Stadt Dortmund Wappen
Newsroom

Demonstrationen am Wochenende

Gemeinsamer Aufruf an die Dortmunder Jugend

OB Westphal und Vertreter der jüdischen und muslimischen Gemeinden richten wegen der pro-palästinensischen Demos einen Aufruf an die Dortmunder Jugend.

Am Freitag (27. Oktober) und am Wochenende wird es in Dortmund insgesamt drei Pro-Palästina-Demonstrationen geben. Oberbürgermeister Thomas Westphal, der Vorstand der jüdischen Kultusgemeinde Groß-Dortmund sowie der Rat der muslimischen Gemeinden haben gemeinsam einen Appell verfasst. Unterzeichnet haben ihn OB Westphal sowie Ahmad Aweimer, Sprecher des Rates der muslimischen Gemeinden und Zwi Rappoport, Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Groß-Dortmund. In dem "Aufruf an die Dortmunder Jugend" heißt es:

Aufruf an die Dortmunder Jugend

In diesen Tagen erscheinen viele politische Erklärungen. Für uns ist jetzt nicht die Zeit für große Worte. Es ist an der Zeit für gemeinsames Handeln. Deshalb wenden wir uns heute an die Stadtgesellschaft und vor allem an die jungen Menschen in unserer Stadt. Euch gehört die Zukunft. Und wir müssen gemeinsam jeden Tag alles dafür tun, dass diese Zukunft friedlich bleibt. Wir wissen, dass das auch euer Wunsch ist. Deswegen hoffen wir, dass unsere Worte auch eure Herzen erreichen werden.

Das von der Hamas verübte Massaker an der jüdischen Bevölkerung in Israel hat jeden mitfühlenden Menschen entsetzt. Diese Botschaft des Hasses gegen alle Jüdinnen und Juden macht uns klar, dass die Hamas die totale Auslöschung allen jüdischen Lebens anstrebt. Das können wir niemals hinnehmen. Auch appellieren wir an alle Seiten, sich für die Freilassung der verschleppten Geiseln einzusetzen.

Wir betonen aber auch, dass die Terrororganisation Hamas nicht mit den Palästinenserinnen und Palästinensern gleichzusetzen ist. Ihr Leid in Gaza und dem Westjordanland muss uns alle bewegen. Sie haben das Recht auf ein friedliches, gutes und selbstbestimmtes Leben. Dafür haben wir uns in Dortmund immer eingesetzt. Wir appellieren an alle Seiten, sich für die Zivilistinnen und Zivilisten in Gaza einzusetzen.

Menschen, die das infrage stellen oder allen Palästinensern oder gar allen Muslimen unterstellen, für Hass und Terror zu sein, sind bei uns in Dortmund nicht willkommen. Wer die Ereignisse für seinen Antisemitismus oder seine Muslimfeindlichkeit ausnutzen will, ist bei uns in Dortmund nicht willkommen.

Wir in Dortmund fragen nicht danach, wo du herkommst, sondern wo du hin willst. Jeder darf in diesem Land seine Trauer und Anteilnahme zeigen. Die Frage ist aber immer, ob du dich dann für Frieden oder Hass einsetzen willst.

Dortmund ist nicht ohne Grund die Stadt des Friedens. Nicht ohne Grund gedenken wir jährlich am 9. November der Nazi-Pogrome von 1938. Nicht ohne Grund gedenken wir am Karfreitag der ermordeten Widerstandskämpfer und Zwangsarbeiter in der Bittermark. Hass führt nur noch zu mehr Hass und Leid. In Dortmund haben wir gelernt, Streit immer mit Worten und nicht mit Gewalt auszutragen. Jeder darf seine Stimme erheben, solange er das beachtet. Und jeder hat die Pflicht, seine Stimme zu erheben, wenn seine Freunde, seine Familie, seine Nachbarn von anderen bedroht werden. Wenn jüdische Kinder und Jugendliche Angst haben müssen, zum Kindergarten oder zur Schule zu gehen, dann akzeptieren wir das in Dortmund nicht. Wenn muslimische Kinder und Jugendliche auf dem Schulhof unter Generalverdacht gestellt werden, dann akzeptieren wir das nicht. Wir sind Dortmund. Wir stehen für Frieden, für ein freies Leben, für eine Zukunft für alle.

