informationen zum Sanierungsgebiet
Die Sanierungsziele im „Südlichen Nordmarktquartier”
Im Juni 2024 hat der Rat mit dem Sanierungsgebiet "Südliches Nordmarktquartier" auch die konkreten Ziele beschlossen, die mit der Maßnahme erreicht werden sollen. Diese Sanierungsziele sind in vier Bereiche gegliedert:
• Gebäudebestand und Blockinnenbereiche
• lokale Ökonomie und Infrastruktur
• Stadtraum
• Mobilitätswende
Aus den Sanierungszielen leiten sich die zahlreichen Maßnahmen der Stadterneuerung ab, die die Stadt durchführt.
Gleichzeitig sind die Sanierungsziele die Grundlage für Genehmigungen der Maßnahmen an Gebäuden privater Eigentümer*innen: Genehmigt wird, was dem Erreichen der Ziele nicht entgegensteht. Daher sind die Ziele für private Eigentümer*innen wichtig.
Die
Welche Vorteile haben Immobilieneigentümer*innen?
Innerhalb des Sanierungsgebiets ergeben sich für Eigentümer*innen mehrere Vorteile:
• Steuervorteile: Es bestehen erhöhte steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten (nach § 7h bzw. § 10f und § 11a Einkommenssteuergesetz (EStG)) für Herstellungskosten von Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen.
Das bedeutet praktisch: Wer ein Gebäude innerhalb des Gebiets modernisiert, kann pro Jahr einen größeren Anteil der Investition steuerlich geltend machen ("absetzen") als sonst. Dadurch lassen sich 100 Prozent der Kosten innerhalb von 12 Jahren geltend machen. Voraussetzung für die steuerliche Förderung ist, dass Eigentümer*innen vor Beginn ihrer Maßnahmen eine sogenannte Modernisierungsvereinbarung mit der Stadt schließen.
• Wertsteigerung: Der Wert der eigenen Immobilie steigt durch die Aufwertung des Umfelds im Rahmen der städtebaulichen Sanierungsmaßnahme. Eigentümer*innen profitieren von den Maßnahmen der Stadt und den Investitionen anderer privater Eigentümer*innen.
Die Erfahrung zeigt, dass eine Modernisierung oft weitere in der Nachbarschaft nach sich zieht. Es lohnt sich also, voranzugehen!
• Intensive Beratung und Begleitung: Im Sanierungsgebiet "Südliches Nordmarktquartier" liegt ein Beratungsschwerpunkt des
Natürlich stehen auch im Sanierungsgebiet die bis zu 50-prozentigen Zuschüsse aus dem
Wofür sind sanierungsrechtliche Genehmigungen erforderlich?
Für viele Veränderungen an Häusern, Wohnungen oder Grundstücken im Sanierungsgebiet benötigen Eigentümer*innen vorher eine sanierungsrechtliche Genehmigung. Das betrifft die meisten baulichen meisten baulichen und auf die Nutzung bezogenen Änderungen an und in Gebäuden sowie Eintragungen im Grundbuch.
! Achtung: Eine Baugenehmigung reicht nicht. Die sanierungsrechtliche Genehmigung muss zusätzlich beantragt und erteilt werden. Die Anträge können parallel gestellt werden.
Eigentümer*innen brauchen eine sanierungsrechtliche Genehmigung für:
- jede bauliche Veränderung am oder im Gebäude. Wenn also ein Gebäude ganz oder teilweise neu gebaut, umgebaut oder abgerissen werden soll.
- jede Nutzungsänderung, also wenn die Art der Nutzung sich ändert. Das gilt zum Beispiel, wenn bisherige Geschäftsräume zu Wohnungen umgewandelt werden, oder wenn umgekehrt eine Wohnung zur Arztpraxis wird.
- sämtliche darüber hinaus gehenden Vorgänge, für die auch eine Baugenehmigung erforderlich ist. Wichtig: Baugenehmigung und sanierungsrechtliche Genehmigung können nicht mit demselben Antrag beantragt werden. Es sind zwei getrennte Anträge erforderlich.
- alle Veränderungen, die den Wert der Immobilie wesentlich steigern. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Eigentümer*innen Werbeanlagen anbringen, das Dach, die Fenster oder die Fassade bearbeiten, eine neue Heizung installieren oder den Innenhof gestalten.
