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Stadterneuerung Nordstadt

Münsterstraße neu gestalten

Die Stadt Dortmund gestaltet die südliche Münsterstraße zwischen Burgtor und Mehmet-Kubaşık-Platz neu. Mit einem Beschluss zur Verkehrsführung hat der Rat eine wichtige Grundlage geschaffen. Nun geht es um die Gestaltung: Noch bis zum 9. August 2026 läuft dazu eine Online-Beteiligung. Wer auf dem Laufenden bleiben will, kann sich in einen Mailverteiler eintragen.

Bild: Anja Cord
Blick entlang einer Geschäftsstraße mit Kopfsteinpflaster mit vielen parkenden Autos und einer Kirche im Hintergrund.
Die südliche Münsterstraße wird ihrer Bedeutung in der aktuellen Gestaltung nicht mehr gerecht.
Bild: Anja Cord

Die südliche Münsterstraße ist das belebte Zentrum der Nordstadt. Viele Menschen kaufen dort ein oder verbringen ihre Freizeit dort. Dieser wichtigen Rolle wird die Gestaltung der Straße aber nicht mehr gerecht. Das betrifft etwa Straßenbelag, Sitzbänke, Beleuchtung und Begrünung, aber auch die Aufteilung des öffentlichen Raums und den Verkehr.

Mit einer Umgestaltung soll die Münsterstraße zu einem klimaresilienten, lebendigen Ort mit hoher Aufenthaltsqualität werden. Das Amt für Stadterneuerung hat daher gemäß einem Ratsbeschluss aus Juli 2025 entsprechende Planungen eingeleitet.

Schon 2021 war eine Neugestaltung Thema. Damals beteiligten sich viele Menschen mit Ideen, Bedenken und Wünschen an einem „nordwärts“-Werkstattverfahren. Allerdings gab es noch keine klare Umsetzungsperspektive. Dies ist nun anders, denn die Neugestaltung der Münsterstraße bildet einen Schwerpunkt im Integrierten Handlungskonzept „Zentrale Nordstadt“, 774 KB, PDF , das der Rat 2023 beschlossen hat. Zudem gibt es für die Neugestaltung Fördermittel der Städtebauförderung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Erkenntnisse aus dem Werkstattverfahren von 2021 fließen in den neuen Prozess ein. Zusätzlich finden weitere Beteiligungsformate statt.

Aktuell: Online-Beteiligung läuft

Aktuell läuft eine Online-Beteiligung zur südlichen Münsterstraße. Mehr Informationen dazu gibt es weiter unten auf dieser Seite. Alle Interessierten können ihre Kommentare noch bis Sonntag, 9. August 2026, online abgeben.

Das Verkehrsgutachten

Bild: Stadt Dortmund
Ein Mann zeigt mit der Hand auf einen großen Stadtplan an einer Stellwand, umstehend einige zuhörende Menschen.
Großes Interesse und rege Gespräche kennzeichneten die Diskussion zum Verkehr auf der Münsterstraße am 11. November 2025.
Bild: Stadt Dortmund

Als erste Basis für die gestalterische Planung hat im Herbst 2025 eine Verkehrsuntersuchung stattgefunden. Ziel war es, die Möglichkeiten der künftigen Verkehrsführung und der Aufteilung des öffentlichen Raums zu klären: Wie viel Platz sollen Fahrradfahrende, zu Fuß Gehende und Autofahrende künftig auf der Münsterstraße erhalten? Mithilfe von Beobachtungen, Zählungen und Befragungen analysierten die Expert*innen des Planungsbüros Planersocietät zunächst den aktuellen Zustand und die Veränderungswünsche. Dann erarbeiteten sie verschiedene Varianten, die bei einer öffentlichen Veranstaltung im November 2025 diskutiert wurden.

Ergebnis war ein Gutachten, 11 MB, PDF , das eine konkrete Lösung für die Verkehrsführung vorschlägt: mit einer erweiterten Fußgängerzone an der St.-Joseph-Kirche aber auch weiterhin Abschnitten mit Autoverkehr. Der Rat der Stadt Dortmund hat im März 2026 entschieden, diese Lösung zur Grundlage für die weitere Planung zu machen.

