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Besser buddeln, sicher spielen: Dortmund investiert in seine Spielplätze

Derzeit haben sie Hochsaison – Dortmunds 363 Spielplätze. An 5.846 Spielgeräten auf Spielplätzen, an Schulen, Kitas und in Grünflächen können sich Kinder sicher und kostenlos austoben, viele Plätze haben sie sogar selbst mit geplant. Dortmund investiert laufend in neue Attraktionen und hält die Anlagen in Schuss – demnächst mit einer neuen „Spielplatzkolonne“. Doch auch die Dortmunder*innen können in ihren Nachbarschaften etwas tun.

Dortmund investiert in die Infrastruktur für Kinder. Aus gutem Grund: Dortmund heißt viele junge Familien willkommen. Kinder sollen sich hier wohl fühlen und gut entwickeln können. Neben guten Schulen sind Spielplätze dafür von großer Bedeutung: Spielplätze sind wichtige Treffpunkte für die ganze Familie. Sie bieten den Kindern Raum für Bewegung und fördern ihre Gesundheit, soziale Kompetenzen, Kreativität und die Integration.

Seit dem Jahr 2020 hat die Stadt Dortmund knapp 6 Millionen Euro in ihre ganz besonderen neuen Spielplätze gesteckt. Allein in diesem und dem nächsten Jahr investiert die Stadt 8,9 Millionen Euro – und bis 2029 insgesamt 15,2 Millionen Euro. So werden hier ganz besondere Plätze für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene geschaffen.

Ganz besondere Spielplätze

Kind mit Sonnenhut spielt an einer Wasserspielanlage
Bild: Leopold Achilles
Wasserspaß am Spielplatz „Zukunftsapparat“ am Mailoh.
Bild: Leopold Achilles

Zu Dortmunds ganz besonderen Spielplätzen gehört unter anderem der 2024 eröffnete Sport- und Freizeitpark Hombruch – ein Platz der Superlative. Er ist mit rund 20.000 Quadratmetern eine der größten Sportanlagen in ganz Deutschland, die für Skater, BMX, Roller, Inliner und Wheelchair/Rollstuhl gleichermaßen nutzbar sind. Am Spielplatz Bleichmärsch im Borsigplatzviertel entwickelten Jugendliche und Parkour-Sportler gemeinsam mit der Stadt die erste Natur-Parkour-Anlage in Dortmund mit Ruhrsandsteinfelsen oder Baumstämmen. Über QR-Codes lassen sich dort Trainings- und Übungsanleitungen anzeigen.

Der Spielplatz Im Odemsloh in Westerfilde/Bodelschwingh bekam 2024 unter anderem einen großen Wasserspielplatz mit Spielschiff, Seilbahn und Aussichtspunkt – das hatten sich die Kinder des Stadtteils so gewünscht, die an der Planung beteiligt waren. In Huckarde entstand 2024 gleich eine neue Spielachse, die mehrere Spiel- und Bewegungsräume zu einer durchgängigen Erlebnisroute verbindet – auch für Kinder mit Bewegungseinschränkungen.

Alle Spielplätze auf einen Blick

Einen Überblick über alle Spielplätze in Dortmund, ihre Barrierefreiheit und andere Besonderheiten wie Kletterwände oder Seilbahnen finden sich unter dortmund.de/spielplaetze oder direkt auf der Spielplatzkarte der Stadt Dortmund.

Moderne Fußballplätze

Zum Spielplatzprogramm gehört auch die „Bolzplatzoffensive“, mit der die Stadt Dortmund seit 2020 ehemalige Aschenplätze in moderne Bolzplätze mit Kunstrasen oder Kunststoffbelägen verwandelt hat. In jedem Stadtbezirk soll eine solche Anlage entstehen. In diesem Jahr wurden die Anlagen im Stadewäldchen und im Volksgarten Lütgendortmund fertig.

Die Stadt Dortmund beteiligt Kinder und Jugendliche an der Planung von Spielplätzen, Sport- und Freizeitanlagen - und das schon seit den 1990er-Jahren. Die Beteiligungsformate sind vielfältig und werden stetig weiterentwickelt.

Kümmerer gesucht: Wer will Spielplatz-Pat*in werden?

Sichere und schöne Spielplätze brauchen aber auch Kümmerer: Das ehrenamtliche Engagement vieler Dortmunder*innen für die Spielplätze in ihrer Nachbarschaft ist unverzichtbar – denn die städtischen Mitarbeiter*innen können nicht überall sein. Aktuell engagieren sich rund 100 Spielplatz-Pat*innen in der Stadt. Sie sind regelmäßig vor Ort, melden Mängel, fördern das Miteinander und übernehmen Verantwortung für „ihren“ Spielplatz.

