Umwelt, Klimaschutz & Energie
Energie sparen auf einen Blick: Thermografie-Modell und „Wärmebildspaziergänge“
Diese Technik spart CO2 und bares Geld. Mit Hilfe von Thermografie will die Stadt Dortmund ermitteln, wo und warum wertvolle Heizenergie verloren geht. Thermografie ist ein Verfahren zur bildhaften Darstellung von Wärmestrahlungen, die für das menschliche Auge unsichtbar sind. Sie kommt auch bei den neuen „Wärmebildspaziergängen“ der Stadt zum Einsatz.
Informationen zum Datenschutz von dortmund.de finden in der städtischen Datenschutzerklärung.
Die Wärmebilder decken Schwachstellen an der Gebäudehülle auf – also an Wänden, Dach und Fenstern. Diese Bauteile sind entscheidend, um Wärme im Haus zu halten, so Heizenergie zu sparen und möglichem Schimmelpilzbefall vorzubeugen. Mit Blick auf steigende Energiekosten, die Energiewende und den Klimaschutz lassen sich große Einsparmöglichkeiten finden – beim Geld sowie beim CO2-Ausstoß. Seit 2024 führt die Stadt Dortmund in Zusammenarbeit mit dem Dortmunder Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (
„Modell-Flieger“ für Immobilienbesitzer*innen
Zu Beginn des vergangenen Jahres startete die thermografische Befliegung des gesamten Dortmunder Stadtgebietes per Propellerflugzeug. Der Zweck: Die Erstellung eines 3D-Wärmebildmodells zur Analyse der Wärme-Isolation der Gebäude, um zu zeigen, wo sich konkrete Sanierungsbedarfe ergeben.
Das 3D-Wärmebildmodell soll künftig interessierten Immobilienbesitzer*innen exklusiv für ihre jeweilige Immobilie zur Verfügung gestellt werden. So können sie sich selbst ein Bild von der Energieeffizienz ihres Gebäudes machen.
Das Projekt wurde unter strenger Berücksichtigung der Datenschutzrichtlinien durchgeführt. Bei der thermografischen Befliegung wurden lediglich die Dächer und Fassaden der Gebäude erfasst. Fahrzeuge und Personen sind aufgrund der geringen Auflösung der Bilder nicht zu erkennen. Die gewonnenen Daten dienen ausschließlich der Entwicklung von Maßnahmen für den Klimaschutz und werden nicht an Dritte weitergegeben.

Spazieren gehen, Problemzonen sehen
In einem zweiten Schritt starteten zu Beginn dieses Jahres die sogenannten „Wärmebildspaziergänge“ im Quartier Westerfilde und Bodelschwingh. Bei den rund 45-minütigen Begehungen durch das Quartier wurden die Gebäudehüllen typischer Wohnhäuser durch eine Wärmebildkamera angeschaut. Problemzonen können vor Ort anschaulich erklärt und Lösungsansätze aufgezeigt werden.
Ist eine neue Dämmung oder der Austausch der Fenster sinnvoll? Braucht es eine andere Bauweise oder muss ein Dachüberstand neu geplant werden? Die beiden Auftaktveranstaltungen stießen auf große Resonanz, die Wärmebildspaziergänge werden im Laufe des Jahres fortgesetzt. Sie ermöglichen den Blick auf Details für Ansatzpunkte bei einer Sanierung. Die Bilder von der Befliegung sind weniger genau und dienen vor allem einem ersten Hinweis auf das generelle Potenzial des Spareffekts pro Gebäude.
Mehr Informationen zu den bereits erfolgten Wärmebild-Spaziergängen finden Sie in unseren Mitteilungen zum
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