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Initiative "to:do - Dortmunds neue Arbeit" macht die Stadt zukunftsfest

Die aktuellen wirtschaftlichen, technologischen, gesellschaftlichen und politischen Umbrüche und Krisen machen deutlich, dass Deutschland – und damit auch Dortmund – sich in einer Phase tiefgreifender Veränderungen befindet. Diese Zeitenwende erfordert ein weitsichtiges Transformationsmanagement.

Auch und insbesondere auf lokaler Ebene braucht es dieses Transformationsmanagement – geht es doch primär um öffentliche Daseinsvorsorge und um die Frage, wie wir unsere Städte zukunftsfest machen.

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Rund 50.000 Babyboomer gehen in absehbarer Zeit in Dortmund in Rente. Heike Marzen, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Dortmund, gibt einen Einblick in die Pläne der Initiative "to:do".

Die Sensibilität für Fragen der Systemrelevanz von Wirtschaftsbereichen, Berufsfeldern sowie komplexer Lieferketten und Energieversorgungsysteme hat in den letzten Jahren zugenommen. Dabei spielten zum Beispiel die Corona-Pandemie, die Wirtschafts- und Finanzkrise 2007/2008, der Klimawandel, die Energiewende und der Megatrend Nachhaltigkeit eine Rolle.

50.000 "Babyboomer" gehen in Rente

Vor diesem Hintergrund stellen sich in Dortmund anspruchsvolle Transformationsherausforderungen, die von historischer Dimension sind. So werden allein in Dortmund 50.000 "Babyboomer" – Personen, die in den geburtenstarken 1950ern und 1960ern geboren wurden – in Rente gehen und damit den bereits bestehenden Fachkräftemangel verstärken. Dies gilt verschärft in systemrelevanten Bereichen.

Die rasche technische, ökonomische und soziale Transformation sämtlicher Energiesysteme im Hinblick auf die Dekarbonisierungs- und Klimaziele wird zudem nicht nur in Dortmund für Herausforderungen sorgen. (Dekarbonisierung bezeichnet dabei Maßnahmen, die zur Verringerung klimaschädlicher Emissionen beitragen, beispielsweise der Umstieg auf erneuerbare Energiequellen.) Dazu kommt der tiefgreifende Wandel der Arbeitswelt. Die fortschreitende Flexibilisierung und Individualisierung von Arbeitszeiten auf individueller Ebene – zum Beispiel durch Homeoffice, eine 4-Tage-Woche oder Co-Working – sowie die Chancen und Risiken der Nutzung von künstlicher Intelligenz und Robotern stellen nur einige der damit verbundenen Herausforderungen dar.

Innovationstreiber einer neuen Wirtschaft

Die "vier großen Ds" Dekarbonisierung, Digitalisierung, Deglobalisierung (im Sinne einer Lieferkettenresilienz) und Demografie erweisen sich in Dortmund immer mehr als Innovationstreiber einer neuen Wirtschaft und werden die Arbeitswelt und den Arbeitsmarkt nachhaltig verändern – als Folge und als Voraussetzung.

Trotz vielfältiger Anstrengungen auf allen politischen und institutionellen Ebenen wird deutlich, dass es nicht ausreichen wird, nur auf Hilfe von außen, sei es aus Berlin, Düsseldorf oder Brüssel, oder auf die Selbstheilungskräfte der Märkte zu hoffen. Vielmehr wird Dortmund mehr und anderes machen müssen, um das Gemeinweisen unserer Stadt zukunftsfest zu machen. Die konkreten Fragen und Probleme stellen sich immer vor Ort und oftmals liegen die Lösungskompetenzen auch vor Ort, es geht letztlich immer um lokale Innovationen.

Nutzung der "Schwarmintelligenz"

Die aktuellen Herausforderungen machen deutlich, dass wir gemeinsam aktiv werden müssen, denn sonst steht weit mehr auf dem Spiel als nur leichte Wohlstandseinbußen. die Ziele des klimagerechten Umbaus von Wirtschaft und Gesellschaft sind in Gefahr und systemrelevante Bereiche in Wirtschaft und Gesellschaft drohen auszutrocknen. Sei es in der Pflege, Medizin und Sozialwesen, im Bildungssystem, im Handwerk, im Verkehrswesen oder der öffentlichen Verwaltung. Die Folgen für unsere Gesellschaft sind kaum absehbar.