- jeden Abschluss und jede Verlängerung befristeter Mietverträge mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Dabei handelt es ich in der Regel um Gewerbemietverträge.
- jeden Verkauf eines Grundstücks.
- jede Eintragung von Grundschulden und Grunddienstbarkeiten im Grundbuch sowie jede Eintragung oder Änderung von Baulasten.
- jede Teilung eines Grundstücks.
Die Rechtsgrundlage für diese Genehmigungspflichten im Sanierungsgebiet bilden die Paragraphen § 144 Abs. 1 und Abs. 2 sowie § 145 Baugesetzbuch (BauGB).
Wie erhalten Eigentümer*innen eine Genehmigung?
Für die sanierungsrechtliche Genehmigung gibt es ein
Die Stadt Dortmund empfiehlt allen Eigentümer*innen, sich frühzeitig vor Antragstellung vom
Wie werden die Menschen vor Ort in das Sanierungsverfahren eingebunden?
In regelmäßigen Abständen informiert die Stadt die Eigentümer*innen, Bewohner*innen, Pächter*innen und sonstigen Betroffenen im Sanierungsgebiet über den Stand der städtebaulichen Sanierungsmaßnahme. Dies geschieht über Anschreiben, Pressemitteilungen, Briefwurfsendungen und andere Kanäle. Anlassbezogen, wenn zum Beispiel Projekte im öffentlichen Raum anstehen, finden zudem Informations- und Beteiligungsveranstaltungen statt.
Bereits im Rahmen der Vorbereitenden Untersuchungen gab es eine umfangreiche Beteiligung der Öffentlichkeit, unter anderem mit mehreren Quartierswerkstätten, einem Informationsabend für Eigentümer*innen und einer breit angelegten Befragung. Zu den Quartierswerkstätten gibt es eine
Zum Start des Sanierungsgebiets findet im ersten Quartal 2025 eine Infoveranstaltung statt, zu der sämtliche Eigentümer*innen der rund 1.100 Immobilien im Quartier persönlich eingeladen werden.
HInweis für bevollmächtigte Notar*innen
Bevollmächtigte Notar*innen werden gebeten, die entsprechenden notariellen Urkunden zusammen mit dem ausgefüllten Antragsformular direkt an
Satzung, Grundlagen, Antragsformular und mehr
-
Antrag auf sanierungsrechtliche Genehmigung im Sanierungsgebiet „Südliches Nordmarktquartier”, 652 KB, PDF -
Sanierungsziele für das „Südliche Nordmarktquartier”, 547 KB, PDF -
Offizielle Karte des Sanierungsgebiets, 3 MB, PDF -
Sanierungssatzung, 113 KB, PDF -
Ratsbeschluss zur Festlegung des Sanierungsgebiet (Juni 2024; Link zur Drucksache mit allen Anlagen) -
Veröffentlichung in den Dortmunder Bekanntmachungen (Amtsblatt) vom 31.01.2025, 2 MB, PDF -
Dokumentation der drei Quartiersworkhops zu den Vorbereitenden Untersuchungen, 7 MB, PDF -
Abschlussbericht der Vorbereitenden Untersuchungen, 16 MB, PDF
Das Projekt wird gefördert durch
Projekte in der Nordstadt
Das Quartiersmanagement der Nordstadt arbeitet im Auftrag der Stadt Dortmund daran, den Stadtteil zu stärken. Ziel ist es, die Lebensqualität in den Quartieren zu verbessern und den Menschen vor Ort unterstützend zur Seite zu stehen.
Die südliche Münsterstraße ist das belebte Zentrum der Nordstadt. Die Stadt Dortmund will die Münsterstraße zwischen Burgtor und Mehmet-Kubaşık-Platz zu einem klimaresilienten Ort mit einer hohen Aufenthaltsqualität umgestalten.
In der Nordstadt können die dichte Bebauung, überlastete Grünflächen und die zunehmende Hitze den Alltag erschweren. Deshalb lässt die Stadt Dortmund ein Konzept entwickeln, das nachhaltige Lösungen für eine grünere, kühlere und schönere Nordstadt aufzeigt.