Wer Interesse daran hat, Pat*in für einen Spielplatz zu werden, wendet sich an Kathrin Koch im Büro für Kinder- und Jugendinteressen des Jugendamts, 0231 50-23742 oder kkoch@stadtdo.de.

Wer sich zu einem Spielplatz erkundigen oder ein defektes Spielgerät melden möchte, kann das direkt bei der Stadt Dortmund tun. Der Mängelmelder der Dortmund-App funktioniert auch bei Spielplätzen. Für einen persönlichen Kontakt steht das Büro für Kinder- und Jugendinteressen zur Verfügung – unter der oben genannten Telefonnummer und Mailadresse.

Hier kann demnächst (wieder) gespielt werden

Derzeit plant und erneuert die Stadt an und auf 161 Spielplätzen – 26 davon werden großzügig umgestaltet, die anderen saniert und modernisiert. Noch in diesem August können sich die Kinder über sechs Plätze freuen, die fertig werden: an der Wittichstraße in Brechten, im Stadewäldchen, im „Park der Generationen“ in Lütgendortmund, am Kranewinkel in Aplerbeck, an der Dachstraße in Nette und der Piepenstockstraße in Hörde. In diesem Jahr begonnen wird außerdem mit den Arbeiten am Spielplatz am Mengeder Volksgarten und in der Düppelstraße in der Nordstadt.

Im nächsten Jahr stehen weitere 30 Projekte auf dem Plan. Während der Arbeiten muss der Spielplatz meist zumindest teilweise gesperrt werden – ärgerlich für Kinder und Eltern. Reparaturen werden demnächst aber schneller erledigt. Dafür arbeitet das Dortmunder Grünflächenamt demnächst mit einem neuen System.

Mehr Tempo mit der „Spielplatzkolonne“

Drei versierte Handwerker*innen, eine wendige, kleine Spezialtruppe, werden sich um kaputte Spielgeräte kümmern. Zwei Schlosser*innen und ein*e Schreiner*in werden ausschließlich dafür eingestellt, defekte Geräte im gesamten Stadtgebiet zu reparieren – so zügig wie möglich und ohne extra ein Unternehmen beauftragen zu müssen. Das Ziel der Kolonne dürfte Eltern und Kindern in Dortmund gut gefallen: abgesperrte Spielgeräte so gut es geht zu vermeiden und die Lebensdauer der Spielgeräte zu verlängern. Denn klar ist auch: Sobald die Sicherheit eines Geräts nicht mehr gewährleistet werden kann, muss ein Ersatz her – da kommt auch das größte handwerkliche Geschick an seine Grenzen.

Kugellager, Bretter oder Schaukelsitze gehören zu den am häufigsten benötigten Ersatzteilen. Damit die Kolonne immer Zugriff darauf hat, baut das Grünflächenamt seine Lagerkapazitäten aus. Bauteile, die besonders häufig von Verschleiß oder Vandalismusschäden betroffen sind, sind dann stets verfügbar. Das spart Zeit, weil die Bestellung entfällt.

Die neue Spielplatzkolonne wird jeden Tag gut zu tun haben. Zwei Stellen sind schon vergeben, die dritte Ausschreibung läuft noch. Sobald alles in trockenen Tüchern ist, geht das Team an den Start, noch im Sommer wird es soweit sein.

Dortmunder Spielplätze – Zahlen & Fakten

Dortmund hat …

  • 363 reine Kinderspielplätze, zusätzlich 139 Spielplätze auf Schulhöfen, 101 in Kitas/Kinderstuben und 53 in Grünanlagen.
  • 5.846 Spielgeräte auf Kinderspielplätzen, an Kitas, Schulen und in Grünanlagen.
  • 3 Abenteuerspielplätze mit pädagogischer Betreuung: in Scharnhorst, Rahm und die Erlebniswelt am Fredenbaum.
  • 50 Spielplätze mit inklusiven Spielgeräten.
  • mit dem Big Tipi in der Erlebniswelt am Fredenbaum das mit 35 Metern Höhe, einem Durchmesser von etwa 25 Metern und einer Grundfläche von über 360 Quadratmetern größte Tipi der Welt.
  • Die ersten drei Spielplätze nach dem Zweiten Weltkrieg befanden sich im Westpark, im Jungferntal (Rahm) und an der Stahlwerkstraße (Nordstadt)
  • Insgesamt belegen die städtischen Kinderspielplätze in Dortmund 88 Hektar – das ist mehr Fläche als der Westfalenpark einnimmt.

Kinder, Jugendliche & Familie

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