Polizeipräsident Gregor Lange, Oberbürgermeister Thomas Westphal und Wirtschaftsförderungschefin Heike Marzen
Heike Marzen, Geschäftsführerin Wirtschaftsförderung Dortmund
Bild: Elena Hesterkamp

Wir wollen Dortmund solidarisch zukunftsfest machen und die Netzwerke und Schwarmintelligenz in dieser Stadt nutzen.

Stadtgesellschaft für Herausforderungen sensibilisieren

Mit der Initiative sollen weitere, neue Initiativen und konzertierte Aktionen unter Berücksichtigung und im Zusammenschluss aller Akteur*innen angestoßen werden. Darüber hinaus sollen die lokalen Standortentwicklungspotentiale neu definiert und identifiziert werden - über innovative Impulse, Wissenstransfer und ein datengestütztes Transformationsmonitoring. Durch die Öffentlichkeitsarbeit mit Social-Media-Kampagne wird die Stadtgesellschaft für die zukünftigen Herausforderungen einer sich ändernden Arbeitswelt sensibilisiert und beteiligt. Ferner werden die neuen technologischen Entwicklungen in den Blick genommen und ihre Einsatzmöglichkeiten erörtert. Mittelbar soll durch die Ergebnisse der Initiative zudem dem erwartenden großen Fachkräftemangel entgegengewirkt werden.

Unter Einbeziehung vieler weiterer Stakeholder soll die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft und die "Zukunft der Arbeit" zunächst medial in die Stadt getragen und sichtbar gemacht werden. Projekte, Befragungen, wissenschaftliche Studien und Experimente in Form von Reallaboren (z.B. der Umgang mit zukünftigen Arbeitszeitmodellen) werden konzipiert und innerhalb der Stadt über zeitgemäße Mediakanäle verbreitet. Eingebunden sind Medienpartner und Multiplikatoren, die sich in einem Netzwerk rund um die Initiative formieren werden. Dieser Arbeitsprozess konzentriert sich auf den Zeitraum von Januar 2024 bis April 2024.

Thema bei "DORTBUNT 2024"

Die zentrale Veranstaltungswoche soll im Herzen der Stadt vom 29. April bis zum 4. Mai 2024 im Vorfeld und im zeitlichen Übergang zum "DORTBUNT Festival 2024" stattfinden. Sie soll bürgernah, sichtbar, interaktiv und digital wahrnehmbar sein. Zudem soll sie ein Knotenpunkt für die Vernetzung von Arbeitsmarktakteur*innen und den Menschen in der Stadt sein - und auch über die Stadtgrenzen hinaus Strahlkraft für das Thema erzeugen. Um eine hohe Aufmerksamkeit zu erzeugen und möglichst viele Menschen in der Stadt auf digitalen und analogen Wegen zu erreichen, wird ein mobiles Eventstudio (Streamingstudio) in Form eines modularen, temporären Containerbaus an zentraler Stelle aufgebaut, das als Leuchtturm eine deutliche Signalwirkung in die Stadt und darüber hinaus erzeugt.

Dortmund als Modellstadt der Arbeit der Zukunft

"Dortmund kann mit 'to:do' unter den Großstädten Deutschlands eine beispielgebende kommunalpolitische Vorreiterrolle einnehmen, die auch Einfluss auf die politische Meinungsbildung auf allen Ebenen haben soll. Die Initiative kann Dortmund so erneut zu einer Modellstadt der Arbeit der Zukunft machen, um neue Ideen zur Bewältigung der Herausforderungen in der 'großen Transformation' auf lokaler Ebene zu entwickeln", so Heike Marzen, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Dortmund.

Initiative "to:do - Dortmunds neue Arbeit"

Die Initiative "to:do - Dortmunds neue Arbeit" wird unter Federführung der Wirtschaftsförderung Dortmund gemeinsam mit dem "InnoLab Zukunft der Arbeit" - einem 2022 gegründeten Zusammenschluss aus Dortmunder Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Kammern, Verbänden und Stadtgesellschaft erarbeitet und umgesetzt. "to:do - Dortmunds neue Arbeit" stellt eine reale und digitale Zukunftsplattform bereit, um die zentralen Herausforderungen der Transformation in der Arbeitswelt, der Wirtschaft und der Gesellschaft zu diskutieren, gemeinsame Wissensgrundlagen zu schaffen, Konflikt- und Potentiallinien zu bearbeiten und Stellhebel zukünftiger Herausforderungen zu identifizieren.

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