Wir bitten euch: Bleibt weiterhin friedlich. Seid offen. Hört der anderen Seite zu. Lasst euch nicht vom Hass der Extremisten anstecken. Haltet zusammen, dann gehört euch die Zukunft, und sie wird friedlicher und besser für alle sein.

Thomas Westphal, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund

Ahmad Aweimer, Sprecher des Rates der muslimischen Gemeinden Dortmund

Zwi Rappoport, Vorsitzender der Jüdischen Kultus-Gemeinde Groß-Dortmund

Propst Andreas Coersmeier, Katholische Stadtkirche Dortmund, Stadtdechant

Heike Proske, Evangelischer Kirchenkreis Dortmund, Superintendentin

Schlagwörter

Internationales Integration Sicherheit & Ordnung

Weitere Nachrichten

Mehr Nachrichten
Pritschen, Party, Premierenfieber: So läuft die Beachvolleyball-DM in Dortmund
Mi 26. August 2026
Ein Mann steht auf der Tribüne in einer Beachvolleyball-Arena.
Bild: Stadt Dortmund / Martin Baumeister
Saison-Start UND Lichterfest! Infos zu Bus, Bahn, Parkplatztickets
Di 25. August 2026
Bild: Westfalenhallen / Quadroguys
Neuer Kanal: Wanderbaustelle auf der Kampstraße
Di 25. August 2026
Ansicht Kampstrasse von Ost nach West.
Bild: Stadt Dortmund / Martin Baumeister
Nordbad schließt bis zum 2. September
Mo 24. August 2026
Innenstadt-Nord
Aufnahme des Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken des Nordbads in Dortmund.
Bild: Stadt Dortmund / Thimo Mallon
Vier Tage Kirmesspaß und großes Höhenfeuerwerk
Mo 24. August 2026
Lütgendortmund
Fahrgeschäft auf der Bartholomäuskirmes
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
Das erste Foto: Löwen-Jungtiere entwickeln sich gut
Fr 21. August 2026
Hombruch
Eine Löwin liegt auf dem Boden. Sie säugt dabei vier Jungtiere.
Bild: Zoo Dortmund
Fahrgeschäfte, Programm, Verkehr: Alles zur Evinger Kohlenkirmes
Mi 19. August 2026
Eving
Menschen bummeln auf der Kohlen-Kirmes. Es sind Fahrgeschäfte zu sehen wie ein Riesenrad.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
Schutz für Igel: Mähroboter dürfen nachts nicht mehr mähen
Mi 19. August 2026
Igel in der Natur.
Bild: Botanischer Garten Rombergpark
Zwischen Kränen und Kreativität: Der Hafenspaziergang 2026
Di 18. August 2026
Menschen laufen an einer Promenade eines Kanals entlang.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
„Erzählte Zukünfte“: Das vierte MADIBA Buchfestival in Dortmund
Mo 17. August 2026
Eine Gruppe von Menschen schaut sich Bücher und Zeitschriften an.
Bild: jasmin valcarcel photography
Vorverkauf für das Lichterfest 2026 ist gestartet
Mo 17. August 2026
Innenstadt-Ost
Am 29. August findet wieder ein Feuerwerk im Westfalenpark statt.
Bild: Westfalenpark Dortmund
Mehr als 50 Orte machen den „Tag des offenen Denkmals“ 2026 lebendig
Fr 14. August 2026
Menschen stehen im Alten Hafenamt im Flur und halten eine Broschüre in die Kamera vom Tag des offenen Denkmals.
Bild: Stadt Dortmund / Christian Schön
So könnte der Anbau für das Phoenix-Gymnasium aussehen
Do 13. August 2026
Hörde
Phoenix-Gymnasium: Rot markiert ist das Plangebiet für den neuen Erweiterungsbau und sein Außengelände.
Bild: NRW.URBAN
Ein Jahr Café Aschenai: Frauen kommen zusammen und stärken sich gegenseitig
Mi 12. August 2026
Hombruch
Ein Jahr Café Aschenai: Frauen kommen zusammen und stärken sich gegenseitig
Bild: Pantea Onsori
Mit Künstlicher Intelligenz zum Ausbildungsplatz
Mi 12. August 2026
Ein Kind benutzt ein Tablet mit einer Berufsfindungssoftware.
Bild: Stadt Dortmund / Markus Kaminski