Viele Gebäude in der Nordstadt stammen aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Um diese historisch wertvolle Architektur zu erhalten, prüft die Stadt Dortmund eine Gestaltungs- und Erhaltungssatzung im südlichen Nordmarktquartier.
Mit dem Hof- und Fassadenprogramm Nordstadt unterstützt die Stadt Dortmund Eigentümer*innen bei der Neugestaltung oder Wiederherstellung von Fassaden, der Entfernung von Graffiti oder der Begrünung und Gestaltung von Freiflächen.
Das Bernhard-März-Haus ist ein Sozialkaufhaus der Caritas in der Nähe des Borsigplatzes. Die Stadt Dortmund hat es mit Mitteln der Städtebauförderung erhalten, modernisiert und um Beratungs- und Begegnungsangebote erweitert.
Der im Mai 2024 eröffnete Heimathafen Nordstadt ist eine zentrale Anlaufstelle für Zugewanderte, Geflüchtete und Menschen aus dem Stadtteil. Mit Unterstützung der Stadt Dortmund hat die Stiftung Soziale Stadt das leerstehende Lagerhaus in ein integratives Bildungs- und Beratungshaus verwandelt.
Gestaltung Speicherstraße-Süd
Unter dem Motto „Hafen für alle!“ hat die Stadt Dortmund die südliche Speicherstraße im Hafenquartier aufgewertet. Die Entwicklung vom Industriestandort zum Lebensort wurde beim Deutschen Städtebaupreis 2025 mit einer Auszeichnung gewürdigt.
Im Stadtteil mit dem größten Anteil an Kindern und Jugendlichen, der Nordstadt, hat die Stadt Dortmund zwei Bolzplätze erneuert. Die Bolzplätze an der Burgholzstraße und im Stollenpark sind nun modern ausgestattet, multifunktional und ganzjährig bespielbar.
Die Stadt Dortmund hat den 27 Hektar großen Hoeschpark umfassend aufgewertet. Unter anderem ein Outdoor-Fitness-Center und mehrere Klein-Basketballfelder ergänzen das umfangreiche Sportangebot des Parks in der Nordstadt.
Wie ist eine lebendige Innenstadt für die Zukunft neu zu justieren? Wie werden sich einzelne Bereiche der City verändern? Welche Konsequenzen ergeben sich für öffentlichen Raum, für Immobilien und die richtigen Strukturen der Zusammenarbeit aller City-Akteur*innen?
Informationen zum Thema Landesplanung aus dem Stadtplanungs- und Bauordnungsamt der Stadt Dortmund
Die Wohnungsbaukoordination im Amt für Wohnen unterstützt die Zusammenarbeit zwischen planungsbeteiligten Ämtern der Stadt & der Wohnungswirtschaft.
Hof- und Fassadenprgramm Nordstadt Dortmund
Das Team Immobilien im Quartiersmanagement Nordstadt
Erhalten Sie hier einen Überblick zu den einzelnen Programmpunkten des diesjährigen Tag des offenen Denkmals.
Erhalten Sie eine Übersicht zu den Themen Naturschutz und Regelungen im neuen Landschaftsplan Dortmund. Hier mehr erfahren.
Informationen über die Betenstraße, eine der ältesten Straßen in Dortmund, sie verläuft heute zwischen Altem Markt und Friedensplatz.
Informationen zum Thema Bebauungspläne aus dem Stadtplanungs- und Bauordnungsamt der Stadt Dortmund
Heimathafen Nordstadt der Nordstadt Dortmund
"NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur" – Feiern Sie unter diesem Motto mit uns den Tag des offenen Denkmals® am 12. und 13. September 2026!
1.200+ City-Bike-Stellplätze: Förderprojekt Emissionsfreie Innenstadt schafft sichere, zentrale Abstellmöglichkeiten. Erfahren Sie mehr!
Tauchen Sie ein in die Dortmunder Denkmalhefte und entdecken Sie die faszinierende Welt des Denkmalschutzes.
Informationen zur Prüfung eines Sanierungsgebiets in der Dortmunder City.
Die Stadterneuerung Westerfilde & Bodelschwingh mit insgesamt 220 Hektar. Einfamilienhäuser eingebettet in viel Grün.