So soll der Verkehr künftig fließen

Bild: Planersocietät
Karte der südlichen Münsterstraße und ihrer Umgebung mit eingezeichneten Verkehrsregelungen.
Eine größere Fußgängerzone, aber auch weiterhin mit dem Auto befahrbare Abschnitte soll es künftig an der südlichen Münsterstraße geben. Der Klick auf das Bild öffnet die gesamte Karte.
Bild: Planersocietät

Im Kern sind folgende Änderungen für den Abschnitt zwischen Heiligegartenstraße und Mallinckrodtstraße vorgesehen:

  • Als Herz der Quartiersmitte wird der bestehende Fußgängerbereich an der St.-Joseph-Kirche ausgeweitet: bis zur Kielstraße im Süden und zur Lambachstraße im Norden.
  • Auch die westlich abgehende Priorstraße bis zur Zimmerstraße und ein Teilstück der östlich abgehenden Heroldstraße werden Teil der Fußgängerzone.
  • Im Norden, zwischen Westhoffstraße und Mallinckrodtstraße, ergänzt eine weitere kleine Fußgängerzone die bisherige Sackgasse.
  • In allen Fußgängerzonen-Abschnitten bleiben Anlieger-, Versorgungs- und ähnliche Verkehre möglich. Lieferverkehre sind zeitlich beschränkt zulässig. Radfahrende dürfen die Wege ebenfalls nutzen, müssen aber Rücksicht nehmen.
  • Der Abschnitt der Münsterstraße zwischen Heiligegartenstraße und Kielstraße wird zur Einbahnstraße mit südlicher Fahrtrichtung, also entgegengesetzt zur bisherigen Regelung. Zwischen Lambachstraße und Heckenstraße wird die Münsterstraße ebenfalls zur Einbahnstraße, aber mit nördlicher Fahrtrichtung. Auf beiden Abschnitten wird die Geschwindigkeit reduziert. Entlang der Straße soll es jeweils Flächen zum Be- und Entladen, Lieferzonen, Parkplätze für Menschen mit Behinderungen und Kurzzeitparkplätze geben.
  • Die Lambach- und die Kielstraße wechseln ihre Fahrtrichtungen und sind beide zwischen Münster- und Nordstraße jeweils nur von Osten nach Westen befahrbar.
  • Radfahrende dürfen alle Einbahnstraßen im Gebiet in beide Fahrtrichtungen nutzen.
  • An der Münsterstraße selbst entfallen 38 von 58 Pkw-Stellplätze im öffentlichen Raum, in der Priorstraße und der Heroldstraße weitere 30. Ausweichmöglichkeiten bestehen bereits in der nahen Tiefgarage Dietrich-Keuning-Haus, die bislang nicht ausgelastet ist.

Ergänzend sollen im Umfeld weitere Maßnahmen wie die Bewirtschaftung des öffentlichen Parkraums geprüft werden. Insgesamt wird das Viertel so weniger durch fließenden und ruhenden Kfz-Verkehr belastet. Gleichzeitig kann es seine Versorgungs- und Verbindungsfunktion als Stadtbezirkszentrum besser erfüllen. Mehr Raum für zu Fuß Gehende, Außengastronomie, Begrünung und Bänke ermöglicht eine höhere Aufenthaltsqualität. Der damit einhergehende Wegfall an Pkw-Stellplätzen im öffentlichen Raum ist auf ein verträgliches Maß begrenzt, Alternativen stehen in der Nähe zur Verfügung.

Weitere Details zur vorgeschlagenen Regelung und die Begründung der Vorzüge gegenüber anderen Varianten finden sich im ausführlichen Verkehrsgutachten, 11 MB, PDF .

Darüber hinaus hat der Rat der Verwaltung folgende Aufträge mit auf den Weg gegeben:

  • Die Verwaltung soll prüfen, ob grundsätzlich eine mehrstöckige Quartiersgarage auf der Parkplatzfläche Priorstraße/Ecke Leopoldstraße möglich wäre. Dort könnte gegebenenfalls Parkraum gebündelt angeboten werden.
  • Die Verwaltung soll Gespräche mit der DOPARK GmbH führen, die die Tiefgarage Dietrich-Keuning-Haus betreibt. Ziel ist es, bislang ungenutzte Kapazitäten für ein Modell des Quartiersparkens zu erschließen.
  • Die Verwaltung soll im Schulterschluss mit den Gewerbetreibenden ein Konzept entwickeln, um die Tiefgarage besser auszulasten – etwa durch ein Anreizsystem.
  • Die bereits beschlossene Anwohnerparkzone „Münsterstraße“ soll möglichst zeitgleich mit der Neugestaltung der Münsterstraße in Kraft treten – und damit früher als ursprünglich geplant.

