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Dortmund geht ein Licht auf: Rekord-Umstellung auf smarte Beleuchtung

Dortmund leuchtet smart. Keine andere deutsche Großstadt hat so umfassend die Straßenbeleuchtung erneuert wie Dortmund. Das Ergebnis: Flächendeckend energiesparende, individuell steuerbare und verlässliche LED-Beleuchtung von Straßen und Wegen.

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Was kann die neue Technik, was die alte nicht kann? Das erklärt Baudezernent Arnulf Rybicki im Video.

42.000 Alt-Leuchten wurden seit dem Jahr 2017 im Auftrag der Stadt auf LED-Licht und intelligente Digitalfunktechnik umgerüstet – das sind 86 Prozent aller Straßenleuchten. Zusätzlich wurden 8.500 alte Stahlrohrmasten durch neue Masten ersetzt. Umgesetzt wurde das Projekt durch den Betriebsdienstleister StraBelDo, einem Konsortium aus DEW21 und der SPIE SAG. „Dortmund ist fast fertig mit der Umrüstung auf smarte LED-Leuchten. Für die Menschen in Dortmund bringt das neue Licht viele Vorteile“, sagt Dortmunds Baudezernent Arnulf Rybicki.

Das sind die Stärken der neuen Leuchten

Weniger Störungen und Ausfälle: Die smarten Leuchten melden sich selbstständig, wenn es ein Problem gibt. Der Defekt kann also schneller behoben werden.

Individuelle Lichtstärke: Hell an der Hauptstraße, gedimmt am Waldrand. Die neuen Leuchten können je nach Standort individuell angesteuert und z.B. in den verkehrsarmen Nachtstunden abgesenkt werden. So leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit auf Dortmunds Straßen und zur Reduktion der Lichtverschmutzung gleichermaßen.

Klimafreundlich: Allein durch Umstellung der Beleuchtung auf LED-Technik können rund 30 Prozent Energie eingespart werden. Die smarte Digitalfunktechnik ermöglicht im Schnitt eine Einsparung von weiteren 30 Prozent, weil die Leuchten individuell gedimmt werden können.

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
alte Leuchten wurden durch smarte ausgetauscht
Aus Alt mach Neu: Seit 2017 wurden in Dortmund sukzessive alten Leuchten gegen smarte LEDs ausgetauscht.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Was kann die neue Technik, was die alte nicht kann?

(Mit-)Laufendes Licht auf Fuß- und Radwegen: Smarte Digitalfunktechnik kombiniert mit intelligenten Bewegungssensoren sind im Einsatz, um Licht gezielt bereitzustellen, wenn es benötigt wird. Das schafft sichere Verkehrswege bei Nacht, kombiniert mit bedarfsgerechtem und umweltfreundlichem Lichtmanagement.

Auf diesen acht Fuß- und Radwegen mit einer Gesamtweglänge von mehr als 14 Kilometern ist die Technik schon erlebbar:

  • Fuß-Radweg PHOENIX-See
  • Fuß-Radweg Hauptfriedhof
  • Fuß-Radweg Rubinstraße
  • Fuß-Radweg Schlagbaumstraße
  • Wegebeleuchtung Hansemannpark
  • Wegebeleuchtung Stadtgarten
  • Wegebeleuchtung Gustav-Heinemann-Park
  • Bananenradweg

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Smarte Leuchten am Fuß- und Radweg PHOENIX See
Bereits 14 km Fuß- und Radweg in Dortmund leuchten smart - wie hier am PHOENIX See.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Licht auf Abruf: Den richtigen Zeitpunkt und die richtige Lichtstärke können Nutzer*innen bestimmter Flächen selbst bestimmen – mit Hilfe der App „Light Switch“. Diese Technik ermöglicht eine individuelle und direkte Anpassung der Beleuchtung bei bestimmten Veranstaltungen. So wird es sicherer, gleichzeitig kann „Lichtverschwendung“ vermieden werden. Mithilfe der App haben die Veranstalter Zugriff auf die Steuerung der Leuchten an diesen Standorten:

  • Festplatz an der Eberstraße
  • Friedensplatz
  • Skatepark Hombruch
  • Parkplatz Spielcasino (in Vorbereitung)

Deutlich verbesserte Energieeffizienz

Smarte LEDs sind zuverlässiger, individuell steuerbar, also dimmbar – und deutlich energieeffizienter. Dank ihres geringeren Leistungsbedarfs und der Nacht-Steuerung verbrauchen sie erheblich weniger Energie. Die Verbrauchsmenge pro Jahr lag zu Beginn der Erneuerung im Jahr 2017 bei 17,45 Mio. kWh. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Straßenbeleuchtung eine Gesamtanschlussleistung von 4,5 Megawatt. In den vergangenen acht Jahren konnte die Anschlussleistung, also die maximale Leistung der gesamten Dortmunder Straßenbeleuchtung, um 30 Prozent auf 3,2 Megawatt reduziert werden. Der Energieverbrauch wurde um 9,15 Mio. kWh auf 8,3 Mio. kWh pro Jahr abgesenkt - das sind 47,5 Prozent des Energieverbrauchs aus dem Jahr 2017.

Wie geht es weiter?

Das Ziel, auch die restlichen 14 Prozent der alten Straßenleuchten auf die neuen LEDs mit intelligenter Digitalfunktechnik umzurüsten, will Dortmund in den nächsten Jahren erreichen.

So viele Straßenleuchten gibt es in Dortmund:

Aktuell umfasst die Zahl an Leuchtstellen 53.817 Standorte. Jeder dieser Standorte ist mit mindestens einer Leuchte ausgestattet, insgesamt werden 54.581 Leuchten unterhalten – davon 47.316 LEDs. Neben den 42.000 ausgetauschten Alt-Leuchten beinhaltet diese Zahl auch ganz neue Leuchtpunkte, z.B. in Baugebieten. Die Anzahl an Laternenmasten beträgt rund 52.000 Stück.

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