Gestalterische Planung startet mit Beteiligung

Bild: Stadt Dortmund / Susanne Enz
Mehrere Menschen stehen gestikulierend und miteinander diskutierend an einem Tisch mit einem großen ausgedruckten Plan einer Straße.
Die rund 60 Teilnehmenden der Planungswerkstatt am 2. Juni diskutierten intensiv über die neue Gestaltung der Münsterstraße. Sie machten Vorschläge, wo der Raum künftig jeweils für Parkplätze, Bäume, Außengastronomien, Sitzgelegenheiten und andere Elemente genutzt werden soll.
Bild: Stadt Dortmund / Susanne Enz

Die gestalterischen Planungen sind zum Jahresbeginn 2026 gestartet. Hierzu gab und gibt es im Laufe des Jahres 2026 verschiedene Gesprächs- und Beteiligungsformate. Denn zunächst steht für die Planer*innen das Zuhören im Mittelpunkt. So gab es ein Auftaktgespräch mit Geschäftstreibenden und örtlichen Interessensgruppen am 24. März 2026. Das beauftragte Planungsbüro sala (vormals „schöne aussichten landschaftsarchitektur“) sammelte darin gemeinsam mit dem Stadtplanungsbüro steg NRW die Gedanken aller Teilnehmenden zu den größten Chancen und Herausforderungen des Projekts. Die benannten Ideen und Bedenken nahmen die Planer*innen als wertvolle Hinweise für die weiteren Planungen mit. Gleiches gilt für die Rückmeldungen der lokalen Politiker*innen aus einem zweiten Auftaktgespräch am 10. März 2026.

Planungswerkstatt am 2. Juni 2026

Einen großen öffentlichen Termin für alle Interessierten gab es am 2. Juni 2026. Bei der Planungswerkstatt im Dietrich-Keuning-Haus ging es um die konkrete Gestaltung der Münsterstraße. In Kleingruppen diskutierten die rund 60 Teilnehmenden daher, wie der Straßenraum künftig aussehen soll: Wo sollen neue Bäume, Bänke, Fahrradstellplätze oder Außengastronomie Platz finden? Wie ist der Raum für Fußverkehr, Autos und Gewerbe zur verteilen? Im Fokus standen dabei zum einen die Plätze und zum anderen die sogenannten Multifunktionsstreifen zwischen der freizuhaltenden Straßenmitte und dem Gehweg entlang der Häuser. Denn dort findet sich der Spielraum für diese Gestaltungselemente. Die Präsentation, 7 MB, PDF , die bei der Planungswerkstatt einleitend gezeigt wurde, steht hier zum Download bereit.

Online-Beteiligung noch bis 9. August 2026

Aktuell läuft eine Online-Beteiligung zum Thema: Die aufbereiteten Ergebnisse der Planungswerkstatt sind hier online einsehbar. Mit einer Kommentarfunktion können alle Interessierten ihre eigenen Anregungen, Hinweise und Ideen digital einbringen. Auch wer schon bei der Planungswerkstatt dabei war, ist herzlich eingeladen: Prüfen Sie die Ergebnisse und kommentieren Sie sie! Die Online-Beteiligung endet am Sonntag, 9. August 2026.

Jetzt online mitmachen

Konzepte und Kosten

Neben der Verkehrsuntersuchung, den Ergebnissen des Werkstattverfahrens von 2021 und dem Input der Beteiligung bilden auch die Erkenntnisse aus der laufenden Entwicklung des neuen Klima- und Freiraumkonzepts eine wichtige Grundlage für die Planungen. Dieses steht unter dem Motto „Nordstadt planen – grüner, kühler, schöner!“

Für die Planung der Münsterstraße rechnet die Stadt mit Kosten von rund 1,2 Millionen Euro. Eine 70-prozentige Förderung aus der Städtebauförderung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen ist dafür bewilligt. Mit dem Start von Bauarbeiten ist frühestens ab 2029 zu rechnen.

Private investieren auch

Nicht nur die Stadt investiert in die Münsterstraße – auch private Eigentümer*innen sollen ihre Gebäude modernisieren. Daher ist seit Januar 2025 das städtebauliche Sanierungsgebiet „Südliches Nordmarktquartier“ in Kraft. Zudem prüft die Stadt derzeit die Chancen von Gestaltungs- und Erhaltungssatzungen im gleichen Gebiet. Neue Impulse erwartet die Stadt auch durch das geplante Investorenprojekt am Burgtor. Dort entsteht ein neues Gebäude mit Polizeiwache, einem Discounter sowie weiteren Gewerbeeinheiten, Wohnungen und Büros.

Ein wichtiger Mitstreiter für das Quartier ist die IG Münsterstraße. In der Interessengemeinschaft haben sich Gewerbetreibende und Eigentümer*innen zusammengeschlossen. Ziel ist ein lebendiges, attraktives Viertel rund um die Münsterstraße.

Bleiben Sie auf dem Laufenden!

Sie wollen wissen, wann und wie es mit der Neugestaltung der Münsterstraße weitergeht? Dafür gibt es den Mailverteiler „Münsterstraßen-Updates“. Sobald Veranstaltungen oder andere Neuigkeiten zur Neugestaltung der Münsterstraße anstehen, sendet die Projektleitung im Amt für Stadterneuerung Informationen an diesen Verteiler.

Münsterstraßen-Updates abonnieren

Bild: Stadt Dortmund
Ein bedruckter DIN A4-Bogen mit dem logo der Stadt Dortmund auf einem Stehtisch, daneben Filzstifte, Kugelschreiber und Karteikarten.
Die Münsterstraßen-Updates halten alle Interessierten rund um die Neugestaltung der südlichen Münsterstraße auf dem Laufenden.
Bild: Stadt Dortmund

Sie möchten in den Verteiler aufgenommen werden? Dann senden Sie bitte eine
E-Mail mit dem Betreff „Münsterstraßen-Updates“ an muensterstrasse@stadtdo.de .
Die Absender-Mail-Adresse wird dann im digitalen Verteiler gespeichert. Wir freuen uns, wenn Sie uns auch Ihren Namen und Ihre Adresse mitteilen – notwendig ist es aber nicht.
Selbstverständlich lässt sich der Bezug der Update-Mails jederzeit mit sofortiger Wirkung beenden. Dazu reicht eine formlose Bitte um Entfernung aus dem Verteiler an dieselbe Mailadresse.

Hinweise zum Datenschutz

Mit dem Absenden der Mail mit dem o. g. Betreff an die o. g. Adresse erklären Sie sich damit einverstanden, dass die Stadt Dortmund, Amt für Stadterneuerung, Ihre personenbezogenen Daten erhebt und diese für den Versand von E-Mails mit Neuigkeiten zur Neugestaltung der südlichen Münsterstraße nutzt (siehe pdf-Datei Einwilligungserklärung, 101 KB, PDF ). Eine Weitergabe Ihrer Daten durch die Stadt Dortmund an Dritte erfolgt nicht. Gleichzeitig willigen Sie mit derselben E-Mail in die Nutzung Ihrer Daten im Rahmen der Datenschutzerklärung der Stadt Dortmund ein. Die Einwilligung kann jederzeit für die Zukunft ganz oder teilweise widerrufen werden.

Was bisher geschah

Der aktuelle Stand der Planungen

  • Anfang 2026 starten die Planungen für die konkrete Gestaltung. Hierzu führen die Planer*innen des beauftragten Büros sala im März zunächst Gespräche mit Stakeholder*innen vor Ort sowie politischen Vertreter*innen. Am 2. Juni 2026 findet eine breit beworbene Planungswerkstatt, 7 MB, PDF für alle Interessierten statt. 60 Teilnehmende folgen der Einladung ins Dietrich-Keuning-Haus und diskutieren über die Gestaltung der Münsterstraße.
  • Am 26. März 2026 beschließt der Rat der Stadt Dortmund die empfohlene Variante der Verkehrsführung aus dem Verkehrsgutachten, 11 MB, PDF als Grundlage aller weiteren Planungsschritte.
  • Anfang 2026 liegt das Ergebnis der Verkehrsuntersuchung, 11 MB, PDF vor, die das Planungsbüro Planersocietät im Auftrag der Stadt erstellt hat. Von September bis November 2025 fanden hierzu verschiedene Beteiligungsformate statt – an Infoständen und mit Befragungen vor Ort sowie bei einer breit beworbenen Veranstaltung am 25. November 2025 im Gemeindehaus St. Joseph.
  • Am 3. Juli 2025 beschließt der Rat, die Planungen für die Neugestaltung der Münsterstraße einleiten zu lassen. Das Amt für Stadterneuerung beginnt mit dem Vergabeverfahren für den entsprechenden Auftrag.
  • Nach einem Förderantrag vom September 2024 gewährt das Land Nordrhein-Westfalen im Juni 2025 die Förderung aus der Städtebauförderung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Anteil der Förderung liegt bei 70 Prozent der förderfähigen Kosten.
  • Am 14. Dezember 2023 beschließt der Rat der Stadt Dortmund das Integrierte Handlungskonzept „Zentrale Nordstadt“, 774 KB, PDF . Die Neugestaltung der Münsterstraße ist darin das investive Leitprojekt, also das bedeutendste Bauprojekt.

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Gefördert durch

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